Warte einer verfehlten Jugend für sie, die zu viel über das Mögliche schrieb für ihn, der ihr zu viel versprach
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[heimlich aufgezeichnet als sie beim Leichentrunk saßen starr vor dem Trauerbrot um ihre Reue zu essen]
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irgendwo dort in der Menge verbirgt sich Gott
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der Wald gab uns die Angst als das Erbe der Kindheit
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den Allermeisten von uns spannten sich schaukelnde Pfade aus sprödem Haar geflochten von Dunkel zu Dunkel
und schließlich als wir die Bühne betraten mit Flöten gestopft die schrundigen Fugen der Welt wie zw. den Bohlen morscher Stege dass der einsame Sprung ins Leben noch vor Ablauf der Zeit gelingt
träumst du Gestoßener in den Brunnen der Vergessenheit
Bittermandel schmeckt der feuchte Stein und die Hände so wund wie Falterflügel
du drehst dich nicht mehr um hast einen Blick von Laub in gefrorenen Pfützen
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Wege verwehen
sah die Schwelle nicht vor dem Schacht zur Vergangenheit
wünschte mir ein Exil des Vergessens
seither lebe ich von Tag zu Tag um zu überleben
fange nichts an was am Abend noch nicht vollendet wäre
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ich halte den Tag nicht an es gibt nichts zu feiern
Blätter des Grases wie Reste des Sommers wie Nadeln in meinem Schauen
einmal war ich verliebt unsterblich das Gefühl ist mir nicht erinnerlich aber es bleibt ein Schmerz des Verlorenen der alles Zeitige übersteht
die Herzen schlagen weiter verlässlich wie Kirchenglocken
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die sich fremd blieben die ewig sein wollten und ohne Welt
die frierenden Amseln
in Händen ein Gesicht tief darunter gespürte Heimat wie weites sprachloses Wissen
und andere Menschen wie Geschwister ihre Wege ziehend vor stummen Blicken
Augen wie Steine am Wegrand und an den Ufern
dazwischen einzelne Grashalme die das Schicksal halten
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weit weit fort ist einer der deine Hand nehmen wollte dem du blind hättest folgen können
tief in dir ist seine Stimme als hättest du sie in den einsamen Jahren mit dem Wasser des Regens getrunken
[…]
die großen Wälder die du durchwanderst die langen Jahre die aus deinen Schritten fließen und versickern in der Erde wunder Haut
und die Risse im Klang deines Namens so lange schon nicht mehr gerufen
das Meer siehst du im Schlaf und auf den leichten Wellen einen Nebelschal von Flügeln gezogen
die Dämmerung siehst du und den aufgestoßenen Himmel nach tagelangem Regen
kurz wie jeder Augenblick ist der Anfang der Ewigkeit
und jemand schaut zu dir hinab von der anderen Seite des Wasserspiegels und seine Hände greifen hinunter wie um Muscheln zu fischen und er hebt die kleine Schale an seine Lippen als trinke er deine Seele als seist du nie von ihm entfernt gewesen
und ruhte nun in eines Anderen Stille
[…]
erlöst wenn die Sehnsucht endete und die Not der Geduld
aus meiner Trauer fällt ein Regen ins endlose Meer
in die rote Erde sickert ein lautloser Schmerz
in die grauen Fasern der Zeit webt sich mein starres Schauen
ich schöpfe mein Atmen aus meiner Einsamkeit
[…]
lautlos bleibt mir die Welt als fielen alle Klänge aus meinem Haar wie Wasser des Spätsommerregens
gleich hell und dunkel sind mir die Jahreszeiten Kirschblüten fallen Beeren fallen Laub und Kastanien fallen […] Winter war es als ich am Fenster stand und das Zeitliche ahnte aus dem die Seele zu entrinnen trachtet