und wir | im fall | des glückes || im wunder | der fälle

kopf
nuss
knacker

es sind
ja
immer
die toten
die uns wecken

schlinge
der ulmenzweige

zu umarmen
die frostige luft

am rande
einer verlassenen landschaft
die sich nicht zu beklagen scheint

im gedanken
einst
reich
gewesen zu sein

feld
der ge-
schichte

archiv
alter mären

wo sich die mähren
in die schatten der helden stürzten

in die wange
der eule

vor dem krampf
eines über-
falls

der ver-
gebenen
hoffnung

hinter-
her

kopf-
über

tau-
t

3 Kommentare zu „und wir | im fall | des glückes || im wunder | der fälle

  1. Herzlichen Dank für dieses berührende Gedicht. Beim Lesen hatte ich den Eindruck, dass das Ufer nicht erst am Meer beginnt, sondern am Rand der Seele – dort, wo Sichtbares Erinnerung und Schweigen Sprache wird. Vielleicht ist gerade das fragile Wort stark genug, die Hand zur Feder zu führen, damit Lyrik sich selbst erkennt. Ihre Verse erinnern daran, dass wir nicht nur Wege zu den Ufern suchen, sondern auch zu uns selbst. Zwischen Wort und Schweigen, Aufbruch und Heimkehr entsteht jene stille Resonanz, in der Dichtung ihre tiefste Wahrheit ahnen lässt.

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