[bevor das gras vergeht. baltische elegien]

die sonne. gestern. im wolkengewölle. in den kissen voller tränen. oder zwischen den zähnen. zerknirscht. sie brannte. vor erwartung und verlangen. mit der schwere des letzten ganges. doch nicht ohne würde. und nicht im sinne des als ob. jedoch mit der frage: was wäre eigentlich, wenn? vielleicht ein erwachen mit der stimme der jungen amsel. geboren aber am ende des jahres. einen atemzug vor dem beginnen. und jenes ende immer mit sich tragend. in weiser vorausschau. so fände sie immer heim. und wäre nicht eine verlorene inmitten ermatteter spätzeit. doch hier und noch müssen wir’s anders sagen. und können’s dann nicht so stehen lassen. weil auch wir weiter wandern müssen. bis die lichtungen kommen. weil wir es immer so sagen müssen, wie es uns eine laufende zeit geradewegs zuruft. bis einmal alles verwandelt ist. bis sich alles endlich nicht mehr verändern muss. von tag zu tag. von früh bis spät. weil ruhe ist in den krumen. und in den krümeln, die aus dem mundwinkel fielen, die samen einer schöneren kindheit keimen. einer wunden seele, kindisch und weise, immer noch hoffend, nach ihrem scheitern.