für Bakiş Demir

雨
niemand fragt nach Träumen. das Entsinnen hat die gedeckten Farben von Trockenblumen. grausüchtige Welt. das Nämliche vertrieben aus den Namen. das Ähnliche aus dem Fremden.
wer mehr wandert, wundert weniger. leichter zu gehen. durch Wälder. durch die alten Zeiten. leichter zu vergehen. in den Schattenwänden. auf der anderen Seite.
die Triebe der Verzückung. immerfort rauschende Sprache. immer. fort. heller zu sehen. in der Schönheit der tanzenden Finsternisse. weil Wüste. und wohin sie auch immer treiben mag.
und das Übrige nicht dem aasfressenden Getier. das Letzte nicht dem Hassenden. weil einem Jeden ein Abend wird. aber nicht allen ein nächster Morgen.
到着
wohin geht es hinab? weniger wird das Licht. weniger der Klang. eng sind die Gassen. hoch die Mauern. das Uferlose breitet sich aus. vor den Schauenden. das kalte Bett. das einsame Boot. durch den Nebel treibend. in mondloser Nacht. fern ist die Heimat. ohne Ankunft die Fremde. erloschen die Erinnerungen. an die Kindheiten. an die Toten. die durch die Träume liefen. wer wüsste noch, was er hier wollte? was er dort verlor? das Alte versunken. das Neue ungeboren. wer lehrt uns den Jammer? wer sagt uns von den freudigen Zonen? der plötzlich Heimgekehrten…
die Leere lässt sich nicht auf links drehen.
was wird aus der Sehnsucht? wenn sich die Liebe wirklich zeigte. vergebliche Sattheit. und der Träume Ödnis…
迂回
wanderndes All. Schlingen der Umwege. Unterbrechungen. Pforten der Anfänge. und dann weiter. von dort. wo die Abschiede wohnen. wo wir lernen. das Alphabet der Schmerzen. im verzerrten Licht. im verzehrten Schatten. wortlos. der Frühling. unbemerkt. auf noch staubigen Augen. aber durch die Winde finden wir einen Eingang. vielleicht. und dann Auslieferung. und die Päckchen liefern sich den Wünschenden. Sprache der Liebe. lange Rede des Meeres. Gott. der in die Leere fällt. der ewige Einspringer. in der Werkstatt des Flügelschlags. der abgezählten Herzen. der ungezählten Ausgezahlten. aus den Kerkern der Hoffnung entlassen. und besohlt für den Marsch durch die bodenlosen Erwartungen.
plan. die Weiden des Glaubens. Steppen. Ebenen. planlos.
warte noch. gleich ist Zeit. jetzt ist Schlaf. und morgen ist auch Schlaf. Gleichung der Träume. Tag und Nacht. Ankunft der Engel. die den Belag schöner Landschaften über die Schlachtfelder ziehen.
wer zu früh kommt, den erdrückt die Zeit. wer nicht warten kann, den bestraft der Tod.
unter der Erde. ein Gesang. der sich auf den Staub legt. auf der Welt das Hämmern der Schritte. das ihn tanzen lässt. auf Stock und Stein. aber. wenn erst einmal die Zweifel geklopft sind. aus den flaumigen Kissen der Holda. die uns den Berg herüberschob. und immer noch glaubt, ihre Ablösung sei gleich da. sie schont ihre Stimme nicht. schreit durch die Wolken. und greift mit brennenden Händen in den Schnee. sie würde so gerne sein. verrückt. irrend durch die Wälder. wie alle. die vergessen haben. zu fragen. wenn sie eine Wunde sahen. nur: ihr macht noch Angst die Gefahr einer Pilzvergiftung. und sie will nicht begegnen der Urgroßmutter des Leibhaftigen. die im Gehölz nach ihren Zähnen sucht.
もっと
entzündete Winde
der einzelnen Worte Einsamkeit
Weg. Wunsch. Wendung. Wacht
wenn das Meer spricht
und keiner kommt
von ferne. mit der Heimat im Auge
掴む
ich habe für den Tod gespart. ich habe mir das abgespart vom Leben. jeden Morgen spaziere ich vorbei an den Parkplätzen. vor den Pflegeheimen. ich lege die Wege. zurück. und etwas Zeit für später. wenn ich nicht schlafen kann.
nur zwei Zeitalter gibt es: das der Verwendung und das der Verwandlung.
nicht erst mit dem Mond begann mein Schlaf. mein Frühlingstraum. nicht erst mit dem Wind begann mein Herbst. geschnittenes Gras der vergangenen Jahre. Pfade und Stufen. erschöpft. von den Schritten.
nur die Weiden, als hielten sie zusammen das letzte Licht und Wasser, und wüssten schon, wer hierher zurückkehrte, allein, legen ihre Schatten auf die stille Erde.
im Glas mag ich dann sein. wenn du hindurchschaust.