
die seele
spürte einmal
die sonne und den wind
eines anderen lebens
die dunkelheit
unter der sich die sehnsuchtsblüten öffneten
sie hörte noch
die vielen sätze
die sich nicht zu ende schrieben
von den leeren seiten angezogen
sie wanderte
durch die jahreszeiten
aus denen jemand verschwand
der ihr einmal begegnet war
in einem irrtum oder einer verheißung
manchmal
wenn die worte schwiegen
lag auf den unbeschriebenen blättern
ein herbstlicher schimmer
der nichts zurückverlangte
und jenseits
ihrer letzten erinnerung
war ein ufer
das noch nicht wusste
wen es erwartete