
Diese waka-Gedichte (1-7), bekannt auch unter der Bezeichnung Tanka (nach altjapanischem Vorbild), sind Teil des Gedichtzyklus‘ allem Abschied voran. Ab Waka 8 beginnt eine lose Sammlung dieser Gedichtform, die sämtlich auf älteren Notizen basieren oder immer wieder spontan entstehen, auf Reisen, nach interessanten Gesprächen, in Momenten der Zurückgezogenheit…
1
schlafende Amsel
auf dem kahlen Buchenast
Traum des Geliebten
der wulstige wunde Rest
des von Frost zerkauten Zweiges
2
worauf hast du Lust
jeder lässt sich jetzt treiben
niemand verpasst was
wir springen vom Steig auf den Steg
dazwischen ist es am schönsten
3
wirst wieder jung sein
mit einer anderen Liebe
wirst eine Ranke
um das Gestein. ums Gehäuse
im Jahr der Vergessenheit
4
erzähl‘ mir davon
wie dein Leben verblühte
mit deinen Worten
mit deinen Sängen reiße
mich fort ins Unverhoffte
5
wollte dir gehören
wollte deine Schöpfung sein
Nebel auf dem See
Irrlicht. darin gefangen
warte. dass dein Tag anbricht
6
er ging ohne Ton
zur Blendung eisiger Stille.
immer. ist Dunkel.
auf seiner Seite das Licht.
verhallt. Lied seiner Heimkehr…
7
wohin fallen wir
oder steigt die Welt um uns
Schlinge der Arme
lassen nie voneinander
und nie von unserer Furcht
zum Gedichtzyklus allem Abschied voran
8
geh‘ nicht vorüber
Schauer heimlicher Liebe
ruf‘ dem Schatten zu
Landschaft. unwidersprochene
ziehender Tage Echo
9
das Atmen wird schwer
in den Kammern der Sehnsucht
nichts hört‘ ich von dir
weiß noch die Orte des Abschieds
und wo ich vergangen bin
10
zwitschernde Spatzen
auf so mattem Nachmittag
Stein eines Traumes
fiel ins plätschernde Wasser
flog mit den Fischen davon
11
Zug der Kraniche
über den Sommerfeldern…
Einer bleibt zurück,
mit den Füßen im Wasser —
am Ufer seiner Trauer.
12
wo blieb dein Name
Stein. Sprung ins kalte Wasser
delphisch ist sein Klang
vor der Stimme, die ausbleibt
in der Wandlungen Bleibe
13
Äste der Weiden
wippend über dem Wasser
schlagend in die Zeit
als wollten sie Ruder sein
die Insel ins Licht zu fahren
14
was sinnst du, Vater
Raum der lagernden Worte
wohin gerufen
Gefangener deiner Gärten
bleibe. dort. wo Dämmerung…
15
an dünnen Fäden
die Seele. wenn der Morgen naht
gezogen vom Licht
in Wolken gewickelt
aus feineren Stoffen genäht
16
Rückkehr der Bilder:
Schritte. die Flure auf und ab…
da hängen sie jetzt –
ihr Winken. ungesehen
ihr Klopfen. ungehört
17/18 (gespiegelt)
schließe die Bücher
aber: erzähle weiter
wohin es uns noch
verschlagen hätte. danach
wir waren noch nicht am Ende
wären nie dorthin gekommen
aber: wir wissen heute
was wir noch wollten
und an welchem Zweig wüchse
unser letzter Wunsch
19 [Variation | Vorhänge aus Staub]
für Vera Nemirova
durch Spalten. Sonne
hinter der Mauer ein schöner Tag.
drinnen: Vorhang aus Staub.
ich könnte die Sachen packen,
fortgehen durch die Landschaft. dahin.
bevor die Landschaft fortginge durch mich.
20 [allein. am Beginn des Winters]
Blumenfeuer. erloschen
von weißen Wänden verschluckt.
ihre Zärtlichkeit jetzt
in den Schatten kahler Zweige
vom Licht des Mondes gemalt
21
was stürzt in den Schlaf?
Laub, das im Fall zu Stein wird.
doch lautlos die Nacht.
dein Haus am Rand kahler Felder.
wo statt Schnee Asche niederging.
22 [Variation | Eumaios. hinter den Fenstern]
sanft diese Tage
Winterregen
schwer der Himmel vom letzten Jahr
kurz wie der Tag mein Schlaf
Traum vom Boot das das Licht trägt
an die trotzigen Ufer der Hoffnung
23 [Variation | halte still | deine großen Füße | kleinlich | die winzigen Steine zu zählen | zahllose | unter den Brandungen | … | in den Wind gebeugtes Dünengras | Scham | seiner sanften Finger]
denke nicht. dass du träumst
wie die ziehenden Vögel.
dein Herz. ihm zu folgen
und einer ferneren Zeit
die noch nicht vergangen ist
24 [Variation | nutritius | frostharte Furche | wollte nicht fallen | blieb allein | bis die Sonne | über den Hügeln | über den Dünen | wärmere Lippen | tiefere Freude | was dir erstarb | für reifere Frucht]
ein milderer Wind
drückt seine Hand in die Zweige
kann nicht mehr warten
auf das Schwingen der Saiten
[dein Aug‘] zwischen Blatt und Halm
25 [aus Kernower Elegien | Pendoggett |Variation | Fraß des Alls | über Nacht | halbe Inseln | übernachtet | Meer der Zeit | jetzt | nicht mehr | früher | am Fenster | die Streifen Regen | heute | noch nicht | in Staub verwandelt | später | aus leeren Händen | morgen | Flug der Möwe]
tot ist die Welt
wenn du dich nicht erinnerst
Augen wie Schatten welker Narzissen
unter dem Flattern der Tauben
Stein über dem Schlaf
26 [aus Kernower Elegien | weiter. lief die Zeit. das Unsrige liegt verlassen. doch es bleibt. das Unsrige. müssen nicht mehr wissen. was geschah. an jenem Tag. uns genügt ein Erinnern. an das einsame Haus. und das Rauschen des Schilfs. das in uns Wohnende. was die Liebe tat]
abends. Heimfahrt. allein.
an unterschiedliche Ufer.
zwischen uns: Winde.
über den Klippen: Wolken –
Zug der Himmlischen
auf gebrochenen Schwingen
27 [aus Kernower Elegien | Pendoggett | Kelter der Weine | betet]
hörst du das Atmen
der Schlafenden? Einsamer.
Wald voller Schatten.
Gärten in mondloser Nacht.
Mutter. Frucht deiner Klage.
Kinder. Furcht vor dem kommenden Tag.
28 [Eumaios. hinter den Fenstern | Variation |hat sich sehr verändert | in letzter Zeit | zu viel Vergangenheit | lauter dem Leben entzogene Verwandlungen | zieht jetzt aus | sieht jetzt aus, als wäre er zwischen zwei Stufen, zwischen zwei Stunden hängengeblieben | zuerst: kein Leben | dann: nur der Tod | erst ein langes Träumen | dann so kurz die Ewigkeit | kalte Haut | der einsamen Erde]
wer hat gerufen
Schatten der Wandernden
was sie durchzog
über den bangen Schritten
was in ihnen wuchs während des Schlafs
auf die Gesichter wartendes Wasser
29 [Variation | leich für einen engel | lay for an angel]
wer hielt dich
wer hielt dich wach
wer hielt die wache
schon zog der halbe tag vorbei
erwache herz
sieh was dahin
und durch gestein und stille brach
who kept you
who kept you awake
who kept watch
already half the day passed by
wake up my heart
and see what’s gone
and broke through rock and silence
30 [Variation | Intermedium | hast dir nicht mehr zu helfen gewusst | wolltest kein Neues mehr versuchen | legtest dich zwischen Nacht und Dämmern | Ufer zu sein für einen | der in die Zeit zurückkehren wollte | doch schlüge dein Herz erst dann | wenn er seine Hand darauf legte]
die süßen Gräser
auf den Gräbern der Namenlosen
sie klingen im Wind nicht anders
als jene, die auf den Dünen wachsen und
tranken vom Salzigen
zu den Texten der Sammlung Eumaios. hinter den Fenstern
31 [Variation || Fülle der Erde | Verborgenes | weil nicht gesprochen wird | über das Geträumte || Seele am Rande des Zeitlichen | auf dürrem Sand | über dem Dunkel | und in der Frage | wonach sie sich sehnen könnte | falls etwas wächst | aus den klanglosen Schächten | unterhalb des Schlafs]
wundersam gespannte Seile
gesetzt den Fall
es kreuzen Flüsse
den Weg des Ahnungslosen
und falls er nicht warten kann
auf das versprochene Floß
32 [Variation | bevor das Gras vergeht I]
wer hat uns gesagt
hinter uns läge das Meer
vor uns die Berge
und wir dazwischen auf Pfaden
so lang wie unser Schweigen
33 [Variation | bevor das Gras vergeht II]
rede doch nicht wie alle
von der Angemessenheit des Glücks
du sollst den Ort noch sehen
wo die grenzenlose Wanderung beginnt
über Grund und Abgrund
zu Gedichtzyklus bevor das Gras vergeht
34 [Variation | zuletzt gelächelt | wann | Wald | und Irrsal | Lichtung | die blendende | hüte die Worte | rede von Heimkehr | Schicksal | zur rechten Zeit | Schweif deiner Seele | über den Wunden | Lösung | des Überwundenen]
Schlaf. dem Gerechten
Ziehender. Halte nicht auf
über der Ödnis. den Mond
hast ihn versprochen. dem Freund
ein tagendes Ufer
35 [Variation | alles besser | als hier zu bleiben | lasse mich aufgeben | als schweigende Sendung | bis einmal käme die Zeit | einer unvermuteten Liebe | oder Apfelernte | verspätete]
was nützt dir die Zeit?
ortlos irrend. in Wünschen.
dort. halt dich nicht auf.
bringe dich auf die Wege.
von deiner Sehnsucht getrennt.
36 [Variation | Geschichte | n | unergründliche | Worte | x | -te | Versuchung | Strudel | Mangel an Fülle | ein fernes Auge | aufgepfropft | ein fremdes Gehör | Schütte der Seele | UferLos | dennoch | und dann noch | Gehäuse aus Klang | bis ein Licht | s- | mich gebrochen]
bleib‘ doch stehen
in deinen Träumen. dann und wann.
Kreuze. Hoffnungen. aufgestellt –
Setzlinge an den felsigen Kanten der Zeit.
Ab- und Durchbruch –
Wunde. Erwachen
37 [Variation | zerschmettertes Leben || die Späteren | wissen es besser | natürlich || Trampelpfade durch die Wiesen | Kleinkriege | von Garten zu Garten | bis sie kleingekriegt | bis einer angekrochen kommt | und auf die abgebrochene Warte steigt]
abends dann. Blick hinaus
ohne Gesicht. die Erledigten
Schlingen der Starre
allen ein gerechtes Entschwinden.
Rufe der Möwen –
springender Stein auf dem reglosen Wasser
38 [Variation | vor dem Anfang des Tages | Sorge || warte noch etwas länger | wenn du willst | schaue von draußen hinein | stehend in einem Moment der Vergangenheit | dem Künftigen sichtbar | wenn fortgegangen | gelöst im Schmerz | bis nicht mehr gespürt | unter dem Rückwurf des Schattens || so unbedeutend das Selbst | wie die Zeit | des Gähnens || nichts soll dich drängen | die papiernen Wände der Augenblicke zu halten mit brennenden Fingern | und dennoch zu finden | weil nicht nötig | die Suche | am Ende des Tages]
frage ihn nicht
wie er vertreiben konnte die Zeit
der hungrigen Ewigkeit
die Seele zuzubereiten
im luftlosen Spalt. das fließende Licht
Waka-Variationen 39 – 43 [Apódeipnon | Mecklenburgische Elegien | Zweiwochenpsalter]
versäumte Jahre.
Stunden. von Mattheit gesäumte.
auf Wind. warten die Inseln.
die Gärten. auf Regen.
und duftend nach Entgangenem. ein jeder Schatten.
Augenblick. einst.
reglos im Spalt des Lichtes.
und vergessen. fast.
Trübsal. und jedes wunde Wort.
das ins Dunkel tropft. darin die Zeit verschwindet.
warte nur ab.
Ufer der Wiederkehr.
sieh dir ins Auge.
seh‘. deiner Seele anderen Namen.
gestrandet. am Ort des Abschieds.
weit. wie der Tag.
Horizonte. ziehende.
mit allen Farben ins graue Meer.
weil Wolkenhimmel.
weil Schrecken. vergessener Blüte im Gras.
erloschen. dann.
haltlos in den Entfernungen.
doch falls sich öffnet. dein Herz.
leuchte. dem Liebsten.
der jede Nacht nach seinen Träumen sucht.
Waka-Variationen 44 – 51 [Mecklenburgische Elegien | Zweiwochenpsalter | Tagzeitenbuch | refugium meum | ἀντίφωνος | Doxologie | Kadenz]
und die Gespräche endeten.
als der Regen begann.
den Sang zu erinnern.
der dich vergessen ließ.
die Leere. als du heimgekehrt.
wie glücklich waren
die verwandelten Steine.
fremder Blüte Auge.
geh‘ nicht hinaus. schaue nur.
wer den Garten noch nicht verlassen.
um andrer Liebe willen.
Schatten der Flügel.
über den unruhigen Wassern.
Wohnung des Lichtes.
im Tau. was keiner Worte bedarf.
was wird erwartet?
Landschaften. ohne Grenzen…
Kind. das die Frage kennt.
wozu? die gefalteten Boote.
wie? erster Liebe Antlitz.
jeder Tag. ein letzter.
jede Stunde. die erste.
fremde Blüte. die dir zuruft:
sage doch. wer du bist.
wachtest an meiner Knospe Schlaf.
kahl. nun die Felder.
Fülle der Haine.
Früchte. prall von Gezeiten.
verlangend. den Fall.
wo die Wolken ziehen über das Hohe hinweg.
fern. deiner Heimat.
Hütte. nah bei den Ufern.
Stern. der dich entzündet.
reich in dem Wenigen.
reicht dir ein Blick. eine Gedanke.
Schweigsamer. Laufe nicht fort.
die Tür bleibe offen.
und unverhangen das Fenster.
alle Gaben der Stille.
jegliches. was ihm hinterlassen sei.
52 – 53 [Vorletztes Ufer | Spiegelung. verzerrt || Mecklenburgische Elegien | Zweiwochenpsalter]
Waldweg an langgezogenen Hängen
Duft des Sees
in den Zweigen der jungen Buche
Schatten der Heimkehr
auf dem Pfad vom Brunnen zur Schwelle
zur ersten Stufe der Treppe hinauf
da hättest du stehen sollen
in deinem Durst
in deiner Absicht
so klar wie das Wasser der Quelle
zu den Gedichten der Sammlung Mecklenburgische Elegien
53 [Variation || Buch der Sprüche || Gott | deine Müdigkeit | zu gähnen | als fräße man den ganzen langen Tag auf | … | die Sucht vergessen | die Sehnsucht | nicht zu wissen | was man sucht | und nicht spürt | was einen heimsucht | … | der Anfang | eine Bewegung | wenn alles still ist | Beginn | einer Nähe | zum Liebsten | zum Tod | zugleich | wenn der Klang der Vögel ganz anders | und der Glockenschlag wie ein kühler Wind über den Wellen | … | endlich zu begreifen | welche Schönheit ist | in der grundlosen Verliebtheit | … | man muss nicht viel wissen | aber dass man das einmal gewusst hat]
wer einige Zeit allein ist
ist sich nicht sicher
ob noch jemand kommt
wer lange Zeit allein war
ist frei von Erwartung
54 – 61 [Rostocker Liederbuch | Acht Waka-Variationen zur Neuinszenierung der Carmen am Volkstheater Rostock, September 2023]
I
Schicksal. Fall der Schöpfung.
Tag. an seinem Ende.
freie Wege. lichtlos.
Krüge voll Asche. in den Brunnen gegossen.
schöpfend ein Wasser. dem Unstillbaren.
II
verstecke dich. Blüte.
im Schatten der Kiefern.
warte noch ab das sattere Licht
nach dem Tag der verblutenden Möwe,
wenn das Meer ihren letzten Wunsch an die Küste gespült.
III
am Anfang. ein Blick.
Schweigen. am Ende.
Augen wie welkende Astern
im Gewölle der Zeiten,
wehend zwischen dem morschen Holz ihrer Lippen.
IV
aber der Tod. das ganze Leben.
aber die Liebe. das halbe Sterben.
da rieselt der Staub meiner Träume…
Leben: weil Liebe.
Lieben: weil Tod.
V
sagt nichts. das Meer ist tief.
in dem das Boot versank.
schweigt. dass es euch sage
von den Ertrunkenen.
und was sie hofften.
VI [vor den wartenden Booten]
Masken der Sehnsucht.
jede Seele sieht etwas anderes
hinter den Mauern.
jeder Name. Lodert
im bangenden Ufergras.
VII [Mais nous ne voyons pas la Carmencita! | sie kommen | sie gehen | die Zeit fließt dahin | nimm deine Fragen mit | für später einmal | die Stunde der scharfen Messer | sie schneiden auf | sie schneiden dich auf | in Scheiben | dein singendes Herz | darin ein einziges Lied: fort! fort!]
dunkel. deine Stimme
in ihr: deiner Klage Schatten
deiner Seele verlassenes Haus
dein Tanz. auf staubigen Stufen –
leicht wie ein Wind in den brennenden Flügeln
VIII [Lied von der Akazienblüte | dans la montagne | das Summen des wilden Kindes | versteckt | in dornigen Zweigen | wanderndes Leben | Schlingen der schwarzen Haare | unter offenem Himmel | Geheimnis | hinter den dunklen Augen | eisblauer Steine Verwandlung | in zitrusfarbenen Dolden | Sehnsucht | der Winde | in Richtung Là-bas]
hart liegt ihr Schatten
auf deiner wunden Seele
in des Sterbenden Hoffnung
Duft des verlängerten Frühlings
in ihrem Lächeln.
einsame Frage: wann kehrst du zurück?
zu den Gedichten des Zyklus Rostocker Liederbuch
62 [Frühlingsgedanke | im späten Herbst]
ihr kleinen Blätter
fallt doch auf unsere Füße
fällt doch das Licht des Ufers
zwischen die Schritte
dass unsere Augen Knospen seien
63 [Schmerz einer Drehung | letztes Schauen | während das Schicksal gewrungen und geschleudert || Reinigung von seiner Irrsal | durch die endlosen Tunnel | der einsam schlafenden Schlange]
der Winter wartet
auf die Verlassenen
die ohne Trauer sind
die in ihren Schatten warfen
den Nachhall eines zerschlagenen Lebens
64 [variation | mit epilog]
weil wir einsam sind
weil wir die häuser nicht verlassen
weil wir in den mauern sind
und in den hecken
dem wesentlichen um uns herum
was es alles gab. was uns ausging. weil wir nicht ausgingen. die straßen fließen hinaus. und fort. wo die flügel wieder sichtbar werden. und hörbar die gesänge. aufgänge. unerreichbare. haarscharf am glück vorbei. steinschlag. des doppelten schicksals. des halbierten.