jetzt ziehen schon wieder die Schwalben am Ufer stehst du zwischen den Weiden. gebeugt und siehst die Pfade zurück die Spur, die sich dort zeigt der Gräser am Wegrand, der falben und hast einen Blick als winkten dir Freunde zu mit seidenen Fahnen, halben die du durchschnitten bevor sie dir Abschied sagten. und: gute Ruh‘ bevor du mit anderen Schritten heimkehrst. und blätterst in staubigen Alben…
wohin gewiesen? solltest du nicht dort sein? wo sie das Licht noch ohne Brechung sehen? doch du siehst die Stimme nur. dessen. der so sprach… Traum vom wachenden Herzen. das alle Zeit hat. zu erzählen. oder zuzuhören. nächtelang… aber heute muss alles gepitcht werden. in max. 33s. und vom Gebell und Getöse sind die Allermeisten eh schon ertaubt… schaue zurück. ohne Rücksicht. sage. was immer du selbst hören musst… du bist nicht in Eile. die Eule bist du. im Tannengeäst. hoch über den Trümmern. doch ist nicht Erinnern die menschlichste Tat? goldene Tropfen Harz auf uralter Borke. Honigperlen in halbvollen Schüsseln Milch. Duft von kaltem Gestein… denke dich als geölter Blitz. Wald zu Wald. Küste zu Küste. sieh dich gebreitet. wie mit geölten Gliedern. nach dem Regen. der den Sand fortspülte. nach so langer Dürre. Waschung der Füße. durch einen Letzten. der bei dir blieb… wenn selbst die Steine rufen: lasst uns rasten! und ihre Poren öffnen. bis aber auch sie sehen. welche Wunden in die Haut der Sonne zu schlagen sind. für das bisschen Licht in den Winterhainen… doch jetzt ist dir ganz gleich, ob du im Wasser stehst. oder im Gras. Hauptsache: knietief. und dein Gehör wird durchströmt vom Klang der Wellen und des Windes. für fernere, dunklere Gesänge. pendelnd zwischen den Inseln. zu denen die Anderen aufbrachen. ohne Abschied zu nehmen… dann plötzlich. dir fielen ein. ganz neue Landschaften. wo das Laub die wunderlichsten Geräusche atmet. blind alle Stimmen. für das göttliche Schicksal. ihr Sterben zu überwinden. zu gehen. die Küste auf und ab. und denken im Traum nicht an geblähte Segel. einzufangen den Mond. und zurückzusenden das Kreischen der Möwen. zu den unermüdlichen Brandungen. und glauben zu lassen. die Daheimgebliebenen. es wären nicht die Schatten der Felsen. sondern ihre Seelen. aus dem Fleisch gezogen. wie goldene Fäden. aus verwittertem Flies. Trugbilder allen. die den Staub auf ihren Augen halten. für Gewölk schlechten Wetters. das sich verzogen haben wird. nach drei bleiernen Tagen… ach. die traurigen Vögel! in den immergrünen Hecken. die ihr Gefieder fraßen. und die täglich wandernden Schatten der Zweige mit ihren Schnäbeln aufzuspießen drohten… du musst hier gewesen sein. Mehltau. auf ihrer grauen Haut. als zögen die Engel Decken über ihre Leiber. und brüllten: JETZT SCHLAFT DOCH ENDLICH! sie hätten ja aber auch einmal das Kleingedruckte lesen können: dass der Tod nur gefeiert wird, wenn er als überwunden gelten darf…
wer wollte schon aufhören wer sich zurücknehmen mit dem Gesicht von fahlem Morgenlicht mit der Klage der Schatten unter den Augen mit von Worten wunden Lippen
und hinter der Starre und dem Schweigen das nicht Vergessliche
aber leicht wehen die Trauergewänder in den Winden zwischen Sommer und Herbst und die kühle Luft auf dem langsam fließenden Wasser scheint wie der Atem einer Stimme kurz vor dem Ruf hinaus
es ist noch nicht genug und wird es nie sein
und ein Echo könnte sagen du wirst ein neues Haus betreten
da will ich bei dir sein die erste Nacht bis die Amsel wieder singt
und bis dahin wache und sage mir was mit dir verging und erzähle mir auch von deinem letzten Traum denn er soll sich nicht vergessen
sieh mich an bis du dich ganz gehüllt hast in meine Liebe
flüstere die Namen derer die ich grüßen soll die dir wie Sterne waren und deine Seele tranken und weiterzogen über das Ufer der stockenden Zeit wo du gestanden in der Herzensschwere
weil du dich wieder erinnern konntest an den einsamen Augenblick in dem du mich erkanntest