Zeit und die Glocke begruben den Tag. Fort zog Sonne, mit dem Gewölk, so zag. Kehrt sich uns zu die Sonnenblume, wird die Waldrebe straucheln, uns zugeneigt; ranken und reifen, oder mag sie nur klammern und klingen?
Sticht der Eibenfinger, schleichend gekräuselt auf uns hernieder? Nachdem des Eisvogels Schwingen erwiderten Feuer mit Feuer, schweigend, still wie das Licht im reglosen Zentrum der kreisenden Welt.
wohin sich treiben lassen wohin vertrieben immer dem schmerz aus dem weg zu gehen statt an seinem verbranden ein ufer zu bauen den abendlich blauen ort eines wundervollen endes
steige noch nicht hinab zum tiefsten der heiligen worte furcht ist die zärtliche freundin dass unberührt bleibe das kostbarste und verborgen die empfindliche schönheit deines namens
wann begann die lange nacht die des herzens rede endete als sich spiegelten die geheimnisse in den erblindeten augen die das lichtlose meer geschaut
lass sie doch sein. wie die träumenden die durch die sage wandern. einer nicht endenden liebe so wund von ihren hoffnungen und fast ertaubt. flüstern sie: ANGESICHT aufgesucht. und daheim. in jeder seele. die sich hingab
ach. so verödete knospen ach. ein so trübes auge blickend auf alles. was nicht aufging was sich gewünscht, vergehen zu können dass es mische sein mattes summen in ein verwehendes weh
und wenn das licht entwichen suchen die schatten nach ihren trägern zu ziehen die schleppe an der noch haftet der duft der verheißung
dann. sei ein tag an dem du stehst. auf der schwelle. ungebeten auf einem fußbreiten steg zwischen stern und stern. zwischen ruf und widerhall im einsamen klang. des letzten schlags. der dunkelsten glocke
was sagte ich anderes. als: du was hieße es. ausgesprochen zu sein in der stimme des anderen. enthalten. in der stimmung des harrenden der seine wünsche kennt die schätze des unvollendeten. solange er schwieg
einer. von den vielen ausgesucht. für alle tage durch die zeit zu laufen. mit verborgenem herzen immer zu ziehen. wie wege um seine insel die kreise. um jede stunde
ja. die große liebe. die eine. vielleicht das uneingestandene licht im schattenreich der sommerlichen wälder die bänder des nebels am morgen aufzutrennen. mit den scheren der sagenden stimme
ich komme vom träumen nicht los so weit ich auch gehen und fliehen mag steht bei jedem abend am einen, lautlosen ufer: der liebe trauriges auge
die mageren schatten auf saftigem gras wartet nicht immer das ziel auf den suchenden? haucht sein kühles wort: wer nicht wandelt, wird nicht verwandelt
nicht das einzige leben das an unbekannter stelle einer langen reise verschwunden nicht der einzige tote der die welkende blüte seines namens zu den steinen legte die das kommen und gehen der gezeiten nicht schrecken muss
trauern darfst du. freund am bleibenden ufer. das ich verließ stehen darfst du bei der traurigkeit. mit der ich fortgezogen wurde doch: gehe heim in der freude der liebe und mit dem unauslöschlichen licht. meiner schritte. voraus
[lobe die edle küste. weit entfernt. im gebiet der seelen. vor unseren blicken. himmel der ewigen dämmerung. pforte des mondes. tausendfach wechselnd. bei jedem aufschlag. der augen. laufe los. wenn gefallen. das erste wort. wenn aus dem schlaf gelöst. und traumlos verwandelt ins echo]
wachsen die ufer den treibenden booten zu? frage nicht, freund. wo du mich finden kannst…
ich habe mir die Ohren verstopft. ich habe mir die Augen verklebt. die Herde ruft: wir wollen uns schlachten lassen. Ausgelassenes. kreuz und quer. Eingelassenes. Lot der vereisten Träne. des geschmolzenen Glases. ans Lichtlose die Spitze des Fingers zu halten. ans Gestein die Gedanken. dass es sich ihrer erbarme.
schaue dich um. schaue hinaus. hin und her. auf und ab. ohne weiterzukommen. langsam entfernt sich ein Boot. heißt: der sich zurückzog. der zusammenzuckte. als sich alles zusammenzog. da draußen. wo alle mitziehen. um nicht begraben zu sein. hier drinnen. lang sind die Zeitalter der Erwartungslosigkeit. der Erzählungen von den Ertrunkenen. denen die Klippen ins Herz sprangen. weil sich ein schlafendes Meer darin spiegelte.
hohes wiegendes silbern schimmerndes Gras. an den Tischen sitzen sich gegenüber die Vertrockneten und die Verbluteten. leise schnarchende baumelnde Köpfe. aufgeleint. auf die Schnur gezogen. dass die Zeit aus ihren Haaren tropfen kann. an- und abschwellend. ein Pfeifen. durch ihr Atmen hindurch. als finde Syrinx keinen Schlaf. wie der Mond. heute Nacht. hin- und hergeschubst. zwischen Wolken und Zweigen.
Glatze. und Glotze. die Netze aller Verstrickung. die unsozialen. Gebell und Geheul. Teufel und Hexen fressen sich auf. wollen am nächsten Morgen vom Jäger als Englein aus den Wänsten geschnitten werden. dass alles Beginnen nie ende. dass jeder fragend in seine Träume fällt. das Leben als fußbreite Passerella. über die sie eilen müssen mit zugekniffenen Augen. mit zugeknöpften Seelen. sie kommen von links und von rechts und stürzen in die Orchestergräben. in die Gruben der Schlangen. in ihren hölzernen Händen die Schallbecher to go. sehr rasch und duftlos zerstäubende Pollen. beim Aufschlag auf die versteinerten Saiten der Celli.
draußen am Fenster haften Gesichter. sie schauen hinein. sie wollen zu dir. um sich selbst zu betrachten. weil du die Gnade der Masken in deinen Händen hältst.
deine Gedanken fliegen hinaus. Flügelloser. jeden Morgen. und kehren heim. jeden Abend.
niemand sonst lebt auf der Insel. der noch das Ferne wünscht.
[was ich zu mir ziehe. was ich mir zuziehe. was ich zuziehe. | schließe die kisten mit den verwahrLosen. öffne den schickSaal. durch den ich ans ende gelange | wakas von liebe und trauer | neue Strophen]
mein haus steht dort wo die wege veröden wo die amseln und tauben schweigen du findest sein licht im warten auf eine antwort wenn deine sprache verlorengegangen sein wird
ich denke. und denke an all die namen und orte. die ich vergessen habe nicht stören mich mehr die kälte des abends und die einsamkeit am ende eines jeden tages stelle ich frische blumen in die vase
jetzt steht der wald in den kalkweißen wänden jetzt steht für immer offen die tür der tag wurde ins ferne verbracht in meinem schauen wohnt abend. allezeit
vor mir die lange nacht die erde unter meinen füßen hat sich gefügt der müdigkeit des himmels in den moment des versinkens fließt ab alles gewesene
wie vergessen eine noch brennende lampe im fenster als legte ein ferner geliebter den wegschweren kopf auf meine schulter. und einen guten gedanken in meinen schlummer
[finnhütte. exeunt urijah. finish. geometrie der entlassung. abdank/ur/kunde. liegekur. 7einhalb. jahre ferne | 7einhalb waka-variationen]
zwischen düne und kiefern das dreieck der vermessenheit weil – er. du. ich – einer zu viel weil – du. er – maßlos. in euren wünschen unter den veluxfenstern
wie einsam die insel sein kann in ihrer überlaufenheit in ihrer überspanntheit mit strand- und sand-gefühlen
insel der rauschenden laken der raschelnden haut an haut. wie vernäht mit den küssen. du. und er
ich. ist unsichtbar am ort der verbannung aller zeit zwischen pflicht und fluch[t] zwei wochen. sonntag
hütte. in der ich stimmlos atem an atem hefte wenn ihr euch – du. er – durch die vormittage vertuschelt bis die stunde der müden möwe schlägt
spräche ich finnisch. oder wie die feen die sich draußen im wacholder verheddert wäre doch jedes wort das ich sagte ein kämmen durch trockenes schilf
zwischen ende und abschied im dreieck der vergessenheit lasse ich mich vitruvisch strecken solange der weiteste himmel von allen sich zwängt durch das spitzdach
hinein. ins nurdachhaus. und sich spannt über grab und geduld
am rande des himmels der vereisten tränen fragende ufer der verlorenen blumen umgestoßene körbe ach. die rissigen hände der verlassenen ach. so tröstlichen regen auf die kalte erde fallen zu lassen
abschied. ohne abschied schwer. vom traum. das auge stein der zeit. der den brunnen nicht verlassen kann. in den er fiel schmerz. ohne schmerzen. gewickelt in die wege. die nicht gegangenen
was kommt auf dich zu? verlassener was nicht mehr kommt das atmen. das fernste. nahe bei deinem herzen die zeit. muss getrunken haben. die kühle luft der spätsommernächte aus den leeren gefäßen deiner verschweigung
ich sehne mich. zu sprechen von der sprachlos machenden angst von den bildern. die hinter meinen augen brennen
rote segel ziehen seltsame linien über den grauen spiegel des wassers und aus den wolken, in die sie stachen fallen, wie steine aus licht, die lose der hoffnung in die offenen gefäße der erinnerung
tropfen deiner blicke unserer augenblicke im trocknenden tau der zeit
wachte auf. mit der ersten amsel saß vor der offenen zeit hörte ruf und echo: wo bist du, wanderer, verlorengegangen wo ein junges gras die wege säumte
die blinden liefen hin und her zwischen den schattenlosen weiten siehst du nicht, um was sie baten aus den letzten blüten tropfe frühling bald
schon ist es spät. und dämm’rung färbt den saum einer hoffnung leer blieb ein garten doch nicht vergeblich waren die gabe des lichtes und das opfer des wassers
einsam. langsam den schmalen pfad zurück tiefer. länger die schatten der kiefern nicht ließen sich zertreten gedächtnis und schmerz
schweif deines schweigens stehst am ausgang am anfang unserer geschichte. immer nie ist satt die erinnerung ein gut gefüllter krug steht im regen. unter meinem fenster
warum ich hier sitze: damit ich mein denken dorthin schicken kann wo einer die stimme fängt bevor das echo ansetzt zum sprung dass ihr letzter ausklang falle. in ein fernes ohr
das ufer wartet unter dem müden schilf leuchten dir abschied und weiterfahrt zahllos bleiben gedanken zurück und die schatten des ungesagten schließe die augen zu halten die rasch verschwundene spur des bootes auf der wasserweite
tag für tag zog vorbei. erinnerungslos bitte für den wartenden. wanderer dass ihm zurückkehre. ein name wie nach langem winter die kurze blüte
fiel ins wasser ein stein wie auf mein herz der im abend verschwundene schatten hatte sammeln wollen das licht des schönen tages. vor dem schweren abschied
aus dem dunkel. ein blick wie ein windhauch im stillen roggenfeld wie ein wort ins ohr des schlafenden geflüstert wie ein schritt voran den uferpfad, die böschung entlang dem fluss des klaren quells zu folgen
staub. der sich auf deinen schatten legte darin die gedanken des müden zergingen mit den gefallenen worten unter der letzten dämmerung zu weben den saum der aufgelösten zeit