end.los | brief aus der isolation

in einem großen saal. mit geschlossenen augen. jeder an seinem tisch. viel abstand. viel anstand. frage nach fristen, statuten, regularien. antworten: gebrüllt ins mikro des laptops. die drückenden stöpsel im ohr zum quellen zu bringen. vielfach verstärkte wahrheit. dazwischen: friedhofsstille. eine andere lautstärke hat das denken. wenn sehr leise und scheinbar langsam die großen wellen heranrollen, die einst das land überschwemmen werden. fallende türme. stürzende mauern. und alles sonstige, das nicht mehr nur gleichnis sein will. wortlose betrachtung. augen-blicke. im wunsch-krampf. dass einer auf die suche gegangen wäre, dass er gefunden hätte und endlich auflöste die verlorenheit. eines einzelnen engels gesang würde genügen. aber selbst das kleinste ist ein unerreichbares. der hauch eines atems, furchtbefreit. das bescheidenste aller geschenke, als ein einziges großes glück. denn: sehr viel schmerz muss von uns gefordert sein, um überhaupt noch empfinden zu können.

end.los | brief aus der isolation

Fragment eines Mosaiks der Kuppelgalerie, Petersdom, Rom

den umständen entsprechend. fenster zur freudlosen seite. dort blieb die erde noch ungeweiht. die nächste zahl kommt rein. der nächste schritt muss warten. schönheit der leeren seiten. stille der gelöschten träume. betrachtung des äußeren lebens wie waldbrand auf der vorgelagerten insel. frei stehende buche am rand des steilufers, das wissen um ein siegreiches meer in den tapferen wurzeln. die angst ist eine sonderbare sache früherer epochen. wartezone der leeren scheune, von ungeernteten maisfeldern umschlossen. dritte stufe: einer kroch aus dem schoß der sorge. weil auch das unendliche schon seit menschengedenken seinen reiz verloren hatte. vor dem auge steigt das vom licht nach oben gezogene auf, wird schatten, wird wesen, das bald gewesen sein wird. noch ist es zu früh für erwartungen. noch ist die schale nicht durchstoßen worden von einem herabstürzenden etwas. aber eines ist jetzt schon gewiss: von der liebe wird erst nach ihrer verabschiedung erzählt, nach ihrem ruhestand. vorher regt sich vielleicht noch eine klostersehnsucht, die an die wunder rührt, mit denen uns die scham verwandelt. eines tages will ja die seele befragt sein, um sich endlich selbst zu kennen. jetzt aber vorerst: parkhaus des lebens, und keine ausfahrt an sonn- und feiertagen. vor dem auge: weiße segel, zum offenen wasser hinaus sich entfernend. letzte ungebrochene flügel. letzte angebrochene speisen. geist auf den wassern, flüsternd: ruh, ach… – kreuzung der atemzüge, ein und aus, aus und ein. hiersein wäre herrlich, wäre ehrlich. furcht, nah an der heiligung. furche, nah bei der heilung. demarkationen des schwankenden lebens, trotz seiner reglosigkeit. dabei drehte sich die erde bis gestern noch ins schleudertrauma. jetzt hängt jeder schwung in halbverminderten septakkorden herum. sprung in der platte. schweb-licht. vorhalt: stiftung einer fundamentalen unruhe. torsal unstet. schlaf: gedrehtes fleisch am spieß der zeit. beschluss zur einsamkeit: einstimmig, vom einzelnen gefasst. vollverminderter gedächtnis-umsatz. liturgie des verbleibs, des aufschubs, des restes. antwort – rückrede – gegenlaut – widersatz – kontrafaktur – sprachkreisel. ungebrochen. ungesprochen.

end.los | brief aus der isolation

die tür ist immer zu. immerzu. in der eigenen wohnung. ist man noch weniger bei sich als sonst. man hat fremde nötig, um nicht zu sehr zu entfremden. man ist sich selbst kaum mehr als eine vermutung. die herkunft aus armut und chaos mag eine fiktion sein, eine notwendige friktion des sklerosierten geistes, der schmachtet nach ein wenig erhabenheit. vierte etage unter gosse und grab. hut der gurrenden taube. kamelie im dunklen haar. fest der phantome. festung der gesichter. zu-seh-ends. hinzu-schau-end. dass die leere nicht sich selbst überlassen bleibt. dass die lücke gesellschaft bekommt. der spiegel stellt morgens eine frage, die auch am abend noch unbeantwortet bleibt. man kann aber dennoch sehr schnell wieder beliebter werden. man wacht auf mit zwei neuen likes auf der dating-app. einer will sogar ein kind, hofft auf ein hübsches gesicht, ruft: meld dich mal wieder. man zählt sich durch den tag der unerledigten aufgaben: sechshunderteinundfünfzig emails, sechsundzwanzig unbeantwortete anrufe, neunundachtzig tickets. dagegen stehen: zweitausendeinhundertsechsundneunzig schritte, bei dreihundertachtundsechzig eingesparten atemzügen. zwischendurch klingelt die app und öffnet ein neues flüstern im keller: du hast schöne augen. traurig, aber sexy. – danke! wie heißt du? – bis denne. man erinnert sich an die letzte erkältung. man ist vollständig genesen. man hielt ausschau. links die ausfahrt. rechts die mauer. man hat sich weiterqualifiziert: zum wegweiser. man raunt: die wege. man bleibt: im weg. bis man selbst weg ist. dann blitzt ganz kurz eine antwort auf: erzähl mir nichts vom pferd. aber die bittere wahrheit ist: das mangelnde gedächtnis ist für jeden von uns der erste verlust, den es zu ertragen gilt. erinnerungen sind nur notwendige erzählungen des selbst. ihre faktische basis ist mindestens porös, behauptet, versioniert – ein nachträglicher, einträglicher irrtum; einer, der viel einträgt und dem man nichts nachträgt. erinnerungen sind ebenso gut für das sinnvolle leben wie das frühzeitige einüben der abschieds-kaskaden, der in die abgründe gestürzten gesichter und stimmen, die – anders als die echo-sendenden steine, die ins wasser des brunnens fielen – kein noch so langes warten erwidern. gleichzeitig evoziert der bewegungsmangel phantasien von pilgerschaft. dabei ist man selbst für eine gewöhnliche ängstlichkeit viel zu erschöpft. dennoch sieht man sich gehen, sehr sehr langsam, auf sehr sehr langen pfaden. geschwindigkeit und richtung sind egal – die hauptsache ist, dass man flieht, dass man fortkommt, auch wenn einen das nicht weit bringt. erfüllendes zeigt sich nachts, während der tag die wahren straßen unter dem licht begräbt. man kann nicht sicher sein, ob jemand an einen denkt. aber man kann es sich wünschen, als eine fremde sehnsucht, die einen vielleicht – eines unverhofften tages – ins leben zurückbringt. jenen verlorenen stimmen mag man erde und blüten ins finstere hinterherwerfen, doch diesen einen wortlos rufenden blick muss es noch einmal geben – diesen einen blick, dem man sich gibt, als gabe der dämmerung (donum matutinale). ja, dieses eine geschenk muss noch sein, bevor man sich umdreht, nach kürzerer oder längerer flucht, und schließlich zurückkehrt zum ursprünglichen pfad, vielleicht unter dem rauschen von kiefern, vielleicht sogar wie eingehüllt in die umarmung einer unendlichen welt, die vom tod nichts zu wissen scheint.

end.los | brief aus der isolation

fern voneinander. im unterholz. wenn die dämmerung in den weiden. variation der wunder, die noch erwartet. beiläufiges gehen. zuflucht des verschwiegenen wunsches im augenwinkel. zärtliche reibung einer stimme mit der stille. wundverschluss der geräumten zimmer. winzige nester. darin die mächtigen ruinen, die dereinst von den immer gesunden bestaunt, wenn sie die von vulkanischer asche bedeckten städte wieder aus dem vergessen ans licht einer beliebigen jetztzeit heben und die erde von den versteinerten leibern schälen. oder die glocke, die gerade zwölf geschlagen hatte, als die pyroklastische walze durch die straßen rollte. der erkaltete staub in unseren lungen wird uns dann wieder schlagartig interessanter machen. man wird uns nicht mehr beim wort, aber beim anblick nehmen können. wir werden nicht mehr erwachen. doch man wird uns die träume einer weitgehend unbekannten vergangenheit in die geschlossenen augen reiben. man wird nicht mehr sagen: oh, das jahr hatte sich schnell erschöpft. allenfalls: es gab eine kleine unterbrechung, eine unauffällige zwischenzeit, eine störung des getriebes, eine zäsur des zeitlaufs, eine lücke in der erzählung des selbst, eine aussetzung des telos, einen einschnitt in den leib, eine fraktur des wirklichkeitsgefüges, eine faktur der gestockten atmung. man lässt uns so liegen, sitzen oder stehen, wie wir gerade waren, im moment des großen blitzes, als unsere schatten verbrannten, zwischen solchen oder anderen unter- oder überschriften, im museum der pause, der blau-pause, der aus-zeit zur un-zeit, der disruption aller eruptionen. man kratzt noch den letzten rest schlamm von unseren pappmaschee-körpern und schmiert ihn sich auf die ungeschorene haut. die seuche, die zur sache wird, zur sichel, zum stachel, zum zeichen einer verimpften gleichgültigkeit. sache zwischen sachen. hauptsache nicht: suche. die steht ja schon klanglich zu nah bei der seuche. sage – ja. aber auf keinen fall: sog. sic! und endlich: der sieg jeder jetzigen lage, jeder hiesigen liege über die unendliche geschichte, die ihren wuchtigen lagen-look gerne auf den ewigen kartoffeläckern oder den ungewöhnlichen laufbändern des vergehens, des gehens in die ver-gangen-heit präsentieren mag, aber bitte nicht in den schau-fenstern und ein-lauf-straßen unserer wohnlichkeit im gewöhnlichen. und auch nicht die waldung, die schwankt heran, und nicht die felsen, die lasten dran, und erst recht nicht die wurzeln, die klammern an (jwg, faust ii, bergschluchten…). alles erdrückende. die langen alleen. die schattenstraßen. man will doch lieber erwacht sein und stehen in einem raum, in dem man träumt, ohne zu schlafen, wo zeit ist im überfluss, sich die wirklichkeit vorzustellen. vorerst auf zweiter stufe, vorbehaltlich höherer ebenen, falls es fahrstühle gibt oder rolltreppen, eilend jedenfalls, das dickicht zu verlassen, sprintend, mit der menschheit im rücken und dem offenen voraus, und dem einzigen ziel, eines tages von einem hügel aus auf ein meer zu schauen, vor sonnenuntergang. doch von welchen gütern reißt man das hungrige herz, dass es zur warte wird eines unsichtbaren? mit dem kopf als wurzelwerk und der seele als blattwerk, weil doch die kehre so nottut. man weiß zu viel und hat darum große furcht, betrachtet die dinge, von denen man nichts versteht, wie licht, das durch halbtransparente fasern drang; laub und seide und bemaltes glas. zwischendurch sieht man sich selbst nachtwandeln, alternd in den langen wüstenjahren, wünschend die rückkehr zur regenzeit. man ist bereit, das sehen noch einmal neu zu erlernen, erst nur eine stimme zu hören, viel später vielleicht ein gesicht zu erkennen, das man einmal gekannt hat – die zweite seele, die in das erste haus einzog und deren unausgesprochene worte so viel bedeuten wie: du sagst mir, wofür ich bitten soll und wann ich den dunklen mantel abwerfe, der meine nacktheit verhüllte.

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Kölner Dom, am 22.03.2020

leere uns doch! blick-haft. über dem gnadenlos blühenden land. frühling der trauer. des durstes. nach vierzig jahren wüste. kehre auf halber treppe. verlust der sprache. im ver-lust-eten leib. alles wirft schatten – dächer, laternen, stufen – wandernd mit dem bogen der sonne. uns aber konnte nichts genug sein. nie. bis jetzt. bis diese gegenwart eintrat. bis sie uns eintrat. ja. diese neue gegenwart ist uns schon nach kurzer zeit genug, denn wir wissen, dass sie sich lang gemacht hat. wie gott. der sich endlich ausstrecken konnte. um sich auszuschlafen. nach dem biss ins feigenauge. nach dem riss der marmorwange. in dem ja wieder ein gras wachsen sollte, ein schütteres wie auf den dünen. zerbrechlich. wie das licht. das die gewölbe der kathedralen hochsteigt. ein flüstern. zwischen rückung und ausklang. man wurde also ins fest vertaute boot gelegt. bis zum großen re-boot. wenn wieder alle gleichzeitig aufs wasser hinaus wollen und das meer nicht groß und unheimlich genug sein kann. bis dahin aber wird man der nachrichten überdrüssig geworden sein. selbst, wenn es heißt: überlebenskünstler gestorben, nähe untersagt, optimist vermisst, zukunft verschoben. jawohl! ja. wohl dem volk, das jauchzen kann (psalm 89, 16). tanz auf den gräbern der unbekannten. das leben war zuletzt aber auch einfach zu seicht. jetzt siecht man einsam. zwar mit erreger, aber ohne die erregten. die pupillen mögen nach oben gerutscht sein, hinter halb geöffneten lidern. eingeschränkte sicht auf die bühne. hörplatz vielleicht, bevor einem das gehör platzt, wenn man noch so ein letztes etwas wie aus allen tagen vernimmt, etwas wie: maultaschenversorgung gesichert. trockengebinde kurzzeitig günstiger. oder: neunzig millionen jahre alter regenwald auf der antarktis entdeckt. lachkrampf der erdgeschichte. als der mensch seine frage an die zeit gerichtet hatte. auf dem weg in die neue welt, mit dem floß gegen den eisberg. verwundet: alle, verwandelt: niemand. anonymer kreis der neu erschöpften. die ihre eingeweckten seelen nicht mehr ziehen aus dem vakuum. die ihre einweg-seelen nicht in zahlung geben können. ihr metaphysisches zittern aber auch! ihre hocke im keller der gedanken, die wie asseln die wände hochklettern, solange niemand das licht einschaltet. aber ihr fraternisieren ist umso leichter im geworfenen unsinn, im gemütlichen uns-inn, dessen hausordnung ist ein stillhaltegebot. doch die liebe war den meisten schon lästig. wie lächerlich musste dann erst ein opfer erscheinen. und jetzt sieht es beim schaukeln der boote fast so aus, als massiere gott eine überarbeitete und vernachlässigte schöpfung, als schäme er sich seiner höhe, obwohl die noch nicht einmal seine eigene erfindung war. wo steht er, wird er nun täglich gefragt. und soll antworten geben im multiple-choice-verfahren. die schöpfung pfeift ja schon lange darauf, nur jetzt eben aus letztem loch. einer muss schuld sein, am abschied und an der rückkehr. wanderte durch die nächte. wurde vom stein zum staub. bekam eins mit dem benediktionale über den schädel, hatte himmlisches kopfweh, verging zeitig von der infektion mit den weihwassertröpfchen, zeigte uns seine wunden wie gefüllte tulpen und hatte am ende und weit darüber hinaus nicht so eine abgestandene seele wie wir, die sich gegen die hoffnung haben absichern lassen und dennoch auf jedes versprechen hereinfallen. virus = virtus } mit rausgerutschtem t = tod { des zweifels. anordnung: schlüpfer auf links drehen, dem volk rasch einen mundschutz schaffend, aus liebe zum nächsten und übernächsten und allerletzten. an die katastrophen hat man sich schnell gewöhnt. nur seine wunder hält man nicht lange aus. wo ist die welt, die in der welt war, in der man den atem anhielt und zugleich die lungen füllte vor dem heimgang in die luftleere enge? an den grenzen entstand sinn; dahinter konnte er sich halten. der mensch müsste eigentlich jetzt erst recht den menschen suchen, unter dem letzten schnee des vergangenen winters begraben, kauernd in einer reisighütte, eingeschlossen von zeit, während die märzschauer über das land ziehen. wovor hat er noch angst? vielleicht vor den nadelstichen durchs auge, die löcher zu stopfen zwischen traum und gedächtnis.

end.los | brief aus der isolation

man hat sich lange nicht gesehen. irgendwann kommt der tag, an dem man nicht mehr weiß, wie lange. dann unterscheidet sich die vergangenheit nicht mehr von der zukunft und heißt ebenfalls nur noch irgendwann. dennoch ist der morgen gerade so, als ob hinter dem erwachen und jenseits der mauern, in denen es stattfindet, hügel aufsteigen, durch die sich uralte sandige straßen schlengeln, gesäumt von pappeln und ahorn. man hat sich lange nicht gesehen. sich selbst. irgendwo in der welt, deren orte alle gleich sind. ein hier unterscheidet sich nicht mehr von einem dort und heißt auch nur noch nirgendwo. man sieht den regen nicht mehr. es reicht aus, ihn zu hören. er ist wie ein müdes zeichen des wirkens eines traurigen gottes. endlos haben sich die wälder gemacht, für sein verschwinden und verschweigen. er hatte zuletzt eine dünne haut, während der mensch mehr und mehr ein dickes fell bekam. seine wimpern sind ein dörrgras – sie halten den letzten sehnsuchtsduft einer mitten im frühling erkalteten erde. die zeit ist gekommen, da so viel von ihr bereits verrann, dass die tage so wenig gezählt werden können wie die silben, die auf der tauben zunge lagen. tropfen und steine bilden eine masse, wenn alles spurlos geworden ist. boote schaukeln an den leeren stegen; ihre taue bleiben uneingeholt. das meer ist wie ein abgelegtes gewand eines geistlichen; es hat sich zerschneiden lassen von den verwegenen küsten, die ein weitgehend schattenloses land rahmen wie den rand einer wachsenden wunde. nichts gehört ihm. das wenige, das sich ereignet haben mag, hat sich nur allzu bereitwillig von der zeit fortziehen lassen. und es spielt ja nun auch wirklich keine rolle mehr, wann die suche begann oder wo. ja, vor allem das wo hat sich sehr rasch im ungefähren verflüchtigt, auf dass es immer suche gäbe, doch nimmer finden. eine zarte welle der luft (hyperion) mag sich durch das gekippte fenster in die kissen und ins haar schleichen, aber das ändert jetzt nichts mehr daran, dass das atmen sich nicht mehr spürt. stimmen mögen vielleicht noch durch die träume irren, aber sie bleiben ohne echo, ohne halt im zeitlichen. die geschichte kann es besser: sie sammelt das ihre als einen gleitenden bestand des vergangenen; nicht beständigkeit ist ihre sache, sondern ablage des kurzfristig freigesetzten, sobald es sich verfing in der zone der vergessenheit all dessen, was unter schicksal läuft, sobald sich das fleisch von den knochen löste, nach der spätzeit des zitternden laubes, der frühzeit stumpfen sinnens all des übrigen in der natur, das seine eigene überwindung voraussichtlich nicht mehr erleben wird. judica. das recht kommt ohne leidenschaft aus. tautropfen im netz der spinne (saigyō). törichte anrufung eines gebrochenen lichts. das einem nun aufgeht, wenn man nicht mehr einer ist, sondern irgendeiner. als sei ein fremder in die wohnung eingezogen, seit die zeit von hier auszog. sie hat die irregegangenen zurückgelassen und weiß jetzt schon, wie irre die bald wieder gehen werden. aber vorher wird der raum auf links gedreht; außen wird innen und umgekehrt. der raum als dia-negativ. der ausweg im weg-aus. man sieht das wesen der dinge, ohne sie berühren zu können. man hatte eine heimat, aus der die landschaften vertrieben wurden. das ende des zitterns in der vereisung. das ende des hungers in der verspeisung. die stille einer wildnis in den versteiften gelenken angewinkelter knie. der tiefe brunnen eines milchkaffees, der wohl auch nicht weiß, wann das zeitalter der gepackten koffer endete. sicher: die krise hat einen überrumpelt. doch man könnte sich jetzt entrümpeln lassen. das schuldige tilgen. und abschütteln das schattige. das warten beenden mit gegenwart. nicht der eigenen. dafür ist es zu spät. denn das ist ja das land, in dem alle liebe endet (TSE/AW). erbschaft. die friedlich entfernten. die traumenteigneten. trunken von den leeren vasen. badende. im sumpfigen schwemmland der irdischen gutheiten. im fast schon himmlischen glanz einer temporären unerreichbarkeit. in der schonung des behaupteten hin-und-weg. in der schönung des wohligen und des wolligen. das man nicht gewollt haben muss. als hin-und-weg-gefährte. als blinde mitte im äffchen-triumvirat. als wahl-versandter. unentsonnen. und geknüpft in die zwischennetze. mit dem seelen-aufschnitt hinter den mattscheiben. als protagonist der sesseldionysien. während der dummy-opferung. zum augen-konfekt. jedenfalls: zwischenräumlich. in der verwaisten kammer eines mürbeteigigen herzens. eingeschlossen: zwei, die mit aufgerissenem blick in den wald der disteln rannten. man ahnt es, dann und wann, was draußen zu blühen beginnt. eine ahnung, die entsteht, weil es erinnerung gab. aber es bleibt der verdacht, dass man von der möglichen welt nur geträumt wurde. man war auf der falschen seite (schäl sick), in einem buch-heim, scheinbar aufgerichtet an einem buch-stab, an der grenzlinie von losung und lesung, während in der zelle der zeitfraß, hängend an der zellwand (folivorum), der zählwand, um die tage der welt-flucht, von der erst noch zu klären sein wird, wer vor wem – wir vor der welt oder die welt vor uns…

end.los | brief aus der isolation

Ich stelle momentan meine neuen Texte in etwas größeren zeitlichen Abständen in den Blog, nicht weil ich weniger schreibe, sondern weil ich seit einigen Wochen ausschließlich an einem prosalyrischen Langtext arbeite, von dem ich – wie heute – dann und wann einen Abschnitt als Kostprobe präsentiere. Ich verarbeite in diesem „Endlos“-Monolog meine täglichen Notizen aus der ersten Corona-Zeit.

ausgestreckte hände. schwarm der gedanken. wucherndes hinter dem auge, das nicht zu wachen vermag. gestockte träume in der flut der verdrängung. mondsüchtige worte. unzeitiges, sprach-los. windleben, als ob sich der tod verkürzen ließe. kind, das mit flammendem kopf um die waldseen rennt. offener querriegel. jemand geht durch die wohnung als schattenriss. als falte im dunkel, um den einsamen schlaf. jemand ging durch die wohnung. und räumte die vergangenheit aus. nur das bett im gästezimmer blieb noch so wie nach dem letzten besuch. vor der unabgeschlossenen tür stand ein ein- oder ausbrecher, der sich ins herz schoss, als der schnapper sich bewegte. jemand wird durch die wohnung gehen und sich setzen auf die kante des bettes und sagen: ich erzähle dir alles, von anfang an. ich kopiere dein gesicht und lege es auf die kopflosen puppen, dort, auf die lehne des sofas, die aufgereihte und ausgestopfte kindheit. vor dem großen sturm, der den winter fortfegt, fällt noch einmal meterdick ein schnee auf die schlachtfelder und friedäcker, wo sie einmal sitzen werden um die steine, in wattierte häute gehüllt, und sich erzählen von unserem sterben und wie wir lebwohl sagten und einander unsere augen aßen und unsere zungen aus den kehlen rissen wie die papiernen flügel der falter vom puppenrumpf und wie wir enthaupteten behaupteten, wir könnten uns unter den wurzeln der weiden durch die wintererde graben, um zum ufer zu gelangen und könnten durch den nebel schweben wie luftkissenboote, oder der nebel durch uns, und würden dann einfach auf der anderen seite des stroms warten, bis der sommer gekommen, der späte, der schon nach herbst duftet, dem frühen, der das verstreute noch einmal verdichtet im saftigen fruchtfleisch, so dass man nur zugreifen muss und kraftvoll hineinbeißt, ehe die süße umschlägt ins poröse gestein. und wenn sich dann wieder die tage verkürzen, wird der docht entzündet, um die entzündung zu lindern. unter den schläfen. unter der rinde. unter den worten. unter den akten. vita contemplativa. den tod zu denken. nach der lamm-speise. nach dem schlupf der seele ins fell. und dem haus in der buchenknospe. denn auch die ewigkeit muss sich einrichten und bedarf eines artgerechten mobiliars. wenn man endlich nicht mehr veraltet ist, sondern nur noch verwaltet wird. und seine versäumten guten taten zählt. bis sich die un-zeit verjüngt hat zum letzten tag, der wie der erste ist, der wieder wie alle tage ist, wenn sie nicht mehr gezählt werden. wenn man wieder ein wanderer ist, von dem man nicht mehr weiß, woher er kam und wohin er wollte, damit man insgesamt sagen kann: das ist wanderung – ziellos, spurlos, weglos. man weint vielleicht. dann und wann. aber nicht die eigene träne sieht man, sondern den tau auf maifrischen weinblättern, oder dem raps, einige wochen zuvor, wenn für einen kurzen moment die letzte frage des gegangenen ins gedächtnis zurückschießt. ja, aufschlag der augen, wie einschlag der sekunde in die zeit, der sternsaat in den mondacker, der frostnadel in die kirschblüte, der pupille ins licht. die reise beginnt bei der letzten erinnerung. mit dem körper einer trichterwinde, eines windtrichters, mit dem gesicht eines morgens, mit dem gesicht von morgen, wenn es sich nur heute schon auffalten mag. da, wo die zeit niederkniet. „una mo sa-kosa wa“ (saigyo) — ein schritt im gras, der länger dauert als ein leben.

kreisgänge. notate ins neue jahr

quart.ett_der:ent.schloss.enheit

Foto: André Sarin

[selbst.anzeige]

suche begleitung. zur erkundung angrenzender räume. genuss einer späten gnade des schrumpfenden. mit grauen augen die schatten schlürfen. in eisernen fassungen das system vergehender tage. und die unförmigkeit des sinnens. einzuspannen.

[durch.schrift]

blättere um. auf der nächsten seite. gletscherschmelze. schreib alles auf. was vergessen sein soll. staubfreies schauen. rauschfreies hören. dann viele seiten frei. weil es wege gab. aber keine schritte. dann das heiße bad. ohne die sicherheit. ob es der wäsche diente. oder dem gefühl, in wärme versinken zu müssen.

[still.leben_hinter.der.durch.reiche]

zerrissene briefe. fetzen papier. oder getrocknete kartoffelschalen. wie haut von fern entwöhnten gesichtern. oder nach dem sonnenbrand von den schultern geblättert. daneben: frühstücksbrötchen in form herausgerissener herzen. noch einmal geschärfte fleischermesser, die hände abzuhacken, die das glück berührten.

[sch.welle]

ein letzter geschlossener raum. vor der offenen landschaft. freie, unzertretene wege. kurz nach dem ende einer nacht. kurz vor dem tod der erwartungen. grau ist die tönung des schweigens. und der reglosigkeit. der anfang ist stehen und schauen. zunächst durch fenster. später durch eine halb geöffnete tür. etwas löst sich vom körper. und geht den knochen voran. der zeit entkommen. der seele einen neuen namen gebend. für den es noch eine stimme braucht.

kreisgänge. notate ins neue jahr

zwölf einlassungen. ausgelassen

I

was fiele mir ein?
ohne gedächtnis. dann:
mehrere seiten leer
weil wesentliches in den
träumen. aufgelöst

II

ich würde mich gerne
in einem fremden schlaf aufhalten

ich würde mich gerne
hinter großen, traurigen augen verbergen
und durch ein immer geschlossenes
schattig getöntes fenster alles beobachten
was noch küste werden kann

ich könnte zugegen sein
wenn sich das reich der unendlichkeit
in beliebigen landschaften entzauberte

was mir die natur sagte
was mir die seelen sagten
während sie vorüberzögen
während ich vorüberzöge
könnte im schweigenden einverständnis
aller zeitlichen dinge
für immer aufgehoben sein

weil sich nur so ein ereignen
des unerwarteten augenblicks ertragen ließe
im sicheren und anerkannten wissen

dass es augenblicke nicht geben wird
in der rahmung der erwartungen.

III

aber nicht die zeit ist schuld an der spurlosigkeit; immerhin war sie bemüht um eine reihung der töne und konnte ja nichts für das fehlende gehör; oder sie regte an eine folge von schritten, auch wenn sie folgenlos blieben. zeit wäre ja so etwas wie ein ort, dessen böden, wände und decken mitte und ende und anfang markierten, davor und danach, einen raum der stimmen und wider-stimmen, der die enge der wünsche und der befürchtungen ins epische öffnete, als ein unablässiges sagen aus kindlichen mündern – wer wollte den niedlichen die sprechenden köpfe abschlagen, um einer heiligen stille wegen?

IV

doch die wahrheit ist:
ich kann mich nicht erinnern
wann jemand mir zuletzt zurief:

schön, dass du da bist!

V

es mag sein
dass meine sätze zu lang geraten
wie ein zögern

und das viele denken und schwanken
mag ein begegnen behindern.

ja! ich bin ein behinderter
jemand
der selten gesichtet wird
jemand
dessentwegen die leute
wenn sie ihn einmal
die straße auf- oder abgehen sehen
in ihrer verlegenheit
auf die andere seite wechseln.

VI

vielleicht denke ich deshalb so lange sätze, weil ein ende mir zu verbindlich erschiene, weil jeder punkt behaupten würde, dass etwas abgeschlossen sei, obwohl es nur liegen geblieben ist, wie ein mantel auf einem stuhl, den niemand mehr anzieht, nicht aus verachtung, sondern weil es keinen anlass gab, das haus zu verlassen. und vielleicht ist es genau dieses liegengebliebene, das mich mehr beschäftigt als alles, was jemals in bewegung geraten ist, dieses unaufgeräumte zwischen, in dem dinge nicht entschieden wurden, nicht verworfen, nicht bejaht, sondern einfach dort verblieben, wo sie zuletzt gebraucht worden waren, als hätten sie sich geweigert, eine funktion zu erfüllen, die ihnen nie wirklich entsprach; und so sammelt sich um sie eine stille, kein feierliches schweigen, eher ein praktisches, eines, das man braucht, um nicht ständig erklären zu müssen, warum etwas nicht weitergeführt wurde, warum es keine fortsetzung gibt, keinen zweiten versuch, keinen dritten anlauf, sondern nur diese flache gegenwart, die sich wie ein zu oft gefalteter zettel immer wieder an derselben stelle bricht.

VII

ich bin, fast ohne es selbst zu bemerken und ohne eigenes zutun, zu der erkenntnis gelangt, dass erinnerung weniger mit behalten zu tun hat als mit ermüdung, mit dem punkt, an dem man aufhört, sich zu wehren gegen das, was immer wiederkehrt, nicht als bild, nicht als geschichte, sondern als tonlage, als temperatur, als ein kaum merkliches absinken der stimme, wenn man einen namen hört, den man früher leicht ausgesprochen hat, und der jetzt schwer wird, weil er nichts mehr enthält, weil er eine elegante auslassung ist; und so gehe ich weiter durch diese sätze, nicht um etwas zu sagen, sondern um zeit zu verbrauchen, ohne sie totzuschlagen, als ließe sie sich dadurch milder stimmen, als würde sie, wenn man ihr genug worte hinlegte, aufhören, forderungen zu stellen.

VIII

es gibt tage, an denen das denken mühsam erscheint, nicht schmerzhaft, nur unerquicklich, wie eine arbeit, die niemand bestellt hat und für die es keine abrechnung gibt, und ich sitze dann lange, ohne erholung, schaue lange, ohne zu sehen, und habe das gefühl, dass alles, was mir je hätte begegnen können, sich entschieden hat, einen schritt früher abzubiegen, in eine andere straße, ein anderes leben, eine andere möglichkeit, die ich nicht betreten habe, nicht aus angst, sondern aus mangel an not, denn auch das muss man lernen: dass nicht jede verfehlung tragisch ist; manche sind einfach ungeschickt, sie hinterlassen nichts als diese dünne schicht von ermattung, die sich über alles legt, was noch kommen könnte.

IX

vielleicht ist das der grund, warum mir die landschaften lieber geworden sind als die gesichter; weil sie nichts erwarten, keine antwort, kein erwidern, sie stehen da, sie liegen, sie ziehen vorbei, und selbst wenn sie sich verändern, tun sie es ohne mir eine rolle zuzuschreiben; und ich kann mich in ihnen verlieren, ohne wirklich zu verschwinden, kann gehen, ohne anzukommen, stehen bleiben, ohne aufgehalten zu werden, und wenn ich müde werde, ist es eine müdigkeit, die niemand kommentiert, niemand deutet, niemand zu lindern versucht.

X

doch auch das erschöpft sich einmal, das gehen ohne ziel, das denken ohne auftrag; und dann bleibt nur noch dieses schüttere fortsetzen, ein satz als fortsatz; ein satz, der sich an den nächsten hängt, nicht aus notwendigkeit, sondern aus trägheit, wie schritte, die man macht, weil man sie schon immer gemacht hat, und nicht, weil sie irgendwohin führen; und ich frage mich, ob erschöpfung vielleicht die ehrlichste form von wahrnehmung ist, weil sie nichts mehr hinzufügen will, nichts mehr rechtfertigt, sondern nur noch registriert, dass etwas da ist, dass etwas vergeht, dass etwas nicht mehr gelingt. das ist der moment, in dem man sich wirklich verirrt, nicht spektakulär, nicht in fremdem gelände, sondern in dem, was man gut zu kennen glaubte, in den eigenen gedanken, die plötzlich keine ordnung mehr halten, keinen vorrang, keine hierarchie, sondern sich wie loses geröll unter den füßen verschieben, so dass jeder schritt ein kleiner verlust ist, kein sturz, aber auch kein halt, nur dieses fortwährende nachgeben, bis man aufhört, zwischen gehen und stehen zu unterscheiden, zwischen reden und schweigen, zwischen anwesenheit und abwesenheit.

XI

ich merke, wie die sätze langsamer werden, nicht kürzer, nur schwerer, als trügen sie etwas mit, das sie nicht mehr loswerden; das ist der glückliche punkt, an dem man nichts mehr suchen sollte, nicht einmal sich selbst, sondern einfach bleibt, wo man ist, in dieser aufgezehrten, leicht verschobenen lage der dinge, in der alles noch da ist, aber nichts mehr drängt, nichts mehr ruft, nichts mehr sagt: komm.

XII

also lasse ich
den satz weiterlaufen
obwohl ich nicht weiß
wofür

lasse ihn sich verausgaben
sich verlieren
sich verheddern
bis er selbst nicht mehr weiß
wo er begonnen hat

ein nicht-enden
ein liegen-bleiben

ein stück winterliche kleidung
auf einer stuhllehne

niemand zog es an
niemand hatte es vergessen

es gab nur
keinen grund mehr

hinauszugehen

kreisgänge. notate ins neue jahr

triptychon. der: suspendierung

Foto: André Sarin

vor.wort 
regie.an.weisung

untauglich
in der erschöpfung
für die nacht
für ihre gebote des träumens

gebete zu ziehen in fäden
durch das feingewebe der scham

die zungen
wenn sie gesprochen haben:
ein durstiges holz in gefrorener erde
ganz nah am saum des schweigens

den lobgesängen
wird alles atmen aufgespart
abgespart vom staubtrockenen munde

aus nasskalten wänden ruft es:
zur eiligen phantomspeisung
das nimmermüde dämmfleisch

außerorts
und innerzeitlich:
feierliche kollationen

in schlange stehend
die schlangen zertretend
vor dem heiligen tauchgang

ein hartes spazieren
durch fingergeflecht kahler linden

dazwischen:
die plattgeschauten schatten von hoffenden

durch.sage
soli.loquium
rausch.freie
wider.gabe

hier endet: das tragende. hier wird die stellvertretung suspendiert. hier beginnt: die fläche. die dauer. der druck. auf den deckeln der akten. die über-leitung wurde abgeklemmt. die bilder wurden bezwungen. ein rückstand an material ist zeitnah von den linsen zu entfernen. atem ist jetzt: funktion. schritt ist: abnutzung. zeit: verbrauch. ein wiedergang wurde genehmigt, ein innehalt strikt untersagt.

chorus mono.liticus

o, ewiger flug
über den hof der abgelegten stimmen
die nächte tragen nummern
die ordnung der müden
kommt ohne namen aus

dass es dem starren genügt

blind atmen die fenster
licht aus den wassersuppen 
ein leerer schrank lädt ein
die ladung zu löschen 
ein stuhl mag sich erinnern 

dass jemand gesessen hat 

die schädel träumen flach
schalen für wind und alles
was vorbeizieht. alles
schale. ausgestellt in reih 
und glied. für den fall

dass nichts folgt

unter den bänken
sammelt sich alles
was übrig blieb vom kauern
die knie sind hartes gefels 
abgeschlagen vom boden

dass niemand aufbricht

es gibt ein gehen
das führt nicht fort
das klebt am restbestand
der stunden. durch den frost
der uns lehrte: wie man ordnet

dass es dabei bleibt 

die höheren zeichen 
fallen. als ob aus allen 
wolken. faktisch aber
vom rand. der uns bewohnte
mit splittern aus licht
die niemand aufliest

dass keine botschaft kommt

die münder schließen sich früh
nicht aus ehrfurcht
aber: aus sparsamkeit
was gesagt wurde
reicht für lange lange zeit

dass es nicht versiege

in den alleen 
verlieren die schatten 
ihre form
sie liegen. wie etwas
das nicht mehr gebraucht wird

dass es sich seiner selbst entledigt 

und irgendwo
nicht nah. nicht fern
hält etwas an. nicht
um zu beginnen. nur
um nicht weiter zu müssen

dass
dass
dass