allem Abschied voran [I]

ging hervor aus einem Glück
schlief noch
als der Frühling lang vorbei
spiegelte Ferne in den Augen
wähnte weit die Welt
wünschte die Wachheit nicht

[…]

was sah da auf
und fragte
wo ist mein Tod

so begann die Suche
nach dem Tag der Heimat
und zog das Grau der Zeit
durch eine seltsame Stimme

und wusch das Licht aus
im wellenlosen Wasser

[…]

jetzt müsste noch Morgen sein
jetzt kann noch alles geschehen
was sich denken lässt
jetzt wird noch nicht gestorben
jetzt klingt die Stille über dem Nichts
wie ein Sang der Mütter
abends an den Wiegen

[…]

wo ist die Grenze
wenn Klang folgt auf Klang
und Welle auf Welle

wo sind
die Orte der Ankunft
die Orte der Bleibe
die allem Abschied vorangingen

[…]

fast schon war die Suche beendet
eben noch war das Ufer zu sehen
immer wieder tauchten die Inseln auf aus den Nebeln
immer wieder sandten sie einen Ton in die Nacht
einen Boten der künftigen Freiheit
immer wieder hatte die Sehnsucht sich zu Ende erzählt
immer wieder der Schlaf der Erschöpften
als ob nie ein Erwachen
als ob immer Morgen und Schlummer
als ob kein Ort um das Träumen herum

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