ja. auch. die körper. sind geschichte[t] / der AB.stand. vergrößert | zwischen den bildern. übernommen. überhoben. tanz und kreuzBRUCH | auf. schnitt | zeit.scheiben | fraß. des verschobenen
ja. unter der haut. dieselbe alte verkehrslage | es zog etwas. ein. das sich auszog. um sich mit einer stelle zu bekleiden. einer starre. nach dem abzug. der reste | blut. auf dem weg. zu blut | herz. auf dem weg. zurück | nichts. kommt an | ohne. wieder. fortzumüssen | in den adern. stocken noch. die vielen kleinen kriege | an den fersen. ziehen noch. die vielen fluchten | auf den versen. liegen wieder | kaum hörbar | die gedanklichen. ablagerungen | die den raum der worte. nicht fanden. oder. den sinn der suche. sahen in der. uferlosigkeit
ja. damals. waren sie noch. ganz nah bei ihm | aber. er hatte für sie. keine namen | wo. also war. der platz. jener enge | zwischen hals und hand | jener schalter. abzustellen. den schmerz | bei den vasen. und den schalen. die das übrige. von sich stießen | nach ablauf. der duldung. allen staubs. und aller versprechungen
ja. seitdem. läuft er. ganz leise | aber. nicht im kreis | wider. die wiederkehr | für alles. was fehlt | für jedes. mal. das etwas anderes. auflöste im gleichen | und nicht. zurückbrachte. den flehenden. die fehlenden
ja. draußen. stand dieser baum | in seiner langsamen aufruhr | aber. jedes blatt. hielt einen fetzen luft | hielt das licht. für eine frühere verletzung | denn. darunter. die erde | nass. und voller. fortsetzungen | fraß. was fiel | ohne. es zu beenden | ohne. es zu beerben
ja. man könnte. fast glauben | alles. habe seinen lauf | aber. der lauf. habe niemanden | und wenn er. auch läuft und läuft | steht doch. in seiner mitte. etwas. das nicht mitgeht | keine ruhe. weil. es zu wach ist | kein halt. weil. es nichts hält | eben. sehr schlicht | nur. die stelle | an der. das vorher aufhörte | nachher. zu werden | eben dort | wo. für weniger. als einen augenblick | die zeit. fällt | aus dem gehäuse. ihrer verwendung | weil. niemand sie brauchte | und die hand. nichts halten musste | und der mund. nichts erwiderte | und das auge. keinen menschen. bei sich hielt
ja. selbst der schmerz. verlor | für einen schlag. seine zuständigkeit | so dass man | nein | auch. dieses MAN | nicht. nur diese. ungeheure. un. benötigte. gegenwart | bis der körper. sich erinnert | dass er. einer war | knochen. gewicht. hunger | eine narbe. zieht | wetter auf | und alles. was gewesen | legt wieder. seine hand | auf alles. was noch | nicht | so wird. man | vor dem. ewigen | bewahrt | durch. verschleiß | durch das. lächerliche | weiter. schlagen | eines herzens | das von. erlösung | nichts | weiß
Nach Jahren des Schreibens, Zweifelns und Überarbeitens: Echo. ohne Mund ist jetzt im Buchhandel. Ich freue mich sehr.
Kommentar des Verlags zum Buch
Was bleibt von einer Stimme, wenn niemand mehr antwortet? Was geschieht mit Namen, Erinnerungen und Landschaften, wenn Sprache selbst zu verschwinden beginnt?
In seinem ersten Gedichtband entwirft Stefan Plasa eine Poetik des Hörens. Seine Texte bewegen sich zwischen Mythos und Gegenwart, zwischen Oper und Alltagswelt, zwischen persönlicher Erinnerung und kulturellem Gedächtnis. Sie erzählen von Abschied, Fremdheit, Liebe und Verlust – nicht als abgeschlossene Erfahrungen, sondern als Bewegungen der Sprache selbst.
In einer ebenso reduzierten wie präzisen Bildwelt entstehen Gedichte, die das Unsagbare nicht erklären, sondern hörbar machen. Worte geraten ins Stolpern, Namen öffnen verborgene Bedeutungen, Schweigen wird zum Resonanzraum.
Echo. ohne Mund ist ein Debüt von großer formaler Konsequenz – ein Band über das, was bleibt, wenn die Stimme verstummt, und über das Echo, das dennoch weiterklingt.
Stefan Plasa: Echo. ohne Mund. Gedichte. EMPATHIE-Verlag 2026. Preis: € 21,70