Werkstatt VIII [Vierte Elegie | im Vorsprung zur Zehnten]

[Sonett, 64,28% | reine Hoffnung | Neigung der Waage]

die Szenen des Abschieds sind gut dokumentiert

die Gärten erwarten den Frühling, den Fröhling, der dort spaziert
und seine Gedanken an gestern verliert
sie warten auf die frisch Verliebten,
auf die zärtlich Ungeübten,
die auf ihren Schatten liegen,
mit Krokuslippen und Augen von Tausendschön,
die Sanftes sich flüstern, ohne zu lügen
z.B.: wir werden uns morgen wiedersehn

[3 Waka-Variationen | Froschklappen. Fallleitung. Schmerz. im Überlauf. Staubfluss. vorletzte Waschung]

dein blick hängt
schlaff über reglosem wasser
weidenlaub
schlafend über den sternen
im see versunken. wie steine

dein blick hängt
schaukelnde anker verwaister boote
verwester träume gewölle
immer deine frage:
wer geht mit mir —
fort

fern —
dein himmel. der schlingengrund
der schlangen häute. und netze aus silbernem garn
wunder des spiegels, über den jeder zweifler laufen kann
wie jeder fromme über die klamm
wenn dort sein blick hängt

wenn er ihn fängt

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