in narrow places. among the angels. they find room everywhere. waiting for you to move on. and ascend. once again to higher planes. far away from the lost shores. where the remains of the wall are no longer visible under the grass. remembrance. weary clouds. that will no longer discharge. the footsteps of the escaped. through the sleep of the earth. wasteland. devoid of desire. sacred crystalline toneless infinite field of lilies. the moderation of transience. not to squander eternity. the slender dream. the dew of memory. the deaf tongue of the pilgrim. the blind gardener’s glued eyes. because he is prohibited from speaking about what he has nourished. for a life too long.
die Sehnsucht schießt ins Kraut in diesen grauen Tagen. wie Frühlingswiesen. die Luft möchte tauen mit den Kinderstimmen. auf einem schlafenden Meer. das nichts von seiner Tiefe weiß. und der Sand seiner Küsten wie die Stirn, hinter der das Vergessene lauert. darüber Felsen, an denen der Himmel zerbrach.
aus allen Schloten steigt der Irrtum. und mischt sich mit dem Atmen der Engel. die ihre Stimmen wund gesungen haben.
frei. in jedem Augenblick. still. aber nicht klanglos. in der Klarheit der Erinnerungslosen. das schlafende Leben in allen Dingen. ungetrennt vom Traum. ununterbrochen in der Idee des Anfangs. im Glauben, dass alles geschehen kann. auch das Gegenteil.
keine Furcht. keine Helden. keine Opfer. und wenn das Licht sich dreht, geht es weiter in aller Ruhe. am schönen Wasser entlang. und es entsteht eine Lust. hinüberzulaufen. und eine Gewissheit, dass dies gelingen kann. ohne nasse Füße zu bekommen.
der Rand ist die Mitte. so hat sie überall Platz. da ist viel von dem, was etwas sein kann. und viele sind da, die jemanden zu sich rufen. der Tod teilt sich mit. und das Leben breitet sich aus. ein erster Klang fällt durch die Leere der frühen Luft. und will sich nicht aufhalten in seiner Einsamkeit. weitere Klänge werden ihm folgen. und das Nichts in die Farbigkeit der Dämmerungen heben. im Moment des Verhallens. wenn der Zeit nicht mehr zu entkommen ist.
wir könnten lieben. die Zeit. wir könnten sie uns schenken. wir könnten sie uns einschenken. wie feinsten, grasduftenden Tee. wie etwas, das uns bleibt, weil es mit uns verging. wir könnten es lieben. mehr als alles andere. wir könnten uns lieben. und wären einander die Einzigen. wir schenkten uns einen Augenblick, der auf uns gewartet hatte. mehr als ein einsames Leben lang. wir führen nicht fort, bevor wir nicht einmal ausgestiegen wären, um für eine Stunde zusammen am Ufer gesessen zu haben. und nichts zu sagen. und alles zu denken. wir könnten lieben. was wir sehen. wir könnten teilen. den einsamen Wunsch. hier schon früher einmal gesessen haben zu wollen. hier noch länger sitzen zu dürfen, als es die Zeit erlaubt. und wenn wir auch zeitig fort müssten, könnten wir lieben. den Ort. den wir nicht mehr verlassen. weil es der Ort war, an dem wir uns nicht mehr verließen.
tiefergelegt. der Himmel. schwer, wieder hochzukommen. wenn man sich einmal gesetzt hat. damit sich einmal alles setzen konnte. Seen wie Krater. ein Mond, von der Erde zu sich gezogen. Wohnung der leeren Zisternen. gleich ist unsere Liebe vorbei. gleich will sie neu beginnen. wenn unsere Leiber lieber zerstückelt grasen in der verlassenen Landschaft. einsam ist unser Beten. ein Murmeln im reglosen Holderbusch. ein Kauen der Pergamente, in die wir das Heilige brannten. Zergangenes auf unseren durstigen Zungen. Überliefertes. dem wir ausgeliefert waren. das wir nicht mehr ausliefern werden. den Kommenden, die wir geliefert haben. den Gelieferten. wir wandern um die Hügel und suchen unsere Schatten. wir wundern uns nicht ob der verlorenen Gräber der geopfterten Ahnen, die ja nicht ahnen konnten, zu welchen Hoffnungen wir einmal fähig sein würden.
dein Schlaf im Gestein des Leibes. erloschene Träume. Saum der Stege. hinüber in den Dunst der Vergessenheit. dort. wo sich ein rötlicher Nebel legt auf ein graues Wasser. deine Stimme. zergangen auf Gottes Zunge. hausend im Rätsel. hinter der harten Rinde der Buchen. die ihr Wachsen wagten am Rande der steilen Ufer. deine Sehnsucht. vergangene. Tau und Tränen. der endlosen Schritte Ende. endlich. Neige der Wege. der Umwege. Wiege des schrumpfenden Mondes. der Sterne Verwandlung. und die Knospen erkaltender Trauer. Engelsaugen. perlend ihr Staub. auf den Eibennadeln. und ihr ewiges Bangen wandernd die Scherbenpfade. aus Nacht und Unzeit.
wie du warst. den letzten Herbst. Laub, das ins Dunkel fiel. stilles Herz. Straße. durch den leeren Tunnel. zwischen den Nachtgewächsen. Stunden des Schweigens. ein erster Sturm. am Anfang der Zeit. sprachen doch zueinander. in unseren Träumen. sangen uns zu. die weißen Segel. ferne Rufe. nacktes Gestein. in die Beete gepflanzt. starr in der Hoffnung. die Schatten nicht mehr verschwunden. lautloses Band. zwischen Abend und Abend.
Stimmen. die sich entfernen. Wort. das den Sprechenden sucht. letzte Geburt. vor Anbruch des Tages. ein unruhiger Gott. im Haus seiner tausendheiligen Stille. rufe. wenn du noch bleiben willst. im Tiefen. die hohe Zeit. die drängende Bleibe. zu beschließen das Leben. liebend.
unerschöpflich. das Vergehende. Schmerz des Lassens. wer etwas hervorgebracht. wer zurückbleiben muss. einsam. erschöpft. Atem. der Seele Freude und Klage. Klang ihres wehenden Wehs. zwischen Bewohntem und Unbewohntem. ein Riss. wie ein Steg. über die Moore. die Meere.
ihre Hände. gelöst vom müden Gesicht. ihre Augen. in der gefüllten Schale. Schlag ihres Herzens. nach dem ersten Schrei. und wenn sie es trug. zum Ufer. zum Abgrund.
noch ein kleiner Schlaf. vor den Scheidewegen. noch ein vergessener Traum. um die Wunden gewickelt. denn wo die Entwurzelten an den Ufern stehen, tropft die stumme Not der Hoffnung von den Weidenzweigen.
legt eure Kindheit zu den Steinen am Abhang. geht euch nicht von der Seite. dass Schatten an Schatten lehne. vor der Stunde des einsamen Flügelschlags.
ich bin kein Letzter. auch wenn mir die Zukunft nicht mehr gehört. die Gegenwart mag ein Irrtum sein. die Zukunft wird sie zurechtrücken wollen. wenn sie stattfindet. als Gegenwart.
ich bin ein Geschöpf des Dazwischen. die Pfade sind eng. zwischen Zeit und Zeit. und alle Wege sind unentwegt, bleiben sie unbeschritten.
ich mache Rast in den Augenblicken. dort, wo das Leben entsteht. dort, wo es zur Ruhe kommen möchte. wandernd erdenke ich Trauerreden. wartend will ich sie schreiben.
anderes könnte ich tun, gegen die Sorge. zwischen Schlaf und Schlaf. Sterne zählen. Steine sammeln. Steine waschen. Stricken. oder Gestricktes wieder aufräufeln.
ich will still sein. und lauschen. schweigend lasse ich den Sand durch meine Finger rieseln. schweigend lasse ich die Stimmen fliegen. wie Schwalben, die ihre Jungen füttern. doch schon im Sommer bin ich der spätere Herbst. und reib‘ mir den Reif von der dünnen Haut. mit dem Birkenlaub, solang es noch Licht trinken kann.
姓
im fernen Rufen mögen die Namen sein. ihr Nachhall ist wie Wellen, die die brandungslose Küste verlassen. der Himmel nimmt alle Spurlosen zu sich. wenn die Zeit sie entlassen hat. wenn niemand mehr nach ihnen sucht. wenn sie niemand mehr vermisst. an einsamen Abenden. wenn niemand mehr vermisst wird, der sie vermisste. weil jede Kette von Vermissten einmal reißt. selbst für jene, denen man Denkmäler baute. Werke mag man erinnern. vielleicht sogar Worte. nicht aber Menschen. ihre Namen sind ein fernes Rufen. ohne Gehör.
過去の愛
er ist jetzt sehr nah. ich müsste nur über eine Schlucht springen können. zwei x zwei Meter breit. oder zwei x drei. ich kann es nicht genau sagen. es ist jeden Tag anders. wir könnten uns zurufen. die Stimmen reichen weiter als unsere Hände. wir könnten uns gegenüber sitzen. ich am einen Ende des Abgrunds. er am anderen. wir könnten uns nicht berühren. aber wir könnten uns alles sagen, was uns berührt. und das Gesagte könnte sein wie ein Federball, den wir uns hin- und zurückschlagen. ein Wetter zöge über uns hinweg. ein Schlund klaffte unter unseren Füßen. aber wenn wir uns wieder umdrehen, um in unsere Häuser zurückzukehren, werden wir wieder zwei Seelen sein, die sich teilten und nicht mehr ganz werden konnten.
悲しみ
er ist schon lange weg. er war noch lange da. er konnte nicht bleiben. er war noch da. wo ich verblieben. die Zeit unterscheidet nicht. sie fließt nur. sie steht nur da. wo sie geschrieben steht. im grauen Gesicht. im matten Blick. in den Flecken auf der Haut.
er ist da, wo ich nicht hinkomme. er ist weg. kein Weg führt von dort zurück.
wenn ich gehe, folge ich mir selbst. und wenn ich auf etwas warte, dann auf meine Rückkehr. das Blut taut auf, wenn ich gehe. tief in mir gerät etwas in Bewegung, wenn ich draußen bin. aber ich rede nur, wenn mich jemand fragt. fragt mich jemand nach dem Weg, werde ich schweigen. ich zeige mich, wenn mir jemand entgegenkommt. aber ich stelle ihm keine Fragen, es sei denn, ich kenne die Antwort schon.
er ist weg. seine Einmaligkeit kennt keine Wiederholung. die Auslöschung ist unumkehrbar. für das Unverwechselbare ist kein Umtausch vorgesehen. die Ausnahme nimmt mich ein. ein Leben lang. obwohl sie selbst so kurz war, dass noch etliche von ihnen in mein Leben passen könnten.
die Zeit verschwendet sich. im Verschwundenen. bevor sie verschwindet.
ich bin fort. ich bin steckengeblieben. unterwegs. hängengeblieben in mir. die Augenblicke. die mich nicht verlassen wollen. als ich noch hier war. also: dort. wo ich wieder hin will. das ist lange vorbei. doch ich bin es noch lange nicht. ich bin der Gleiche. unter allem Veränderten. an den fremden Ufern. doch die Fragen lassen sich nicht auswaschen. und die Augen haben wechselnde Farben. aber ich muss das Fürchten nicht mehr lernen. darum gibt es keinen Grund auszuziehen. ich habe mich gut eingerichtet in den Wünschen. die sich nicht erfüllen werden. lieben und furchtlos sein. lieben und ein Pfund verlorene Seele zurückbekommen. von einem, der auszog, um sie zu finden. der mich so anschaut, als hätte er immer nach mir gesucht.
Abschluss der Sammlung: Mecklenburgische Elegien [Zweiwochenpsalter | Tagzeitenbuch]
I
du gabst ihnen Herzen darin die Rede von einem Geheimnis ruht
keine Arbeit vergeblich keine umsonst verzehrte Kraft
spät kam der Regen und fiel bis zu ihrem Erwachen
du wirst sehen ob sie nicht vergessen haben ihr Glück zu teilen in Dankbarkeit
ach lass sie doch erzählen Genügsamer vom vollen Mond hinter ziehenden Wolken von den leicht wippenden Zweigen der Birken unter denen sie friedlicher gehen mit der zärtlichen Lüge von einer besseren Kindheit
die wenigen Wünsche leise gesprochen und als ob von dir selbst auf die Zungen gelegt
nimm ihnen nicht die Kraft, schwach zu sein
lass es ihnen so geschehen als hättest du selbst geflüstert so geschehe es
aber im Klang vieler Stimmen so viele wie es Farben hat im Reich der Blüten
ach Schönheit ihres frühen Opfers um der späten Früchte wegen den reiferen Duft und dunkleren Glanz noch haltend einen Regen lang
daran erinnernd was vor ihnen war was ihnen folgen wird wenn tiefer das Licht im Wasser steht
Abschied zu nehmen von allen Jahreszeiten
mögen sie spüren des Windes Schmerzen wenn er durch das Gefallene greift wenn sie das stillere Wissen erfasst was sie nicht lassen können was du ihnen gelassen hast für Schatten und Schutz an den heimischen Ufern ihrer Fremdheit wo sie nicht mehr sagen können was ihnen entschwand wartend erwartend was ihnen entgegenkommt wenn es sich umdrehte ihnen zuwinkend auf dass sie ihm folgen mögen die Wolkenwege, die Lichtwege wo die Luft sich bewegt als atmeten selbst die Felsen auf dass sie gemeinsam denken es braucht nur diese kurzen Aufenthalte in den Augenblicken um in der Zeit zu sein und sie zugleich lassen zu können
und sie wissen doch sicher dass sie alle Hände haben zu schöpfen das kühle Wasser der Bäche in denen als sie noch schliefen das erste Licht des Tages badete
II
du hörst doch die Gebete derer die ihre letzten Samen auf die Wege streuten bevor sie sich der Wiegen nicht entsinnen konnten
wen stört der Staub? der sich auf ihren Hunger legte
Wind und Wellen gehen über ihren Schlaf hinweg
Uhren und Glocken und Atmen im wunden Gehör
so lass doch ein Gras wachsen ein Laub einen einsamen Blick der ihnen sagte von deiner Liebe von der sie früher einmal sangen
aber allein sitzt jetzt die Amsel auf dem First stumm und als ob versunken in der Schwere der sich zum Winter schleppenden Tage
unerträgliche Sonne über den sandigen Ebenen vertraute Wälder der Kindheit brennendes Haar der Nymphen was auch immer die Träume der Sterbenden heimsucht
treib sie nicht fort aus dem Duft der Äpfel und den Farben der Dämmerungen
leg doch dein Schweigen in ihre Starre unter die Haut der frostigen Wangen
für kommende Blüte ein Odem für den Ruf ihrer Namen dort