[lobe die edle küste. weit entfernt. im gebiet der seelen. vor unseren blicken. himmel der ewigen dämmerung. pforte des mondes. tausendfach wechselnd. bei jedem aufschlag. der augen. laufe los. wenn gefallen. das erste wort. wenn aus dem schlaf gelöst. und traumlos verwandelt ins echo]
wachsen die ufer den treibenden booten zu? frage nicht, freund. wo du mich finden kannst…
ich habe mir die Ohren verstopft. ich habe mir die Augen verklebt. die Herde ruft: wir wollen uns schlachten lassen. Ausgelassenes. kreuz und quer. Eingelassenes. Lot der vereisten Träne. des geschmolzenen Glases. ans Lichtlose die Spitze des Fingers zu halten. ans Gestein die Gedanken. dass es sich ihrer erbarme.
schaue dich um. schaue hinaus. hin und her. auf und ab. ohne weiterzukommen. langsam entfernt sich ein Boot. heißt: der sich zurückzog. der zusammenzuckte. als sich alles zusammenzog. da draußen. wo alle mitziehen. um nicht begraben zu sein. hier drinnen. lang sind die Zeitalter der Erwartungslosigkeit. der Erzählungen von den Ertrunkenen. denen die Klippen ins Herz sprangen. weil sich ein schlafendes Meer darin spiegelte.
hohes wiegendes silbern schimmerndes Gras. an den Tischen sitzen sich gegenüber die Vertrockneten und die Verbluteten. leise schnarchende baumelnde Köpfe. aufgeleint. auf die Schnur gezogen. dass die Zeit aus ihren Haaren tropfen kann. an- und abschwellend. ein Pfeifen. durch ihr Atmen hindurch. als finde Syrinx keinen Schlaf. wie der Mond. heute Nacht. hin- und hergeschubst. zwischen Wolken und Zweigen.
Glatze. und Glotze. die Netze aller Verstrickung. die unsozialen. Gebell und Geheul. Teufel und Hexen fressen sich auf. wollen am nächsten Morgen vom Jäger als Englein aus den Wänsten geschnitten werden. dass alles Beginnen nie ende. dass jeder fragend in seine Träume fällt. das Leben als fußbreite Passerella. über die sie eilen müssen mit zugekniffenen Augen. mit zugeknöpften Seelen. sie kommen von links und von rechts und stürzen in die Orchestergräben. in die Gruben der Schlangen. in ihren hölzernen Händen die Schallbecher to go. sehr rasch und duftlos zerstäubende Pollen. beim Aufschlag auf die versteinerten Saiten der Celli.
draußen am Fenster haften Gesichter. sie schauen hinein. sie wollen zu dir. um sich selbst zu betrachten. weil du die Gnade der Masken in deinen Händen hältst.
deine Gedanken fliegen hinaus. Flügelloser. jeden Morgen. und kehren heim. jeden Abend.
niemand sonst lebt auf der Insel. der noch das Ferne wünscht.
[was ich zu mir ziehe. was ich mir zuziehe. was ich zuziehe. | schließe die kisten mit den verwahrLosen. öffne den schickSaal. durch den ich ans ende gelange | wakas von liebe und trauer | neue Strophen]
mein haus steht dort wo die wege veröden wo die amseln und tauben schweigen du findest sein licht im warten auf eine antwort wenn deine sprache verlorengegangen sein wird
ich denke. und denke an all die namen und orte. die ich vergessen habe nicht stören mich mehr die kälte des abends und die einsamkeit am ende eines jeden tages stelle ich frische blumen in die vase
jetzt steht der wald in den kalkweißen wänden jetzt steht für immer offen die tür der tag wurde ins ferne verbracht in meinem schauen wohnt abend. allezeit
vor mir die lange nacht die erde unter meinen füßen hat sich gefügt der müdigkeit des himmels in den moment des versinkens fließt ab alles gewesene
wie vergessen eine noch brennende lampe im fenster als legte ein ferner geliebter den wegschweren kopf auf meine schulter. und einen guten gedanken in meinen schlummer
[finnhütte. exeunt urijah. finish. geometrie der entlassung. abdank/ur/kunde. liegekur. 7einhalb. jahre ferne | 7einhalb waka-variationen]
zwischen düne und kiefern das dreieck der vermessenheit weil – er. du. ich – einer zu viel weil – du. er – maßlos. in euren wünschen unter den veluxfenstern
wie einsam die insel sein kann in ihrer überlaufenheit in ihrer überspanntheit mit strand- und sand-gefühlen
insel der rauschenden laken der raschelnden haut an haut. wie vernäht mit den küssen. du. und er
ich. ist unsichtbar am ort der verbannung aller zeit zwischen pflicht und fluch[t] zwei wochen. sonntag
hütte. in der ich stimmlos atem an atem hefte wenn ihr euch – du. er – durch die vormittage vertuschelt bis die stunde der müden möwe schlägt
spräche ich finnisch. oder wie die feen die sich draußen im wacholder verheddert wäre doch jedes wort das ich sagte ein kämmen durch trockenes schilf
zwischen ende und abschied im dreieck der vergessenheit lasse ich mich vitruvisch strecken solange der weiteste himmel von allen sich zwängt durch das spitzdach
hinein. ins nurdachhaus. und sich spannt über grab und geduld
am rande des himmels der vereisten tränen fragende ufer der verlorenen blumen umgestoßene körbe ach. die rissigen hände der verlassenen ach. so tröstlichen regen auf die kalte erde fallen zu lassen
abschied. ohne abschied schwer. vom traum. das auge stein der zeit. der den brunnen nicht verlassen kann. in den er fiel schmerz. ohne schmerzen. gewickelt in die wege. die nicht gegangenen
was kommt auf dich zu? verlassener was nicht mehr kommt das atmen. das fernste. nahe bei deinem herzen die zeit. muss getrunken haben. die kühle luft der spätsommernächte aus den leeren gefäßen deiner verschweigung
ich sehne mich. zu sprechen von der sprachlos machenden angst von den bildern. die hinter meinen augen brennen
rote segel ziehen seltsame linien über den grauen spiegel des wassers und aus den wolken, in die sie stachen fallen, wie steine aus licht, die lose der hoffnung in die offenen gefäße der erinnerung
tropfen deiner blicke unserer augenblicke im trocknenden tau der zeit
wachte auf. mit der ersten amsel saß vor der offenen zeit hörte ruf und echo: wo bist du, wanderer, verlorengegangen wo ein junges gras die wege säumte
die blinden liefen hin und her zwischen den schattenlosen weiten siehst du nicht, um was sie baten aus den letzten blüten tropfe frühling bald
schon ist es spät. und dämm’rung färbt den saum einer hoffnung leer blieb ein garten doch nicht vergeblich waren die gabe des lichtes und das opfer des wassers
einsam. langsam den schmalen pfad zurück tiefer. länger die schatten der kiefern nicht ließen sich zertreten gedächtnis und schmerz
schweif deines schweigens stehst am ausgang am anfang unserer geschichte. immer nie ist satt die erinnerung ein gut gefüllter krug steht im regen. unter meinem fenster
warum ich hier sitze: damit ich mein denken dorthin schicken kann wo einer die stimme fängt bevor das echo ansetzt zum sprung dass ihr letzter ausklang falle. in ein fernes ohr
das ufer wartet unter dem müden schilf leuchten dir abschied und weiterfahrt zahllos bleiben gedanken zurück und die schatten des ungesagten schließe die augen zu halten die rasch verschwundene spur des bootes auf der wasserweite
tag für tag zog vorbei. erinnerungslos bitte für den wartenden. wanderer dass ihm zurückkehre. ein name wie nach langem winter die kurze blüte
fiel ins wasser ein stein wie auf mein herz der im abend verschwundene schatten hatte sammeln wollen das licht des schönen tages. vor dem schweren abschied
aus dem dunkel. ein blick wie ein windhauch im stillen roggenfeld wie ein wort ins ohr des schlafenden geflüstert wie ein schritt voran den uferpfad, die böschung entlang dem fluss des klaren quells zu folgen
staub. der sich auf deinen schatten legte darin die gedanken des müden zergingen mit den gefallenen worten unter der letzten dämmerung zu weben den saum der aufgelösten zeit
komme. wie du bist bleibe. die schattenlose zeit lass laub flüstern. lass uns schweigen ruhen die pfade, ruht auch das herz schaue: zwei wanderer sind wir. durch einen traum
wer warst du. wohin gelaufen. flug des windes flügel wie messer wann willst du sein. unbezwungen. unbegreiflich gewandert. ohne bewegung. immer vorbei am flachen atmen der erschöpften
späte stunde was kannst du erwarten die frage geht. die nacht ist ohne ufer das bisschen zeit. ist hier wo jemand atmet. einsam. den staub der fortgesandten
lausche. einer könnte rufen wache. dein irrendes herz zu finden mondlicht. im verödeten haus sagte nicht einer abschied brach sich der morgen nicht schon im gedanken der träne
die bäche schweigen so wenig wie die wälder zaudere ruhig. zu betreten diesen einen augenblick da schien es, als grüßten sich alle wanderer über die fernsten fernen hinweg
die straße so lange. wie der tag fremdheit und scham auf dem welkenden antlitz der zeit garten des abschieds. hortus memoriae wer die trauer nicht fürchtet
baute ein haus betrat es allein wie die kinder die mit den wünschen beladenen boote da gehen die gedanken hin und her und harren der stille vereister meere
zögerndes herz ewig können warten die wälder einsam wohnt der ängstliche ruhlos in unmöglicher hoffnung klingt in der tiefe ein verschlossenes lied
eng ist das haus meiner seele. zwiefalt ist das gesicht ihrer sprache schweif der vergessenen jahre über dem saum der vertrauten sehnsucht
traurige augen der mütter das letzte licht des tages im späten laub sie hocken stumm am rand der bald verschneiten wege und weben aus dem staub die schleier. die sich um ihre stillen wünsche legen
kühl sind die schatten unter deinen zweigen und einsam liegen zwischen ihnen die rastlosen gedanken. schaukelnd. hin und her unter dem kreisenden himmel
kam ein wind. sehr spät trug eine klage über das winterfeld wuchs ein gras über nacht hielt den duft des lichtes. im ersten tau saiten zwischen den halmen. hoffnung zu zupfen
wecke die schlafenden nicht schalte die lichter nicht ein lasse die siegel auf ihren augen ruhend. die gefrorene träne am ufergestein