
ein gedanke hing noch. zwischen zwei buchseiten. als das geäst knackte im schon zu lange nicht mehr bewegten rücken. als das gehör zu klingeln begann, nach der stille eines frühlings, als ob es einlass begehre, an der unsichtbaren tür des gedächtnisses. dort abgelegt wurde – in einer der unteren schubladen – die seltsame spiegelung, die wohl so viel sagen wollte wie: ein jeder anfang geschieht um einer bewegung willen. doch was kann getan werden, wenn jeder neue tag als sinnbild eines möglichen anfangs direkt nach dem erwachen in den abend rutscht und die nächte wie schleusen sind, die – um sie vor anbruch des nächsten morgens noch rechtzeitig zu passieren – zölle erheben für den kleinsten traum, in dem so etwas wie ein wunsch schon lange keinen platz mehr beanspruchen durfte. jegliche wohnung wird zum verlies des aufgeschobenen lebens. jede bettstatt wird zur truhe der abgehakten versäumnisse. das ende der welt wird befördert von einem reiseziel zu einem zustand, der nach verkürzter probezeit seine verstetigung feiern darf. es hätte das jahr der wanderung sein sollen. nun müssen alle guten vorsätze der verfügung geopfert werden, damit es fügung gibt statt schwebe und vorhalt einer richtungsentbundenen hoffnung, statt irrung und wirrung zwischen denken und lust. dem ferneren nahe zu kommen, ohne sich selbst zu ent-fernen, sich auf die suche zu machen nach einem haus, einsam bewohnt wie das eigene.