
komm‘ doch her
es ist schon spät
lass uns nicht böse träumen
wir schleichen uns durch den Mauerspalt
und atmen ohne Angst
auf der anderen Seite des Gartens
[…]
nimm mich mit
in den kurzen Frühling
höre das Vöglein
am einsamen Ufer
Herbste und Winter
lang
[…]
sie wissen Bescheid
die Ersten verlassen die Häuser
draußen wird es hell
die Körper hungern
nach Umarmungen
sie eilen über die Flure
die Treppen hinunter
rufen sich zu
was sie gehört haben wollen
Vieles
will man gesehen haben
Wunden
Geröll
schlafende Kinder
[…]
hast du etwas gehört
komm‘
wir gehen zu den Feldern
gleich
geht die Sonne auf
komm‘
wir gehen zum Ufer
und steigen auf
wie Stare aus dem Schilf
[…]
wohin
der Klang
als wir so weit entfernt
erstickte Klage
unter den Wunden des Landes
Spuren der Schnecken
als ob sie aus letztem Loch
die alten Lieder pfiffen
sie ziehen durchs hohle Holz
wie der Wind
[…]
fremd die Toten
die aus den Häusern getragen werden
doch jung ist das Jahr
und Keinem fällt’s auf
[…]
war müde
ging ein Stück entlang am Wiesenrand
bis das Vergessene wiederkehrte
ging hindurch
unter der Stille
verlassener Nester
[…]