
[Chor der Gelassenen]
welchen Sinn soll es haben. das Feuer zu stehlen. sie werfen es den Fliehenden in die Hacken…
wir können uns nicht um alles kümmern. wir sind die Anständigen. nicht die Zuständigen. unsere Sprache ist nicht die der Seele. sondern die der verrichtenden Glieder unserer Existenz. wir sind die glücklich Beschränkten. wir schränken die Hoffnung ein. denn zu viel Hoffnung ist ein Mangel an Erfüllung. und wir haben ja unsere Vorgaben für die Abgaben. für die wir uns gerne verausgaben. unser Denken entfaltet sich gemäß einer sauber gefalteten Ordnung. damit es nicht die Richtung seiner Zwecke verliert. denn es genügt uns, geradeaus zu gehen. so wie die Linien der Wege gezogen sind. weil auf den geraden Straßen niemand lenken muss. weil da niemand abgelenkt sein muss. damit wir niemandem die Gelenke brechen müssen. wenn er woanders hin wollte. wo es ihm nicht erlaubt wäre zu sein. auf dass ihm genehm ist das Genehmigte…
niemand muss hier erst noch erwachen. alle, die hier leben dürfen, wurden schon aus den Betten gescheucht, bevor es dämmerte. damit es ihnen, den Verdammten, nicht dämmert, vor den brüchigen Dämmen…
ganz enorm ist die Norm. dass wir mit den kürzesten Beinen die längsten Schritte machen. uns reicht der Fortschritt. auch wenn wir nicht fortkommen. denn der Fortschritt ist eine Vorschrift. die uns verschrieben ist. der wir uns verschrieben haben. aus der wir nicht fortschreiten. aus der sich die Seele nicht fort schreit. und nur um ihretwillen gehen wir nicht hinaus. denn sie soll drinnen bleiben. von wo sie nicht raus kann. selbst wenn sie dorthin will. mit uns…



