wakas von liebe und trauer

wer warst du. wohin
gelaufen. flug des windes
flügel wie messer
wann willst du sein. unbezwungen. unbegreiflich
gewandert. ohne bewegung. immer vorbei am flachen atmen der erschöpften
späte stunde
was kannst du erwarten
die frage geht. die nacht ist ohne ufer
das bisschen zeit. ist hier
wo jemand atmet. einsam. den staub der fortgesandten
lausche. einer könnte rufen
wache. dein irrendes herz zu finden
mondlicht. im verödeten haus
sagte nicht einer abschied
brach sich der morgen nicht schon im gedanken der träne
die bäche schweigen
so wenig wie die wälder
zaudere ruhig. zu betreten diesen einen augenblick
da schien es, als grüßten sich alle wanderer
über die fernsten fernen hinweg
die straße so lange. wie der tag
fremdheit und scham
auf dem welkenden antlitz der zeit
garten des abschieds. hortus memoriae
wer die trauer nicht fürchtet
baute ein haus
betrat es allein
wie die kinder die mit den wünschen beladenen boote
da gehen die gedanken hin und her
und harren der stille vereister meere
zögerndes herz
ewig können warten die wälder
einsam wohnt der ängstliche
ruhlos in unmöglicher hoffnung
klingt in der tiefe ein verschlossenes lied
eng ist das haus
meiner seele. zwiefalt
ist das gesicht ihrer sprache
schweif der vergessenen jahre
über dem saum der vertrauten sehnsucht
traurige augen der mütter
das letzte licht des tages im späten laub
sie hocken stumm am rand der bald verschneiten wege
und weben aus dem staub
die schleier. die sich um ihre stillen wünsche legen
kühl sind die schatten
unter deinen zweigen
und einsam liegen zwischen ihnen
die rastlosen gedanken. schaukelnd. hin und her
unter dem kreisenden himmel
kam ein wind. sehr spät
trug eine klage über das winterfeld
wuchs ein gras über nacht
hielt den duft des lichtes. im ersten tau
saiten zwischen den halmen. hoffnung zu zupfen
wecke die schlafenden nicht
schalte die lichter nicht ein
lasse die siegel auf ihren augen
ruhend. die gefrorene träne
am ufergestein