Knospen. zahllose. leise schaukelnde Zweige über den Gräbern.
endlos. die Ermüdungen. der Tag der weißen Blüte brach an, des Lichtes, das in die Boote fiel. die Zeit rutschte die Dünen hinab. die Schatten wandern nicht mehr.
das Leben [nicht zu] einfach machen nicht zu im Klang von Wind und Regen
am Rand des Steges sitzt das Kind und zählt die Fische und gibt den Sternen Namen wenn es sich schlafen legt
es kennt nicht die Furcht vor dem Staube und sieht sich hissen die Segel einsamer Boote zuzusteuern dem Ferneren der mütterlichen Liebe Fesseln zu entkommen und eines Tages aus den Augen sich den Sand zu waschen nach langer Wanderschaft
heilend nun dem Tode zugewandt wenn mancher Liebe Schmerz durchschritten wenn eines Lebens Hoffnung die gegangnen Wege säumt und wenn es endlich von der Stille in den Wunden, in den Wundern träumt
die Sehnsucht schießt ins Kraut in diesen grauen Tagen. wie Frühlingswiesen. die Luft möchte tauen mit den Kinderstimmen. auf einem schlafenden Meer. das nichts von seiner Tiefe weiß. und der Sand seiner Küsten wie die Stirn, hinter der das Vergessene lauert. darüber Felsen, an denen der Himmel zerbrach.
aus allen Schloten steigt der Irrtum. und mischt sich mit dem Atmen der Engel. die ihre Stimmen wund gesungen haben.
frei. in jedem Augenblick. still. aber nicht klanglos. in der Klarheit der Erinnerungslosen. das schlafende Leben in allen Dingen. ungetrennt vom Traum. ununterbrochen in der Idee des Anfangs. im Glauben, dass alles geschehen kann. auch das Gegenteil.
keine Furcht. keine Helden. keine Opfer. und wenn das Licht sich dreht, geht es weiter in aller Ruhe. am schönen Wasser entlang. und es entsteht eine Lust. hinüberzulaufen. und eine Gewissheit, dass dies gelingen kann. ohne nasse Füße zu bekommen.
der Rand ist die Mitte. so hat sie überall Platz. da ist viel von dem, was etwas sein kann. und viele sind da, die jemanden zu sich rufen. der Tod teilt sich mit. und das Leben breitet sich aus. ein erster Klang fällt durch die Leere der frühen Luft. und will sich nicht aufhalten in seiner Einsamkeit. weitere Klänge werden ihm folgen. und das Nichts in die Farbigkeit der Dämmerungen heben. im Moment des Verhallens. wenn der Zeit nicht mehr zu entkommen ist.
[durch Mark und Bein. die Kälte. Hütte nahe des Flusses. Orte, an denen das neue Jahr erst im Frühling… Wegesränder. wissen um das Verschwundene. was fort ist. was da war. was nicht bleiben konnte. weil sich das Dunkel breitete. auf den Wassern… Farben der Stimmen. zwischen Weiß und Dämmerung. bronzen. Hügel ohne Namen. im Trost des Morgennebels… erwarte nichts, wenn du ans Ufer trittst]
zeig mir ein Schönes das Atmen einer Schneenacht zur Mondzeit. den schlafenden See sing mir ein And’res wenn sich der Klang des Windes verliert
nicht einsam verenden nicht einsam an den Enden haften was warf die Wolke herab nicht die Netze um in die Zeit zurückzuspringen nicht den Staub ferner Träume den sich ein Engel von seinen Flügeln schlug
Schmerz einer Drehung | letztes Schauen | während das Schicksal gewrungen und geschleudert || Reinigung von seiner Irrsal | durch die endlosen Tunnel | der einsam schlafenden Schlange
der Winter wartet auf die Verlassenen die ohne Trauer sind die in ihren Schatten warfen den Nachhall eines zerschlagenen Lebens
Frühlingsgedanke | im späten Herbst
ihr kleinen Blätter fallt doch auf unsere Füße fällt doch das Licht des Ufers zwischen die Schritte dass unsere Augen Knospen seien
die Stimme die stumme in sandiger Hülle entlang der Scheiden zwischen Meer und Land unterwegs mit den Winden mal Flosse mal Flügel die Lider gelöst die Blicke gefallen durch ihren Sang gegen die Wogen ihr flüchtiges Schwingen einsam und fern