sanfte frist

die erde wird sich. bald. geschlossen haben | keine andere antwort. wird sie geben. als auf die fragen der jahreszeiten | sie wird sich schließen. statt sich. endlos überwuchern zu lassen | sie ist nicht zuständig. für gedächtnis. oder verheißung | luftige schatten. oder getippel auf zehenspitzen. sind ihr vollkommen einerlei | weder. ist sie wach. noch. schläft sie ||: sie schweigt :|| von jenen. die ohne rast sind. vom mond gezogen. in bleicher wi[e]derkehr

die erde wusste immer. dass die schatten nicht altern | dass die wälder stehen. um einer fernen stille wegen | dass es ufer gibt. für eine idee. vom ersten tag | vom augenblick. einer bis dahin. verborgenen speise | und dieser frage: um welcher hoffnung willen. hatte das atmen nicht aufgehört?

Notiz: z.K.

ggf.: Wohnung. in den Resten des Himmels. d.h.: da unten. wo die Seele streut. z.B.: die Wunder. die Wunden. luftdicht verpackt. bzw.: zum Trocknen aufgehängt. an den Enden. letzte Blumen des Jahres. v.a.: für die lange Reise. poststabilisiert. der linke Fuß. für den langen Weg. den alten Gedanken: einem zu begegnen. der die Straße zog. aus anderer Richtung. und sich auch nur kannte. ein Stückchen. und auf die Frage des Fremden hoffte. u.a.: nach der anderen Hälfte. die ihm fehlte. z.Z.

noch

hatte
einen zagen glauben
eine kurze stille
lang

hatte
ein zähes erinnern
zu beiden seiten
der insel

hatte
ein jähes erwachen
im sturzflug
der uferschwalben

hatte
die klarheit
der unzeit

von den wundern
erschöpft

und
das lächeln
der steine
am abhang

jetzt
werfe ich
keinen schatten mehr

über
den rand
der verwitterten aussicht

jetzt
starre ich
die gassen leer

wo
ich mir einmal
entgegenkam

jetzt
bin ich

noch