Werkstatt II [Tropfen | letztes Licht | gebrochenes]

nach dem ersten Herbststurm
Heimweh und Fernweh
verstreut zwischen Laub und Schritten
drei Wolken verteilt über den Tag
drei Gebete in Decken gewickelt
die Blicke hinaus voller Falten
und rankend um die Gesichter ein hilfloses Wünschen

die Fahrt geht weiter
die Fährten von Zeit bedeckt
und Föhren über die Klippen gebeugt
als hätte die Küste ihr Wandern unterbrochen

ach
so lang die Wege zwischen Tag und Bestimmung
und wund die Pfade vom wuchernden Dickicht

wussten die Tränen nicht
was die Hände halten wollten
was mit den Rehen hinter der Lichtung verschwand?

ein Meer
rauschend um die Augenblicke
ein Wehen
ein Weh
um das endlose Schauen

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