zum Welttag der Poesie (21. März)
[weg. weisung | spalier aus vergissmeinnicht]

am anfang des frühlings. traum vom welken laub.
aufgewacht. im kalten atem. eines noch unbestellten gartens. hätte gehen sollen. die hecken entlang. um die ecke. die x-te gasse. links. und dann wieder links. gegen den lauf der uhr. und am ende nur noch ein stück geradeaus. als ob über eine schwelle. und falls dann. immer noch weiter. endlich zu lösen. die stricke vom herzen. und den stacheligen draht von den zehen. zu öffnen. vielleicht. ein letztes tor. während des power naps. und die bilder aus den augen tränen zu lassen. ungesehen. und die wörter. ungehört. hinab die sabberstraße. die aus dem mundwinkel quoll. die rufe. einer nach dem anderen. wie tobende kinder. die wasserrutsche hinunter. ins kissen. wo sie versickern werden. wie regen in der wüste.
trotz aller schrecknisse. man spürt das wieder keimende. und kann den hoffnungen nicht entkommen.
aber: man darf den gärten die arbeit der gärtner nicht ansehen. die fingerabdrücke des schaffenden. sind der wahren schönheit ein gräuel.
denn: nichts bleibt von den eitlen empfindungen. als ein grau erstarrtes ufer. vor dem unendlichen glasfeld. der ertrunkenen sonne.
und ein gemauerter schatten. legt sich selbst um die engelshaut.
darum musste ich flüstern: wachse. mein mäuseohr. schließ dich zur rechten stunde: auge des boten.
Habe gerade Ihren Blog auf tumblr entdeckt und werde mir gerne mehr von Ihnen lesen…
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