
stoßweise
der regen
stoß in die rippen
der harrenden
die ihren durst vergaßen
die nicht mehr versuchen
aufrecht zu stehen
in gebeugten häusern
was sah die welt
in uns
?
in unserem ausschnitt
von ihr
stehend
wie uralte bäume
aber
nicht wurzelnd
wie diese
in geduld
trotz
der ruhe
unseres vergehens
wir
haben die augen
der schimmernden käfer
wenn
sie die waldpfade kreuzten
die wir –
brotkrumen streuend –
stapften als kinder
wir
haben die zungen der
laiber
wenn
sie öffnen
die steinöfen
vorgeheizt
dem kommen
der hungrigen
wenn
wir ersättigten
gehen
Vielen Dank für dieses eindringliche Gedicht. Die Bilder zwischen Regen, Erinnerung, Hunger und Vergänglichkeit öffnen einen Raum, in dem sich die Zerbrechlichkeit des Menschen zeigt, ohne sie zu erklären oder zu vereinnahmen. Niemand kann bis in den Kern einer fremden Seele vordringen – weder Macht, Ideologien noch vermeintliche Gewissheiten. Worte können begleiten, aber nicht besitzen. Gerade darin liegt für mich die Würde Ihrer Lyrik: Sie lässt das Unsagbare bestehen und erinnert daran, dass Mitgefühl oft wahrhaftiger ist als jedes Urteil.
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