
bleib‘ doch stehen
in deinen Träumen. dann und wann.
Kreuze. Hoffnungen. aufgestellt –
Setzlinge an den felsigen Kanten der Zeit.
Ab- und Durchbruch –
Wunde. Erwachen
Lyrik|Essays|Kritik

bleib‘ doch stehen
in deinen Träumen. dann und wann.
Kreuze. Hoffnungen. aufgestellt –
Setzlinge an den felsigen Kanten der Zeit.
Ab- und Durchbruch –
Wunde. Erwachen

es gibt jene, die gehen fort | und jene, die bleiben zurück || die einen suchen nach ihrem ort | die anderen nach ihrem blick

wer hielt dich | wer hielt dich wach | wer hielt die wache || schon zog der halbe tag vorbei | erwache herz | sieh was dahin | und durch gestein und stille brach
who kept you | who kept you awake | who kept watch || already half the day passed by | wake up my heart | and see what’s gone | and broke through rock and silence

welchen Fels | unter den Füßen
aber die Zweifel sind es | die mich weitertreiben
ich darf nicht vergessen | zu lächeln | sollte mir jemand begegnen
weiß ich doch | wie es endet | in der Erstarrung | und wo die Gassen und Pfade noch enger werden | und warum den Häusern kein Laut mehr entkommt
hier kann ich nicht bleiben | das Dort sucht nach mir | in seiner Einsamkeit
spät | ist immer die Zeit | dem Wartenden
bis die Glocke | nicht mehr zu hören ist

weh. so still das Jahr.
ach. allein an milden Tagen.
wehe. Wind. durchs Haar…
…trag‘ mich nimmer fort
sollst den Fernen nicht beklagen –
find’st ein ander Ort.
Olde Shepherd’s Song
woe. silence all year.
alas. alone on days so mild.
blow. wind. through my hair…
…never carry me away
shouldst not mourn thy missing child –
hast thy place to stay.