wo ist dein grab im sand verlorener schatten aus deinem letzten blick wachsender zweig. ein baum vielleicht in 7 jahren mit flammenden blüten im frühjahr. und bangenden früchten im herbst
wohin drehte sich der wind und schlug das wasser der klage ins gestein und kämmte die samen aus der mürben erde gingst du ihm nicht entgegen? mit einem steten rufen: wehe. hoffnung
ach. das kristall deiner zukunft und der bleibende einschluss des schütteren das gebrochene licht. verwandelt zum schmerz weil die schwelle der zeit überschritten sein muss
liebe aus deinem traum entlassen gehoben. aus den angeln der türen nachdem durch die augen floss ein rohes licht zurück. aus der wildnis. ruft uns der tod. ruft uns zu: jetzt
ein blick nur und ein ganzes leben wird auf neue wege geschickt nicht trübe ihn der staub der zeit noch sei er steinern in der gewöhnung oder boshaft in falschen wünschen
sag mir nicht ende und ziel sage mir anbruch des tages. und schritte auf vielleicht verschlungenen wegen reiße die starre. aus meiner seele
es kann die hütte nicht verborgen sein die auf den dünen stand die erste welt wohnte in ihr und noch die letzte wird nach ihr suchen in den lichtlosen schluchten ohne widerhall
ohne widerhall. das heißt: ohne widerworte und alles sprechen: ein fernes absurdes denken und jede zunge: ein gefallenes blatt unter dem feuchten sand. nahe der glücklichen ufer an denen die zeit zur ruhe kommt
frei vom verlangen vom dulden gelöst. legt sich die gläserne seele des lichtes in die stille der traumlosigkeit. auf die wunden der eine bleibende augenblick der überwundene
aus allem nachhall erreichst du dann die lautlose weite der winterlichen erde bei dir ist das wort. der zitternden luft wenn die landschaft deine seele noch einmal durchquert hat und der wanderer trägt durch deine träume das ziel
die deinen mögen denken: das zeitliche will noch klammern und zerren noch das mögliche. und ein jegliches unter ihnen zu widerstrebenden seiten hin doch auch sie stehen auf der schwelle vor einem letzten weg versöhnt mit dem vergangenen. vom künftigen gelöst
einmal wurde es abend ohne dass die nacht sich näherte einmal blieb unbewohnt das haus das einen tagbreit vor der brandung stand das seine wände blähte wie der boote flanken
die stimme. die sich entfernte die sich zurückließ. in der stummen gegend unseres erinnerns. mitten im winter. die flammenden zweige die fallenden früchte. zur dunkelsten zeit auf die erschöpfte erde der sehnsucht
derselbe himmel. frei vom durst der erde derselbe schatten wenn tief stand die sonne und weil kein anderer sich spannen ließ über alles verlorene
was nennst du umkehr? drehte sich nicht nur die zeit. um deinen schlaf? dann ist jetzt. und jetzt ist gleich sofern du erwachst. und auf den wänden sehen kannst woran du dich hättest erinnern können
hier kam er vorbei hier stand er und winkte nach. und weil er hier stand wird er hier immer stehen stein. unter den zweigen
wer warst du? wanderer dass die straßen trauern. und die wälder leerten ihre augen? was soll die winde ranken am mürben hauch der ausatmenden zeit. haltend den schatten des gegangenen. auf den verwitterten stufen seiner sehnsucht
[wo]
still. zwischen zwei wogen. zwei halben zügen eines geteilten atems noch unentdeckt. im dichten gezweig deiner klänge. den anfang erinnernd. der wartende auf die erste frage. vor dem letzten aufbruch
[wann]
an einem morgen. eines noch langen tages wissend. dass noch genug zeit wäre. und schauend. auf den weg der durch den garten ins haus führte wie auf alle wege. die du einmal gekommen warst
ehe die letzten jahre nahen will ich mich aufmachen und ihn bitten: lehre mich doch aus allen wunden ein jegliches zu tun mit liebe
wundere mich über die geduld der dürren erde die zitternde stimme der wolke die milde sprache deines verschlossenen herzens ein dunkles erinnern zu tragen zum ufer der dämmerung
in jedem offenen feld nicht so bald schon die hände an der haut des himmels orte des abschieds. von wo der nächste tag über das wasser des anfangs ruft
dunkel sagt uns. wenn wir stehen vor der nacht dunkel die stunde. wenn die bitte um licht ihren anfang sagt. in den leeren räumen die sich füllen lassen. vom sanften streif der den tag hob. über die mauern und dächer
was aber sagt die einsame seele zu sich selbst wenn sich das sternenlose zelt um sie wickelt wann jemals sollte sie rufen nach ihrer stimme widerhall wann opfern dem liebsten ihren schatten
wollte sie nicht – fallender tropfen ins graue meer – mit sich nehmen das kurze zwinkern des wenigen lichtes. das sich tragen ließ in ihrem gläsernen herzen
und wessen soll dann des dunkels sein von dem manche sagen werden es hätte sie ausgelöscht. die unauslöschliche nur weil sie schweigt die stille schwester der nacht
sie wusste. welches licht die pfade hätte aufschließen können lachend. voraus den einsamen schritten glücklich. fast. und schließlich dem abschied voran dem traurigen bruder eines jeden aufbruchs
räufelte fäden auf aus dem fell des grasenden lamms gezogen bis zum ende der traurigkeit sitze im summen der wünsche im wievielten frühling
gott. der wartende die suchenden zu empfangen sie irren durch die krause zeit in den endlosen zügen der gezogenen im leeren haus ihrer heimkehr. sitzt gott. der wartende
selig zu machen was verloren. was deiner harrte und opferte die eine hälfte des lebens angesammelt und aufgespart um einmal geteilt zu sein
ich mied die einsamen gärten die blüten, deren augen die seele durchbohren nicht sollte mich heimsuchen was verschenkt nicht trocknen die haut im duft der hoffnung
dunkel. der harfenakkord einschlag der wege im saum der ruhiggestellten herzen stummes leid summend. vergessene lieder
stand. ein baum. am steilen ufer schloss die augen seiner zweige zu sehen. wohin er gerufen sei entsinnend. am abend. am morgen. erkennend das nächste. steigend. über den kamm der düne
pfad. der dämmerung zu dem ausatmen des tages entgegen gelöscht. hoffnung und furcht vom wogen der träume überschwemmte zeit
siehst du nicht auch den lichten wald unserer jugend staub der röschen. zwischen den klammen zehen der klaglosen zukunft geteilte asche der palmzweige schatten. auf mondfarbener himmelshaut
was hast du, mutter sind dir nicht trost die schönen geschöpfe vater, was siehst du wenn du so still. am fenster karg. wie die gegend deiner wünsche
mag nicht mehr lächeln mag nicht mehr trotzen der sorge bin aus dem zauber raschelnder blätter geschüttelt harre im ortlosen schauen. im tonlosen lauschen. verschlungen mein name. in meer und zeit
mehr raum. braucht jede liebe als platz hat die enge zeit mehr mut. muss aus der wurzel des todes wachsen zu wissen. des sterbens größtes wagnis
du. rufe ich. du. kehre dich um. kehre mich heim zu den schatten. über die hinzieht ein mond ungesehen. hinter den grauen tüchern. die von den gewölben fallen auf die verödeten wege. du ziehe weiter. nimm meinen namen mit. in den neuen tag
[wakas von liebe und trauer | für einen nahen freund. fern]
bald um. ist der tag ist bald um mein träumen gegangen wegrand und ufer. wo immer ich sei steh‘ dort. ein schwacher halm. beim reglosen stein in der stille des versprechens
wohin sich treiben lassen wohin vertrieben immer dem schmerz aus dem weg zu gehen statt an seinem verbranden ein ufer zu bauen den abendlich blauen ort eines wundervollen endes
steige noch nicht hinab zum tiefsten der heiligen worte furcht ist die zärtliche freundin dass unberührt bleibe das kostbarste und verborgen die empfindliche schönheit deines namens
wann begann die lange nacht die des herzens rede endete als sich spiegelten die geheimnisse in den erblindeten augen die das lichtlose meer geschaut
lass sie doch sein. wie die träumenden die durch die sage wandern. einer nicht endenden liebe so wund von ihren hoffnungen und fast ertaubt. flüstern sie: ANGESICHT aufgesucht. und daheim. in jeder seele. die sich hingab
ach. so verödete knospen ach. ein so trübes auge blickend auf alles. was nicht aufging was sich gewünscht, vergehen zu können dass es mische sein mattes summen in ein verwehendes weh
und wenn das licht entwichen suchen die schatten nach ihren trägern zu ziehen die schleppe an der noch haftet der duft der verheißung
dann. sei ein tag an dem du stehst. auf der schwelle. ungebeten auf einem fußbreiten steg zwischen stern und stern. zwischen ruf und widerhall im einsamen klang. des letzten schlags. der dunkelsten glocke
was sagte ich anderes. als: du was hieße es. ausgesprochen zu sein in der stimme des anderen. enthalten. in der stimmung des harrenden der seine wünsche kennt die schätze des unvollendeten. solange er schwieg
einer. von den vielen ausgesucht. für alle tage durch die zeit zu laufen. mit verborgenem herzen immer zu ziehen. wie wege um seine insel die kreise. um jede stunde
ja. die große liebe. die eine. vielleicht das uneingestandene licht im schattenreich der sommerlichen wälder die bänder des nebels am morgen aufzutrennen. mit den scheren der sagenden stimme
ich komme vom träumen nicht los so weit ich auch gehen und fliehen mag steht bei jedem abend am einen, lautlosen ufer: der liebe trauriges auge
die mageren schatten auf saftigem gras wartet nicht immer das ziel auf den suchenden? haucht sein kühles wort: wer nicht wandelt, wird nicht verwandelt
nicht das einzige leben das an unbekannter stelle einer langen reise verschwunden nicht der einzige tote der die welkende blüte seines namens zu den steinen legte die das kommen und gehen der gezeiten nicht schrecken muss
trauern darfst du. freund am bleibenden ufer. das ich verließ stehen darfst du bei der traurigkeit. mit der ich fortgezogen wurde doch: gehe heim in der freude der liebe und mit dem unauslöschlichen licht. meiner schritte. voraus
[was ich zu mir ziehe. was ich mir zuziehe. was ich zuziehe. | schließe die kisten mit den verwahrLosen. öffne den schickSaal. durch den ich ans ende gelange | wakas von liebe und trauer | neue Strophen]
mein haus steht dort wo die wege veröden wo die amseln und tauben schweigen du findest sein licht im warten auf eine antwort wenn deine sprache verlorengegangen sein wird
ich denke. und denke an all die namen und orte. die ich vergessen habe nicht stören mich mehr die kälte des abends und die einsamkeit am ende eines jeden tages stelle ich frische blumen in die vase
jetzt steht der wald in den kalkweißen wänden jetzt steht für immer offen die tür der tag wurde ins ferne verbracht in meinem schauen wohnt abend. allezeit
vor mir die lange nacht die erde unter meinen füßen hat sich gefügt der müdigkeit des himmels in den moment des versinkens fließt ab alles gewesene
wie vergessen eine noch brennende lampe im fenster als legte ein ferner geliebter den wegschweren kopf auf meine schulter. und einen guten gedanken in meinen schlummer
[finnhütte. exeunt urijah. finish. geometrie der entlassung. abdank/ur/kunde. liegekur. 7einhalb. jahre ferne | 7einhalb waka-variationen]
zwischen düne und kiefern das dreieck der vermessenheit weil – er. du. ich – einer zu viel weil – du. er – maßlos. in euren wünschen unter den veluxfenstern
wie einsam die insel sein kann in ihrer überlaufenheit in ihrer überspanntheit mit strand- und sand-gefühlen
insel der rauschenden laken der raschelnden haut an haut. wie vernäht mit den küssen. du. und er
ich. ist unsichtbar am ort der verbannung aller zeit zwischen pflicht und fluch[t] zwei wochen. sonntag
hütte. in der ich stimmlos atem an atem hefte wenn ihr euch – du. er – durch die vormittage vertuschelt bis die stunde der müden möwe schlägt
spräche ich finnisch. oder wie die feen die sich draußen im wacholder verheddert wäre doch jedes wort das ich sagte ein kämmen durch trockenes schilf
zwischen ende und abschied im dreieck der vergessenheit lasse ich mich vitruvisch strecken solange der weiteste himmel von allen sich zwängt durch das spitzdach
hinein. ins nurdachhaus. und sich spannt über grab und geduld
am rande des himmels der vereisten tränen fragende ufer der verlorenen blumen umgestoßene körbe ach. die rissigen hände der verlassenen ach. so tröstlichen regen auf die kalte erde fallen zu lassen
abschied. ohne abschied schwer. vom traum. das auge stein der zeit. der den brunnen nicht verlassen kann. in den er fiel schmerz. ohne schmerzen. gewickelt in die wege. die nicht gegangenen
was kommt auf dich zu? verlassener was nicht mehr kommt das atmen. das fernste. nahe bei deinem herzen die zeit. muss getrunken haben. die kühle luft der spätsommernächte aus den leeren gefäßen deiner verschweigung