kreisgänge. notate ins neue jahr

quart.ett_der:ent.schloss.enheit

Foto: André Sarin

[selbst.anzeige]

suche begleitung. zur erkundung angrenzender räume. genuss einer späten gnade des schrumpfenden. mit grauen augen die schatten schlürfen. in eisernen fassungen das system vergehender tage. und die unförmigkeit des sinnens. einzuspannen.

[durch.schrift]

blättere um. auf der nächsten seite. gletscherschmelze. schreib alles auf. was vergessen sein soll. staubfreies schauen. rauschfreies hören. dann viele seiten frei. weil es wege gab. aber keine schritte. dann das heiße bad. ohne die sicherheit. ob es der wäsche diente. oder dem gefühl, in wärme versinken zu müssen.

[still.leben_hinter.der.durch.reiche]

zerrissene briefe. fetzen papier. oder getrocknete kartoffelschalen. wie haut von fern entwöhnten gesichtern. oder nach dem sonnenbrand von den schultern geblättert. daneben: frühstücksbrötchen in form herausgerissener herzen. noch einmal geschärfte fleischermesser, die hände abzuhacken, die das glück berührten.

[sch.welle]

ein letzter geschlossener raum. vor der offenen landschaft. freie, unzertretene wege. kurz nach dem ende einer nacht. kurz vor dem tod der erwartungen. grau ist die tönung des schweigens. und der reglosigkeit. der anfang ist stehen und schauen. zunächst durch fenster. später durch eine halb geöffnete tür. etwas löst sich vom körper. und geht den knochen voran. der zeit entkommen. der seele einen neuen namen gebend. für den es noch eine stimme braucht.

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