[Rhapsodie | Mitte August]

auf alles
fällt der Regen
Gras und Gestein
ins salzige Wasser
überall
die Schritte des Himmels
zu uns
gibt es nicht Inseln?
um in seiner Nähe zu sein
glücklichere Einsamkeit
unter den Perseiden
doch nicht
um zu vergessen
warum nicht Liebe
wenn Krieg
warum keine Heimkehr
in brennenden Schiffen
ziehend allein
die Schauer
über Dünen und Hügel
uns nicht
verdorren zu lassen
denn Wege sind
auf dem Wasser
und Stimmen
die rufen
zieht unsere Taue
die wir gedreht
aus der Gebete Fäden
gibt es nicht Inseln?
damit das Nahe sie schirme
und schlummere
im tieferen Innern
das Ferne
weiter zu wandern
als es Land hat
und Pfade
darauf zu wandeln
mehr zu erzählen
als die Geschichte
und auszuhalten
die Totenstille
umarmt vom reglosen Meer
und tiefer die Gräben hier
für die Gräber
und dass der Mond
ein anderes Gesicht bekommt
und das Rad des Schicksals
in Kreisen über die Küsten rollt
gibt es nicht Inseln?
den Blick zu heben
nachzuschauen allem Ziehenden
zu gehen
und doch nicht zu gehen
tanzend
bewegungslos
unmerklich
sich zu verwandeln
zu sein
in der Welt
und doch nicht in ihr
wie sie wurde
und wie sie sein wird
weil auch die Einsamen
in ihr einen Ort brauchen
sich zu begegnen
sie zwitschern oder flöten
zwischen trostlosem Gestein
an dem die Dornen zu Perlen geschliffen werden
für leiseres Sterben
in längeren Zeiten