hier keine bleibende Statt

[zwischen den Jahren. planctus. mit geschlossenen Lippen]

im Kleid des trockenen Laubes | an kahlen Ästen vergessen | und Regen | Tag um Tag

bis zur Heimkehr | unterm Neumond | und abends | die Gedanken an den Aufgang der Sonne

nah die Ufer | doch fern die Boote | und in Sehnsucht wiegendes Schilf | nie sterbende Stimme | des Verlassenen

und ärmlich das Haus | in der Einsamkeit | und herrlich die Zimmer | der vergessenen Träume

und rauher Wind | die Steine glättend | dass sie zarte Wangen bekommen

doch von welcher Verlorenheit | die Wege verweht | als hätten die Gegangenen das Künftige begraben

und weil die Kommenden erwachen müssen | über dem Versunkenen

For A. [2]

how old am I? I had to wait a long time for a feverish heart. my life as an emergence of childhood. as a different form of indecision. there, everything is simpler and more confusing at the same time. there, the sound of the unbelievable has its beginning. and yet, there is the place, where no one has to be lost in empty hope. on lonely evenings, the mothers return and stand on the thresholds between restlessness and peace. the eyes must be closed. no longer dreaming. not yet awake. in order to see what is to come. arduous paths that no longer cause fear. Forests through which one can roam loosely, joyfully awaiting the clearings or the hidden lakes. because one is no longer forced to be a grown-up. but because one has begun to grow.

hier keine bleibende Statt [Wanderers Nachtlied]

welchen Fels | unter den Füßen

aber die Zweifel sind es | die mich weitertreiben

ich darf nicht vergessen | zu lächeln | sollte mir jemand begegnen

weiß ich doch | wie es endet | in der Erstarrung | und wo die Gassen und Pfade noch enger werden | und warum den Häusern kein Laut mehr entkommt

hier kann ich nicht bleiben | das Dort sucht nach mir | in seiner Einsamkeit

spät | ist immer die Zeit | dem Wartenden

bis die Glocke | nicht mehr zu hören ist