
[…]
nur ein menschliches Gesicht
schauend in den geheimen Garten
zum ersten Mal
und es sieht an den Halmen und Zweigen
Tau wie Lichttropfen in den Wimpern des Geliebten
der noch schlafend neben ihm liegt
und trotz der ersten Zitronenfalter
die an diesem frühen Morgen schon zwischen den Hecken flattern
hat er nun für einen kurzen Moment das Gefühl einer fernen Trauer
und sieht sich und ihn dahingegangen ohne richtigen Abschied
angekommen an einem einsamen Ufer und wie dorthin verstoßen
und auf sein Gesicht fallen die Verse und Lieder
aber den Passanten ist es nur Laub des ziehenden Jahres auf nassem Gestein
und das Letzte was er hört
sind ihre hastigen Schritte
fast wie ein Plätschern des Baches
an dem sie beide zuletzt gesessen hatten