am rande des himmels der vereisten tränen fragende ufer der verlorenen blumen umgestoßene körbe ach. die rissigen hände der verlassenen ach. so tröstlichen regen auf die kalte erde fallen zu lassen
abschied. ohne abschied schwer. vom traum. das auge stein der zeit. der den brunnen nicht verlassen kann. in den er fiel schmerz. ohne schmerzen. gewickelt in die wege. die nicht gegangenen
was kommt auf dich zu? verlassener was nicht mehr kommt das atmen. das fernste. nahe bei deinem herzen die zeit. muss getrunken haben. die kühle luft der spätsommernächte aus den leeren gefäßen deiner verschweigung
wachte auf. mit der ersten amsel saß vor der offenen zeit hörte ruf und echo: wo bist du, wanderer, verlorengegangen wo ein junges gras die wege säumte
die blinden liefen hin und her zwischen den schattenlosen weiten siehst du nicht, um was sie baten aus den letzten blüten tropfe frühling bald
schon ist es spät. und dämm’rung färbt den saum einer hoffnung leer blieb ein garten doch nicht vergeblich waren die gabe des lichtes und das opfer des wassers
einsam. langsam den schmalen pfad zurück tiefer. länger die schatten der kiefern nicht ließen sich zertreten gedächtnis und schmerz
schweif deines schweigens stehst am ausgang am anfang unserer geschichte. immer nie ist satt die erinnerung ein gut gefüllter krug steht im regen. unter meinem fenster
warum ich hier sitze: damit ich mein denken dorthin schicken kann wo einer die stimme fängt bevor das echo ansetzt zum sprung dass ihr letzter ausklang falle. in ein fernes ohr
das ufer wartet unter dem müden schilf leuchten dir abschied und weiterfahrt zahllos bleiben gedanken zurück und die schatten des ungesagten schließe die augen zu halten die rasch verschwundene spur des bootes auf der wasserweite
tag für tag zog vorbei. erinnerungslos bitte für den wartenden. wanderer dass ihm zurückkehre. ein name wie nach langem winter die kurze blüte
fiel ins wasser ein stein wie auf mein herz der im abend verschwundene schatten hatte sammeln wollen das licht des schönen tages. vor dem schweren abschied
aus dem dunkel. ein blick wie ein windhauch im stillen roggenfeld wie ein wort ins ohr des schlafenden geflüstert wie ein schritt voran den uferpfad, die böschung entlang dem fluss des klaren quells zu folgen
staub. der sich auf deinen schatten legte darin die gedanken des müden zergingen mit den gefallenen worten unter der letzten dämmerung zu weben den saum der aufgelösten zeit
komme. wie du bist bleibe. die schattenlose zeit lass laub flüstern. lass uns schweigen ruhen die pfade, ruht auch das herz schaue: zwei wanderer sind wir. durch einen traum
wer warst du. wohin gelaufen. flug des windes flügel wie messer wann willst du sein. unbezwungen. unbegreiflich gewandert. ohne bewegung. immer vorbei am flachen atmen der erschöpften
späte stunde was kannst du erwarten die frage geht. die nacht ist ohne ufer das bisschen zeit. ist hier wo jemand atmet. einsam. den staub der fortgesandten
lausche. einer könnte rufen wache. dein irrendes herz zu finden mondlicht. im verödeten haus sagte nicht einer abschied brach sich der morgen nicht schon im gedanken der träne
die bäche schweigen so wenig wie die wälder zaudere ruhig. zu betreten diesen einen augenblick da schien es, als grüßten sich alle wanderer über die fernsten fernen hinweg
die straße so lange. wie der tag fremdheit und scham auf dem welkenden antlitz der zeit garten des abschieds. hortus memoriae wer die trauer nicht fürchtet
baute ein haus betrat es allein wie die kinder die mit den wünschen beladenen boote da gehen die gedanken hin und her und harren der stille vereister meere
zögerndes herz ewig können warten die wälder einsam wohnt der ängstliche ruhlos in unmöglicher hoffnung klingt in der tiefe ein verschlossenes lied
eng ist das haus meiner seele. zwiefalt ist das gesicht ihrer sprache schweif der vergessenen jahre über dem saum der vertrauten sehnsucht
traurige augen der mütter das letzte licht des tages im späten laub sie hocken stumm am rand der bald verschneiten wege und weben aus dem staub die schleier. die sich um ihre stillen wünsche legen
kühl sind die schatten unter deinen zweigen und einsam liegen zwischen ihnen die rastlosen gedanken. schaukelnd. hin und her unter dem kreisenden himmel
kam ein wind. sehr spät trug eine klage über das winterfeld wuchs ein gras über nacht hielt den duft des lichtes. im ersten tau saiten zwischen den halmen. hoffnung zu zupfen
wecke die schlafenden nicht schalte die lichter nicht ein lasse die siegel auf ihren augen ruhend. die gefrorene träne am ufergestein
weil wir einsam sind weil wir die häuser nicht verlassen weil wir in den mauern sind und in den hecken dem wesentlichen um uns herum
was es alles gab. was uns ausging. weil wir nicht ausgingen. die straßen fließen hinaus. und fort. wo die flügel wieder sichtbar werden. und hörbar die gesänge. aufgänge. unerreichbare. haarscharf am glück vorbei. steinschlag. des doppelten schicksals. des halbierten.
[Sonett, 64,28% | reine Hoffnung | Neigung der Waage]
die Szenen des Abschieds sind gut dokumentiert
die Gärten erwarten den Frühling, den Fröhling, der dort spaziert und seine Gedanken an gestern verliert sie warten auf die frisch Verliebten, auf die zärtlich Ungeübten, die auf ihren Schatten liegen, mit Krokuslippen und Augen von Tausendschön, die Sanftes sich flüstern, ohne zu lügen z.B.: wir werden uns morgen wiedersehn
dein blick hängt schlaff über reglosem wasser weidenlaub schlafend über den sternen im see versunken. wie steine
dein blick hängt schaukelnde anker verwaister boote verwester träume gewölle immer deine frage: wer geht mit mir — fort
fern — dein himmel. der schlingengrund der schlangen häute. und netze aus silbernem garn wunder des spiegels, über den jeder zweifler laufen kann wie jeder fromme über die klamm wenn dort sein blick hängt
Knospen. zahllose. leise schaukelnde Zweige über den Gräbern.
endlos. die Ermüdungen. der Tag der weißen Blüte brach an, des Lichtes, das in die Boote fiel. die Zeit rutschte die Dünen hinab. die Schatten wandern nicht mehr.
[durch Mark und Bein. die Kälte. Hütte nahe des Flusses. Orte, an denen das neue Jahr erst im Frühling… Wegesränder. wissen um das Verschwundene. was fort ist. was da war. was nicht bleiben konnte. weil sich das Dunkel breitete. auf den Wassern… Farben der Stimmen. zwischen Weiß und Dämmerung. bronzen. Hügel ohne Namen. im Trost des Morgennebels… erwarte nichts, wenn du ans Ufer trittst]
zeig mir ein Schönes das Atmen einer Schneenacht zur Mondzeit. den schlafenden See sing mir ein And’res wenn sich der Klang des Windes verliert
Schmerz einer Drehung | letztes Schauen | während das Schicksal gewrungen und geschleudert || Reinigung von seiner Irrsal | durch die endlosen Tunnel | der einsam schlafenden Schlange
der Winter wartet auf die Verlassenen die ohne Trauer sind die in ihren Schatten warfen den Nachhall eines zerschlagenen Lebens
Frühlingsgedanke | im späten Herbst
ihr kleinen Blätter fallt doch auf unsere Füße fällt doch das Licht des Ufers zwischen die Schritte dass unsere Augen Knospen seien
zerrende Zeit | Wolken wie ziehende Herden | Abdruck des Engels | Nachtkuss auf dem Gestein | des Bittenden Auge
dein letzter Blick zum Abschied geschnürte Schuhe
alle Wege führen fort aus der Luft des blühenden Jahres hinaus aufs stille Meer wo sich mit spätem Licht mischt ein Staub und wie zu stehen scheint auf einem fernen Odem