[de profundis | hoffe auf sein wort]
[buchheimer fragmente]

fürchte die verzweiflung. die sehnsucht nach einer umarmung. abschied zu nehmen. ohne den weg zu kennen. zwischen den entfernungen liegt alles, was nicht vergessen sein soll. unter der stille der welken augen und herzen. wüsten sind durch die seelen gewandert, nackte erde durch die zerschmetterte zeit. alle namen und alle stunden wurden geschrieben auf löschpapier. da standen sie einmal. zwischen den klecksen des jammers. sie trugen den segen jeglicher klage über die böschung der wartenden gegend, die jedes hoffen umgibt. doch es gibt jenes ufer: da wird aufgerichtet sein das ende, im windstoß eines ersten flügelschlags. und niemand wird von dort vertrieben werden. ein jeder hängt seine spur des göttlichen hauchs in seidenen fäden zwischen wasser und licht. und wenn dort auch nur ein schwaches lüftchen weht, hängen die fähnchen der verlorenen über dem funkeln der zartesten wogen. summend die namen. der nie verlassenen.