halt‘ mir den Himmel fern. die Stille. wo ich ins Meer gestürzt. nahe den Küsten. wo die Einäugigen in den Steinhaufen wühlen. weit. weit weg. von der Zeit des Gedächtnisses. wo die Dauer nur noch eine beliebige Spanne markiert. der Vergessenheit. nach dem Erwachen.
wohin? unendlicher Raum. Seligkeit, beengte. die Insel. atmende Hügel. eigentlich. die aus dem Wasser, aus den Wolken ragen. Lande, entfernte. Schlag des Lichtes. auf die Wellen.
alles ist schön. ohne Schatten. nichts ist da. weniger. je weiter geschaut. brennend Gestein in den Händen. Durchsicht des göttlichen Auges. weil es erblindet. verknotete Schöpfung. dass er sich merkt, wo er sich zuletzt unterbrach. plötzlich. im wirren Nachmittagstraum. wusste er wieder. für eine Milli-Sekunde. wo er geboren wurde. wo es ist. wenn sie sagten. irgendwo.
Gärten. kurz vor der Apfelernte. mildere Luft. nach langen Wintern. Duft der Kräuter. des nassen Grases. Blüten. wie Glöckchen. anzustoßen. von winzigen Zeigefingern. Zeugefingern. zitternden. dass herausfällt ein einzelner Name. und noch einer. und noch einer.
und die Insel. schlafende Buchten. Boote. angefressen. verwettete Fracht. verwitterte. hier könnte man bleiben. gute Winkel. Schätze. vergraben. Jause. die ganze Zeit. die sich selbst vertreibende. aber nicht wissen. was Glück ist. nicht. was wahr. und hinterher. das Gesagte. das Verfolgte. niemals. die Stunde. bevor sie vergangen. vorzeitig. das Vergessene. Fenster. verhangene. zerschlagene Wege. wie Schlangen durch die Gärten. und hinaus. und ihr Fall. kaum zur Kenntnis genommen.
wie drückt sich die Stille aus? ihre Farbigkeit nah an gealterten Blüten. wenn die Abschiede schon eine Weile zurück. wie gekündigtes Leben. weil sich das neue nicht ankündigen möchte. sich aufzugeben. weil keine Aufgabe mehr an den Schaltern des Künftigen. nichts mehr anzunehmen von den zu lange Verschollenen. Wege. als ob davongemachte. unter zu vielen Schritten. Umspiegeltes. bis sich nichts mehr erkennt. die bare Sicht. die Unsicht-Bahre. und hinauszuschauen. falls du jetzt noch etwas sehen willst. unterhalb des Himmels. oberhalb der Landschaft. und falls ihr Flügel wachsen. falls sie sich beflügeln lässt. von den Erzählungen der Wanderer. die sich die Beine ausrissen. und das Gestein ihrer Blicke in die Brandung warfen.
am Ende aber wird dir wieder eingefallen sein, was du wolltest. bevor sie eingefallen sein werden. in die leeren, kühlen Wohnungen. die Himmlischen. denen hungert und dürstet nach den verlassenen Seelen. die sich nicht mehr besohlen lassen. und wie Zerknülltes liegen in den Ecken der Zeit
und dein eingefallenes Gesicht anzufassen, strecken sie ihre Arme aus, als stünde ihr letztes Mahl auf den Tischen, als sei ein letztes Mal die Sonne versunken in ihrem Tränenmeer und zöge dann mit sich alles Verschüttete und wüsste die Wiesen nicht mehr, die unter ihr wuchsen und dufteten und ihr jetzt sagen könnten, dass alles Farbige aus der Lust gerät und alles Schattige aus der Idee
endlos in Spiegeln und Gegenspiegeln die offenen Pforten aus denen die Wege stürzen wie Bäche in die Täler wo die Erde schon wartet mit staubigen Händen und trockenen Zungen
hier war ich und kann kaum mehr sagen wovon ich Abschied nahm
die kahlen, gespaltenen Enden der Äste uralter Linden wie Schnäbel der Störche als ob sie hier überwintert hätten verhungert in ihren Wünschen
Schatten der Wanderer und Schatten der Bäume am Rand der Wälder Ränder der Welt die hinter mir liegende
hier werde ich immer sein nah an eines Anderen Seite
Wiesen und Seen in gleichen Augenblicken und an entgegengesetzten Ufern das Fließende stehend dazwischen die Fenster an denen vorbeigezogen an denen gestanden was mir verging
die Pfade des Hirten ein Hingesunkenes Empfangendes
Amseln rufen sich zu wie die Möwen sein zu wollen
und dein abgewandtes Gesicht schickt den Schmerz über die Flüsse und Seen wo an leeren Ufern die Boote der Vertriebenen warten ein restliches Glück zu laden
da sieht man wie leicht das innere Leben wiegen kann wie schnell sich die Fernen vermengen