räufelte fäden auf aus dem fell des grasenden lamms gezogen bis zum ende der traurigkeit sitze im summen der wünsche im wievielten frühling
gott. der wartende die suchenden zu empfangen sie irren durch die krause zeit in den endlosen zügen der gezogenen im leeren haus ihrer heimkehr. sitzt gott. der wartende
selig zu machen was verloren. was deiner harrte und opferte die eine hälfte des lebens angesammelt und aufgespart um einmal geteilt zu sein
ich mied die einsamen gärten die blüten, deren augen die seele durchbohren nicht sollte mich heimsuchen was verschenkt nicht trocknen die haut im duft der hoffnung
dunkel. der harfenakkord einschlag der wege im saum der ruhiggestellten herzen stummes leid summend. vergessene lieder
stand. ein baum. am steilen ufer schloss die augen seiner zweige zu sehen. wohin er gerufen sei entsinnend. am abend. am morgen. erkennend das nächste. steigend. über den kamm der düne
pfad. der dämmerung zu dem ausatmen des tages entgegen gelöscht. hoffnung und furcht vom wogen der träume überschwemmte zeit
siehst du nicht auch den lichten wald unserer jugend staub der röschen. zwischen den klammen zehen der klaglosen zukunft geteilte asche der palmzweige schatten. auf mondfarbener himmelshaut
was hast du, mutter sind dir nicht trost die schönen geschöpfe vater, was siehst du wenn du so still. am fenster karg. wie die gegend deiner wünsche
mag nicht mehr lächeln mag nicht mehr trotzen der sorge bin aus dem zauber raschelnder blätter geschüttelt harre im ortlosen schauen. im tonlosen lauschen. verschlungen mein name. in meer und zeit
mehr raum. braucht jede liebe als platz hat die enge zeit mehr mut. muss aus der wurzel des todes wachsen zu wissen. des sterbens größtes wagnis
du. rufe ich. du. kehre dich um. kehre mich heim zu den schatten. über die hinzieht ein mond ungesehen. hinter den grauen tüchern. die von den gewölben fallen auf die verödeten wege. du ziehe weiter. nimm meinen namen mit. in den neuen tag
[wakas von liebe und trauer | für einen nahen freund. fern]
bald um. ist der tag ist bald um mein träumen gegangen wegrand und ufer. wo immer ich sei steh‘ dort. ein schwacher halm. beim reglosen stein in der stille des versprechens
Zeit und die Glocke begruben den Tag. Fort zog Sonne, mit dem Gewölk, so zag. Kehrt sich uns zu die Sonnenblume, wird die Waldrebe straucheln, uns zugeneigt; ranken und reifen, oder mag sie nur klammern und klingen?
Sticht der Eibenfinger, schleichend gekräuselt auf uns hernieder? Nachdem des Eisvogels Schwingen erwiderten Feuer mit Feuer, schweigend, still wie das Licht im reglosen Zentrum der kreisenden Welt.
wohin sich treiben lassen wohin vertrieben immer dem schmerz aus dem weg zu gehen statt an seinem verbranden ein ufer zu bauen den abendlich blauen ort eines wundervollen endes
steige noch nicht hinab zum tiefsten der heiligen worte furcht ist die zärtliche freundin dass unberührt bleibe das kostbarste und verborgen die empfindliche schönheit deines namens
wann begann die lange nacht die des herzens rede endete als sich spiegelten die geheimnisse in den erblindeten augen die das lichtlose meer geschaut
lass sie doch sein. wie die träumenden die durch die sage wandern. einer nicht endenden liebe so wund von ihren hoffnungen und fast ertaubt. flüstern sie: ANGESICHT aufgesucht. und daheim. in jeder seele. die sich hingab
ach. so verödete knospen ach. ein so trübes auge blickend auf alles. was nicht aufging was sich gewünscht, vergehen zu können dass es mische sein mattes summen in ein verwehendes weh
und wenn das licht entwichen suchen die schatten nach ihren trägern zu ziehen die schleppe an der noch haftet der duft der verheißung
dann. sei ein tag an dem du stehst. auf der schwelle. ungebeten auf einem fußbreiten steg zwischen stern und stern. zwischen ruf und widerhall im einsamen klang. des letzten schlags. der dunkelsten glocke
was sagte ich anderes. als: du was hieße es. ausgesprochen zu sein in der stimme des anderen. enthalten. in der stimmung des harrenden der seine wünsche kennt die schätze des unvollendeten. solange er schwieg
einer. von den vielen ausgesucht. für alle tage durch die zeit zu laufen. mit verborgenem herzen immer zu ziehen. wie wege um seine insel die kreise. um jede stunde
ja. die große liebe. die eine. vielleicht das uneingestandene licht im schattenreich der sommerlichen wälder die bänder des nebels am morgen aufzutrennen. mit den scheren der sagenden stimme
ich komme vom träumen nicht los so weit ich auch gehen und fliehen mag steht bei jedem abend am einen, lautlosen ufer: der liebe trauriges auge
die mageren schatten auf saftigem gras wartet nicht immer das ziel auf den suchenden? haucht sein kühles wort: wer nicht wandelt, wird nicht verwandelt
nicht das einzige leben das an unbekannter stelle einer langen reise verschwunden nicht der einzige tote der die welkende blüte seines namens zu den steinen legte die das kommen und gehen der gezeiten nicht schrecken muss
trauern darfst du. freund am bleibenden ufer. das ich verließ stehen darfst du bei der traurigkeit. mit der ich fortgezogen wurde doch: gehe heim in der freude der liebe und mit dem unauslöschlichen licht. meiner schritte. voraus
[lobe die edle küste. weit entfernt. im gebiet der seelen. vor unseren blicken. himmel der ewigen dämmerung. pforte des mondes. tausendfach wechselnd. bei jedem aufschlag. der augen. laufe los. wenn gefallen. das erste wort. wenn aus dem schlaf gelöst. und traumlos verwandelt ins echo]
wachsen die ufer den treibenden booten zu? frage nicht, freund. wo du mich finden kannst…
ich habe mir die Ohren verstopft. ich habe mir die Augen verklebt. die Herde ruft: wir wollen uns schlachten lassen. Ausgelassenes. kreuz und quer. Eingelassenes. Lot der vereisten Träne. des geschmolzenen Glases. ans Lichtlose die Spitze des Fingers zu halten. ans Gestein die Gedanken. dass es sich ihrer erbarme.
schaue dich um. schaue hinaus. hin und her. auf und ab. ohne weiterzukommen. langsam entfernt sich ein Boot. heißt: der sich zurückzog. der zusammenzuckte. als sich alles zusammenzog. da draußen. wo alle mitziehen. um nicht begraben zu sein. hier drinnen. lang sind die Zeitalter der Erwartungslosigkeit. der Erzählungen von den Ertrunkenen. denen die Klippen ins Herz sprangen. weil sich ein schlafendes Meer darin spiegelte.
hohes wiegendes silbern schimmerndes Gras. an den Tischen sitzen sich gegenüber die Vertrockneten und die Verbluteten. leise schnarchende baumelnde Köpfe. aufgeleint. auf die Schnur gezogen. dass die Zeit aus ihren Haaren tropfen kann. an- und abschwellend. ein Pfeifen. durch ihr Atmen hindurch. als finde Syrinx keinen Schlaf. wie der Mond. heute Nacht. hin- und hergeschubst. zwischen Wolken und Zweigen.
Glatze. und Glotze. die Netze aller Verstrickung. die unsozialen. Gebell und Geheul. Teufel und Hexen fressen sich auf. wollen am nächsten Morgen vom Jäger als Englein aus den Wänsten geschnitten werden. dass alles Beginnen nie ende. dass jeder fragend in seine Träume fällt. das Leben als fußbreite Passerella. über die sie eilen müssen mit zugekniffenen Augen. mit zugeknöpften Seelen. sie kommen von links und von rechts und stürzen in die Orchestergräben. in die Gruben der Schlangen. in ihren hölzernen Händen die Schallbecher to go. sehr rasch und duftlos zerstäubende Pollen. beim Aufschlag auf die versteinerten Saiten der Celli.
draußen am Fenster haften Gesichter. sie schauen hinein. sie wollen zu dir. um sich selbst zu betrachten. weil du die Gnade der Masken in deinen Händen hältst.
deine Gedanken fliegen hinaus. Flügelloser. jeden Morgen. und kehren heim. jeden Abend.
niemand sonst lebt auf der Insel. der noch das Ferne wünscht.
[was ich zu mir ziehe. was ich mir zuziehe. was ich zuziehe. | schließe die kisten mit den verwahrLosen. öffne den schickSaal. durch den ich ans ende gelange | wakas von liebe und trauer | neue Strophen]
mein haus steht dort wo die wege veröden wo die amseln und tauben schweigen du findest sein licht im warten auf eine antwort wenn deine sprache verlorengegangen sein wird
ich denke. und denke an all die namen und orte. die ich vergessen habe nicht stören mich mehr die kälte des abends und die einsamkeit am ende eines jeden tages stelle ich frische blumen in die vase
jetzt steht der wald in den kalkweißen wänden jetzt steht für immer offen die tür der tag wurde ins ferne verbracht in meinem schauen wohnt abend. allezeit
vor mir die lange nacht die erde unter meinen füßen hat sich gefügt der müdigkeit des himmels in den moment des versinkens fließt ab alles gewesene
wie vergessen eine noch brennende lampe im fenster als legte ein ferner geliebter den wegschweren kopf auf meine schulter. und einen guten gedanken in meinen schlummer
[finnhütte. exeunt urijah. finish. geometrie der entlassung. abdank/ur/kunde. liegekur. 7einhalb. jahre ferne | 7einhalb waka-variationen]
zwischen düne und kiefern das dreieck der vermessenheit weil – er. du. ich – einer zu viel weil – du. er – maßlos. in euren wünschen unter den veluxfenstern
wie einsam die insel sein kann in ihrer überlaufenheit in ihrer überspanntheit mit strand- und sand-gefühlen
insel der rauschenden laken der raschelnden haut an haut. wie vernäht mit den küssen. du. und er
ich. ist unsichtbar am ort der verbannung aller zeit zwischen pflicht und fluch[t] zwei wochen. sonntag
hütte. in der ich stimmlos atem an atem hefte wenn ihr euch – du. er – durch die vormittage vertuschelt bis die stunde der müden möwe schlägt
spräche ich finnisch. oder wie die feen die sich draußen im wacholder verheddert wäre doch jedes wort das ich sagte ein kämmen durch trockenes schilf
zwischen ende und abschied im dreieck der vergessenheit lasse ich mich vitruvisch strecken solange der weiteste himmel von allen sich zwängt durch das spitzdach
hinein. ins nurdachhaus. und sich spannt über grab und geduld