wie gewöhnlich

weil. die erde erwachen will. ruft sie den wanderer. der überwintert hat. der überwinden wird. die fehlbeträge der geschichte. der endlich. in seiner endlichkeit. finden soll. die wälder. hinter den öden. der zeit. den kostbaren augenblick. im köstlichen vergehen. entfristung. vorbehaltlich des endes. weil. die erde. noch sehr viel platz hat. für den unbehausten.

doch. in seinem gehen. wurden ihm fremd. die welt. und unbekannt. die täglich gekreuzten straßen. er fand trost. im schnee. der keine auskunft gab. über das darunter. wenn die nächte länger und finsterer. und erschrak nicht. als die bilder immer mehr auseinanderklafften. und sich zeigte ein glühender spalt. der sich nicht überfliegen ließ. mit flügeln aus wachs.

denn. er konnte. trotz allem. die losen enden bei sich tragen. nicht haltlos in den erinnerungen. nicht trübe in den träumen. er hatte gelernt. die richtung nicht zu ändern. auch wenn es keinen weg mehr gab. wartend. bis die welt vorübergezogen war.

abends dann. stellte er die schuhe. vor eine tür. die es nicht gab. der wind fragte. ob er noch da sei. also lauschte er. noch einige stunden. als hätte jemand. auf der anderen seite. schon lange. auf ihn gehört. über ihm. war aber nicht mehr der himmel. sondern etwas. das ihn ansah. und für einen atemzug. war es nicht mehr seine zeit. die verging.

wieder.vor.lage

parkbänke. fensterbänke. leer. lagernd vor fernen ufern. noch nicht am ende. der tag. am boden. angebrochene bücher. blaues gras. hochgeschossen. wie aus dem brunnen. der ball. noch einmal luft zu holen. und zurückzufallen zur erde. zu ihren kindern. zu den unverletzlichen träumen. aber noch nicht. jetzt. erst noch. dieses. und vieles. aber dann. im nächsten jahr. gewiss. zu ende lesen. zurück im haus. zu suchen. vergessenes. zwischen den kissen. dem holz der regale. vom sommer abgeschrieben. aber dann. unter dem ruhenden himmel. kälter. und klarer. enger. und fester. ein weiterer ring. um den namen. um den trockenen widerhall. eines erdenklichen. dann.

unbekannte adresse

hätte gerne etwas mitgenommen. frühtau. soviel in eine geliehene hand passt. vereinzelte bleibe. in schütterer seele. kurz. ein göttliches augenzwinkern. zahllos darin. die gedanken ans reiseziel. überwältigt. vom restlicht verlassener ufer. von restlicher zukunft. sehr knapp vor dem aufbruch. grenzort. wo sich ein jedes betrachtet: von hinten. gegenort. an dem sich alles in seiner vorhandenheit wiederfindet. auch das verlorene.

bis auf weiteres

sobald ich zeit habe. eine stunde. oder zwei. geh ich den augenblick entlang. doch nicht vorbei. an den gedanken. die jetzt im herbst stehen. der wieder vor mir liegt.

umwege wuchsen vor den schritten. und fast. hätte ich versäumt den frühling. der die möglichen nährte. den sommer. der die erinnerungen schuf.

vor jedem aufbruch. schlangen sich die wege ineinander. dass sich die stimmen verknoteten. und fragen über fragen. als ein gestein auf jungen gräsern.

lang war jedes jahr. das ohne rückkehr verstrich. wenig konnte sich aussprechen. über zu vieles. das sich staute an den innenwänden der blicke.

selbst der himmel entglitt mitunter den gebeten. hatte keinen halt an meer und wüste. doch jetzt kann ich noch einmal im wunsch sein. der übrig blieb. sobald ich zeit habe. eine stunde. oder zwei.

Notiz: z.K.

ggf.: Wohnung. in den Resten des Himmels. d.h.: da unten. wo die Seele streut. z.B.: die Wunder. die Wunden. luftdicht verpackt. bzw.: zum Trocknen aufgehängt. an den Enden. letzte Blumen des Jahres. v.a.: für die lange Reise. poststabilisiert. der linke Fuß. für den langen Weg. den alten Gedanken: einem zu begegnen. der die Straße zog. aus anderer Richtung. und sich auch nur kannte. ein Stückchen. und auf die Frage des Fremden hoffte. u.a.: nach der anderen Hälfte. die ihm fehlte. z.Z.

fußläufig

um zu denken
schließe ich
die augen

gegen
die störende welt

so
voller gedanken
wie das gras

die bäume

trage ich
trübes wasser
zur klaren quelle
zurück

nichts
ist leichter

als dem
nicht sichtbaren
zu vertrauen

der stunde
des aufschlags
die erst
noch kommen wird

der zeit
die ist

weil sie
immer war

gleich
welchen namen
sie trägt

sie geht

immerfort
immer
fort

und folgend
gehe ich
ihr entgegen

schlicht
will ich
mich machen

und still

ein haus
bewohnen
nahe der mündung

fußläufig
zu den ufern

dicht
bei den booten

in denen
der augenblick
hockt

und harrt

eines
letzten schauens

da

wo die seele
sich ablegt

zwischen
zwei seiten

von nacht
und tag

einmal. juni. sommer. lang

ist was
ein wort
fast

sommer
verdünnt

stimmlein
falb

schnabel wie:
stachel
aus gummi

gib
dem sarg
einen stoß
dass er
zum schlitten wird

dass er sich abreibt
die schuldwickel
um seele und gedanken

die dann
dank ihrer
flieh-
kraft
hängen
am abhang

bei traum-
fetzen
und
raspel-
knochen

bis
nur noch
der name rollt

nacktschnecke
des müden züngleins

dem wasser zu
in dem sich einmal

als es früh
und still
den langen juni-
tag

der himmel spiegelte
in einem anderen gesicht

aus\wendig

nicht welt
in-
wändig

nicht raum
als
einwand

gegen
die zeit

die ihn aufzählt
auswendig

und ab-
rauscht

im be-
wegungs-
verzicht

ranke
der klänge

um die hübschen
bilder

zu grabe
getragen

stufen hinauf
der schatten harrend

letzter töne
ab-
rutsch

und wesen
der spur
im verwesten

spalt
überm ab-
tropf

des ent-
wundeten
schmerzes

lächeln
des kalt-
gesteins

sucht
ein gesicht

im ent-
spiegelten wasser

einen namen
im staub

tanzend
unter der klinge
des lichts

siehe. ich lebe. sprachlos. mit allen künftigen

ja
die blinden fenster
wenn das schicksal vermieden wird

alles sagt
hier sein
auch wenn
sich nichts ereignet

alles ruft
nach anschau
und aussicht

alles besitzen
die wanderer
auch wenn sie
scheinbar
nichts heimbringen

die erde bleibt
ein verschwiegenes gefilde

dreht das gehör
dem himmlischen zu
wo es nicht mehr zerfallen kann

wo die zungen saugen
an der stille

die das maß der zeit
ausschüttet
über dem gestein

an dem sich an-
und abstößt
jeder rückweg

die zeit singt nicht

die zeit singt nicht. sie zieht an etwas übrigem. die uhr schreit: drei. und fünf. und später. wenn das haus verlassen werden muss, als sei es das eigene fleisch. und weil die seele hier nicht bleiben kann.

ab-lauf: struktur als behauptung. von ordnung. residual. stunde. für stunde. ununterscheidbar. stundung. im fluss des gleichgültigen. im ausfluss des verbrauchten

ein gang. hinaus. drei. und fünf. und später. mit allem, das sich teilt, nur durch sich selbst. damit sich legt: atem zu atem, stelle zu stelle, druck zu druck.

gedächtnis: delegierung der kenntnis des ortes. an einen körper. zurückgelassen. das fleisch als zeichen: für ein gelungenes protokoll

die stunden zählten dich. drei. und fünf. und später. bis zur ablage – die kommt nie zu spät. im schrank hängt noch: dein mantel. dein schatten. echo eines körpers, der nicht mehr passte.

rückkehr: nicht ereignis. sondern: nachträgliche lokalisierung