chor: der unbehelligten
zu gast: im durchgangs.stadl

gestern
kamen welche an
irgendwelche
von irgendwoher
das ist
auch nicht mehr
als nirgends
darum
sind sie niemand
denn jemand ist
wer einen ort hat
sie lungern
in unterführungen
sie murmeln
irgendetwas
sie gingen wohl fort
weil ihnen
unwohl war
sie kamen an
die verkommenen
doch sie sollen nicht denken
dass sie
angekommene sind
hier bleibt niemand
der nicht schon
jemand ist
und niemand
der noch
jemand werden möchte
hier
ist schon alles voll
sie wünschten sich
das ende der fremde
aber die
ist hier
noch lange nicht vorbei
hier ist
die zone des durchzugs
zügig weiter bitte
sie werden
etwas anderes finden
etwas
das nicht ihres ist
aber besser passt
sie sehen
halbwegs frisch aus
nicht zu mager
sie haben zeit
weiterzusuchen
sie sollen dorthin gehen
wo andere fremde sind
dort
versteht man sie besser
jeder ist doch
weniger fremd
unter seinesgleichen
da
wo auch immer
ist ein anfang
wahrscheinlicher
für die verendeten
was wollen
die vertriebenen
in den gärten
des zeitvertreibs
wir hören
immer nur geheul
tränen
werden uns
vor die füße geschüttet
augen
haben wir
nicht gesehen
es heißt
sie kommen von weit her
wir rufen zurück
dann macht es ihnen nichts aus
noch weiter zu irren
die irren
die straßen
sind lang
die orte
fern
ins irgendwann gefallen
aber doch bitte
nicht hier
unter die ungestörten
die genügsamen
jene
denen die heimat genügte
wer will schon
ein ziel erreichen
der sich
auf die flucht begab
nein
die augen
sind immer größer
als das erschaubare
sie verließen
die gefilde
wo sie noch
jemand waren
wurden im zug
zu irgendwelchen
gespenster
in der weite
denen der morgen
nicht werden kann
zur schattenwohnung