[Mecklenburgische Elegien | LiederGabe]

siehst du nicht auch: das Laub verdorrte
Ruf des Erbarmens. des Schweigenden…
wie klingt sein Gedächtnis. in den Falten der Ewigkeit
wärst du nicht auch sein Gefährte, der mit ihm verharrte
in seinem Schatten, dem tiefer sich beugenden,
weil ihn der Dienst am Lichte so freut?
bald nun die Eiszapfen. glühend über den Schächten
an jedem Ort der Trauer, wo er nach Leben begehrte
Fugen dazwischen. sinkend in Worten und Tönen:
träumt er davon, was sie ihm Kostbares brächten,
wenn er sie reicher und zärtlicher nährte,
summend sein fernes, einsames Sehnen:
komme. lautlos. windstill. ein Regen wie Firnis auf deiner Haut.
sehen wir, blind, um zu erkennen, wenn unser Auge ergraut.