
ferne Gewitter | der Schöpfende schont sich nicht | im Klang seiner Einsamkeit
still. ruft sein Gehör | wuchs mir ein Zweig aus der Hand | Furcht. sinkendes Licht
ein Halm. gebrochen | Felsen: legt euer Schauen | auf des Windes Spur
Lyrik|Essays|Kritik

ferne Gewitter | der Schöpfende schont sich nicht | im Klang seiner Einsamkeit
still. ruft sein Gehör | wuchs mir ein Zweig aus der Hand | Furcht. sinkendes Licht
ein Halm. gebrochen | Felsen: legt euer Schauen | auf des Windes Spur

was stach dir ins Aug‘?
Nebel über den Ufern.
Spitze des Segels
das Schweigen. der Verlassenen
Fremde vor ihrem Schatten.
sammelnd die Früchte des Lichts
still. dein Augenblick.
Haut deiner Flügel aus Glas.
weht. draußen. ein Wind?

denk‘ an ein Gefühl | setz‘ ihm ein Bild entgegen | schließlich: Verwandlung

Rohrdommel im Schilf | ihr Ruf: Knospen im Gehör | des gleich Erwachenden

Freitag. kamst nicht heim. | wollte dich bekochen. sprachst: | wir sehnen uns am Mittwoch wieder.

aber als noch Wanderer war | ließ ich die Dinge ziehen | an mir vorbei

Schlag der Glocke. fiel | aus dem Licht des vollen Mondes | in ein trübes Wasser

anders ist der Fluss | den du verlässt, zurückzukehren | ans selbe Ufer.

dreh dich zur Mauer | wo der Wein rankt und dir sagt | wann wieder Frühling ist

dann. wenn du aufwachst: | Einsamkeit der kahlen Felder. | wie ein Traum. der Tag
then. when you wake up: | solitude of the bare fields. | like a dream. the day