wir. haben die zungen. der laiber

stoßweise
der regen

stoß in die rippen
der harrenden
die ihren durst vergaßen

die nicht mehr versuchen
aufrecht zu stehen
in gebeugten häusern

was sah die welt
in uns
?
in unserem ausschnitt
von ihr

stehend
wie uralte bäume
aber
nicht wurzelnd
wie diese
in geduld

trotz
der ruhe
unseres vergehens

wir
haben die augen
der schimmernden käfer
wenn
sie die waldpfade kreuzten
die wir –
brotkrumen streuend –
stapften als kinder

wir
haben die zungen der
laiber
wenn
sie öffnen
die steinöfen
vorgeheizt

dem kommen
der hungrigen

wenn
wir ersättigten
gehen

Beginn einer Rückkehr

Erzählung eines Hoffenden

[zweiter Ort: Doha Airport, Gate C26]

Sollten wir uns etwa nicht sorgen um Gott? Die Spuren des Traurigen unter uns. Das Erloschene zwischen den Fetzen der Träume. Vielfach hat es uns gegeben, damit wir es einmal begreifen, was uns hielt bei den Straßen und Ufern. Aber doch nichts zu erbitten um der Bitte willen, sondern weil es um das Leben ging, das eigene, vor allem aber das der Anderen. Wir setzten uns selbst ein Ende, setzten wir Ihn nicht ein als den höchsten, einsamsten Wächter, setzten wir uns nicht aus der schmerzvollen Warte, auf die ein jeder Liebende sitzt. Es gibt keinen Urlaub von der Sorge für die tief und wahrhaftig Liebenden. Denn ihre Seelen geben sich unverändert den in ihnen Wohnenden, ganz gleich ob sie empfangen oder verlassen wurden. Und um ihrer Treue willen werden sie verwandelt sein ins dreifach gebrochene Licht des wundgescheuerten Glases, durch das all die Blicke all den Augenblicken hinterherschauen.