
XXII
[…]
man lässt sie gerne allein
damit sie ihre Gedanken
für sich behalten
denn niemand wünscht sich die Überraschung
einer bedeutenden Mitteilung
alle haben die Möglichkeit
in ihre Spiegel zu flüstern
bis ihr Atem Schleier legt
und ihr Erinnern Falten
über die breiten Gesichter
[…]
das Freundliche bleibt das Befremdliche
also schätzt jeder die großen Bögen
und zieht betäubt seine weiteren Kreise
sehr höflich die Begegnungen zu vermeiden
und heimzukehren ohne Erwartungen
denn das Gewicht des Himmels
soll nicht größer sein
als die eigene Angst
XXIII
was drehst du am Rad
als ob die Zeit ihm gehorchte
[…]
vielleicht gar
ist der Tod noch nicht
das Ende der Schönheit
vielleicht ja sogar
der Anfang
oder der Neubeginn
eines Verlangens nach ihr