stimme. des sommers. lege dich ins gras. bevor es vergeht. verliere keinen gedanken. an die zeit. vielleicht fallen tropfen. eines noch ungeliebten lichtes. aus einer früheren wolke. die zerriss. ins geschlossene auge.
hell sind die zimmer. bevor man von morgen sprechen mag. zu hell. vor dem zeitalter jeglicher sprache. und zugleich: diese eine minute. vor dem ersten amselgesang. der ans unbehauste gehör klopft. wie der schmerz gegen die innere haut der frisch verschlossenen wunde.
der traum weiß noch. wo die mitte steht. des gedächtnisses. da ist die zeit ein wegrand. ein spalt. für die ganze landschaft. die fast vergessene. die in kaskaden ins verlorene innen stürzt. ganz so. wie drei stunden später. die menschen verschluckt sein werden. von den vorortzügen.
wälder wachsen. über dem gleisbett. zwischen zwei türen, ein- und ausgang, streckt sich der flur des einen tages. aller tage. diesseits. bleibt unverändert die welt. von drüben aber lehnt ein anderer ton an pforten und wänden. da mag ein schritt sein. der vorangeht. ein ruf. dessen richtung sich dreht.
be breath to me. when i have none left. be a gaze to me. when my sight is gone. be a shadow. on the wall of my heart. a remainder of light in the nearness where I vanished.
let me recall what I could not hold. let it rest a little longer by my waking side – not as image. but as warmth beneath the skin.
when pain comes. take me into its centre. do not let it circle me. like a beast around its prey. let it weep with me. let it grow tired.blet it sleep. and me with it.
II
and if i can no longer walk. then carry me. not far. only to the edge of remembrance. to that place where the air still carries his scent.
if i sink too deep. then lay me down. among the folds of the old day. in the valley. where the shadows sleep.
i have no more words. only sounds. that rattle within me. like glass in an abandoned house.
love – it is no promise. it is an imprint. in the damp soil of my inwardness. i step into it. and do not know if i shall ever find my way out again.
my body: an archive of the touched. my skin: an echo of his hand. my mouth: a sealed verse. refusing to let him go.
and if i die in this hour? then let it not be an escape. but an entrance into the room where he once more speaks my name.
III
there. where my speaking fails. let the word remain. out of which i unravel. and be to me a tone. no more than a breath. trembling at the edge of a line.
i wish to say. what cannot be said. let it shatter within me. into syllables of light.
no longer by my hand. do i inscribe the mark. but by the autumn of my breath.
i write down. what leaves me. i write on. what sustains me. here. in the voice. that becomes space. here. in the space. that becomes image.
beneath my forgetting. landscapes. distance. that never left me. as long as i wandered through them.
let them write me. as one who loved. one who asked. who stayed – in the breath of the word no one speaks. that nonetheless carries all things.
die landschaft. wurde versenkt. in unseren blicken. die sind jetzt wie kläranlagen. in denen wird alles klar. in denen wird nichts verklärt. klarspülertränen tropfen ins trübe. dazwischen. wo sich die letzten undurchsichtigen verschanzt haben. aber die haben sich verschätzt. ihre augen. immer noch zu opaque. werden mit glaskristallen ersetzt. damit sie sich nicht mehr entsetzen. zu tief hinab. in ihre wolkigen gedanken. sie wissen noch nicht, was sie tranken. sie murmeln etwas von ich. es klingt wie: dies und das. und ist nur ein strich. durch die milchmädchenrechnung. es soll bedeutender sein. als die deutungen. die es schon immer gab. aber – und sie werden es auch bald merken – die irdenen kelche, die irdischen, sind gefüllt mit etwas, was nur ausschaut wie wasser, und wo sie aber lange warten können, bis sich das nasse in wein verwandelt haben wird; ins weinen vielleicht, ins weichen gewiss, unter den weichen, die ihnen gestellt sind, den weichen, die dem stein nicht entweichen, der ihnen auf die nervösen füße gestellt wurde. ich ist ein becher tensid, in den ein hauch hineinfällt und eine gischt hinauswächst, wie ein hungriger schwamm, der sich aufs organische legt und es zerlegt. in seine einzelteile. dass sie nicht übersehen ihre einsamkeit. dass sie nicht überspringen die lange weile, die dem tod sehr eigen ist, in so zwingender weise. ja. dem leben wird eine schaumkrone aufgesetzt. denn das leben soll sich gewaschen haben. es soll sich einmal bequemt haben. auf der unentwegten waschstraße, auf der es gebürstet und gestriegelt wird. bevor der tod es zersaust. in seinem schleudergang.
sei mir ein atem. wenn ich keinen mehr habe. sei mir ein blick. wenn ich nichts mehr sehe. sei mir ein schatten. an der wand meines herzens. ein restliches licht in jener nähe, wo ich verlorenging.
lass mich dessen entsonnen sein, was ich nicht halten konnte. lass es noch ein wenig an meiner wachen seite ruhen – nicht als bild. sondern als wärme unter der haut.
wenn der schmerz kommt. nimm mich in seine mitte. lass ihn nicht um mich kreisen. wie ein tier um seine beute. lass ihn mit mir weinen. lass ihn müde werden. lass ihn schlafen.
und mich mit ihm.
II
und wenn ich nicht mehr gehen kann. dann trage mich. nicht weit. nur bis an den rand des erinnerns. dorthin. wo die luft noch nach ihm duftet.
wenn ich zu tief sinke. dann leg mich nieder. zwischen die falten des alten tages. in das tal. wo die schatten schlafen.
ich habe keine worte mehr. nur geräusche. die in mir klirren. wie glas in einem verlassenen haus.
die liebe – sie ist kein versprechen. sie ist ein abdruck. in der feuchten erde meines inneren. ich trete hinein. und weiß nicht, ob ich je wieder hinausfinde.
mein körper: ein archiv des berührten. meine haut: ein echo seiner hand. mein mund: ein verschlossener vers. der sich weigert, ihn loszulassen.
und wenn ich sterbe in dieser stunde? dann sei es keine flucht. sondern ein eintreten in den raum. wo er noch einmal meinen namen sagt.
III
dort. wo mein sprechen versagt. bleibe das wort. aus dem ich mich löse. und sei mir ein klang. kaum mehr als ein hauch. zitternd am rand einer zeile.
sagen will ich. was nicht gesagt werden kann. lass es in mir zerspringen. zu silben aus licht.
nicht mehr mit meiner hand. setze ich das zeichen. sondern mit dem herbst meines atems.
ich schreibe auf. was mich verlässt. ich schreibe fort. was mich erhält. hier. in der stimme. die zum raum wird. hier. in dem raum. der zu bildern wird. unterhalb meines vergessens. landschaften. ferne. die nie mich verließen. solange ich sie durchwanderte.
sie sollen mich schreiben. als einen, der liebte. einen, der fragte. der blieb – im anhauch des wortes. das niemand spricht. das dennoch alles trägt.
[maske: iocaste | wartend. auf das. was nicht gewusst werden darf]
die träume kommen jetzt von ganz allein. sie setzten ein nach der abreise. du hast begonnen sie aufzuschreiben. das waren deine ersten schritte. zu führen das leben eines anderen. ein leben, in dem du nicht vergessen sein würdest. durch das du dich auf die suche begabst. nach dir selbst. bis du das sichere gefühl gewonnen hättest, dass es jemanden gibt, der sich all deiner träume annahm. du würdest dann nicht mehr gänzlich ermüdet sein müssen, um weiterträumen zu können. weil du durch sie zum wanderer würdest. ziehend durch alle verwandlungen.
aber. als daheimgebliebener. warst du dir nie gewiss, ob du auf der richtigen seite der höheren geschicke stündest. dort. wo die irrenden enden. da. im frieden der seele. doch du hast ja an dir selbst erfahren müssen, dass die urteile nicht stehen bei der gerechtigkeit. und deine allzu leise stimme wurde zerkaut von den nimmersatten einer nachwelt, die dem vergangenen nicht vergibt. weil sie die lebendige gegenwart ihrer vergangenheit zu übersehen neigen.
es ist nicht der schlaf, der dich rettet. sondern das protokoll, das du schreibst. im schlaf. dort aber steht dein name nicht. sondern der flackernde schatten deiner schuld. wie lichtstreifen auf einem gesicht, das nie zu dir sprach.
vielleicht. dachtest du. wird eines morgens. kurz vor dem erwachen. jemand in einem der träume wohnen bleiben. als wäre er der zurückgekehrte. der sein ganzes leben die last eines wunsches hat wachsen spüren. der schlichteste und der schwerste aller wünsche: jemandes erinnerung zu sein.
dein kopf. gestützt. auf deine hände. ganz leicht nur sich hebend. wenn der blick über den rand gehen will. und weil deine füße es nicht können. über den rand hinweg. als ob der horizont durch dich hindurch schneidet. und im querschnitt erst entsteht: die landschaft. die das innere verkleidet. und nie gänzlich ausfüllen wird. du hast die schritte gezählt. die sie bräuchten. um die gasse zu durchqueren. du stehst im augenblick. und durch ihn im leben. dem einzigen. während ein tag kaum noch zu spüren ist. und viel weniger noch ein jahr.
du wirst solange nicht hinausgehen, wie er nicht hineinkommt. mit seinen gedanken. in dein schauen. denn du hast ja all die inseln umrundet, auf denen er gelagert haben soll. wenn sie es sich erzählten bei einer rast unter deinem fenster. nein. du könntest nicht sagen, wie du dich fühlst. wenn einer dich fragte. es hat sich nichts verändert. in zehn jahren nicht. und nicht in zwanzig oder dreißig. und das gedächtnis um ein gefühl. um seinen anfang. seinen ausgang. ist erloschen. die zeit. zwischen den fragen. hat ihr maß verloren. du kannst nicht wissen, dass es jedes mal dieselbe frage war. die keine antwort fand. derselbe ruf. ohne ein echo. nicht auf die antwort wartest du. sondern auf den moment, in dem die frage wieder auftaucht aus dem felsgrauen tag. es muss sie ja geben. irgendwo. in der verborgenheit. denn das gegenwärtige fehlt. aus dem sich sonst die augenblicke zusammensetzten. doch im gegensatz zu ihm. dem fahrenden. schwindenden. bist du der bleibende. wartende. bist hier. und kannst nicht aus der ferne betrachten, was im hier-sein unsichtbar ist. du hast zwei augen. aber dein gesicht wirst du mit ihnen nicht sehen. du hast zwei augen. ja. aber alles, was du mit ihnen siehst, bleibt einmalig. und wenn es vorbeigezogen ist am ufer deines schauens. holst du es nicht wieder ein. ziehst es nicht wieder zurück. denn du kannst es nicht vertäuen. mit den schmerzen. wie deine wünsche. oder dein schweigen. oder ein leeres versprechen.
sie, die ihn begleiteten, werden mit ihm an einer königlichen tafel speisen. nicht solche, die daheim- und zurückblieben. ihre namen werden groß. während deiner versickert im ufergestein, das kein gras zu halten vermag. du bist der gebliebene. der zurückgebliebene. der nicht bleibt. ihn und die seinen hat offenbart das leben. dich aber offenbarte der tod. der mit zwei mächtigen riesenpranken das leben an seinen zwei enden packt und es mit einem letzten aushauch zusammenfaltet wie eine quetschkommode, wie eine aktennotiz fürs archiv der vergessenheit…
ein sturm zog vorbei. und riss dein haus in die brandung. sie aber erzählen heute vom großen sturm. nicht vom kleinen haus. sie sagen einander vom ruhm, nicht vom schatten.
brannte nicht dein herz? als du im schweigen warst. schuf er dir nicht den hunger? als die körbe füllte: eine bittere ernte. gepflückt mit den zähnen alter, lichtloser jahre.
sie hatten gedeihen lassen: die wüsten träume. in spiegelgängen der vergessenheit. wie flure aus staub. in denen die namen an den wänden vergehen.
täglich. war dir ein fernes versprechen. wuchs zu einem leben. bis an sein stilles, unsichtbares ende.
II
zwei gedanken zogen. wie getrennte zwillinge. durch die begrenzte zeit. die immer kürzere. tag für tag. auf der suche nach: einander.
wasser hieß der eine. ufer der andere.
auf endlosem sandbett kniete der ruf: wenn wasser wäre, bliebe ich ihm ein ufer. als scheide einer späten ankunft. wenn ufer wäre, wüsste ich endlich vom ort meines versiegens. meines verschenkens. auszuatmen: welle um welle. angstlos. den regen betrachtend. der da spannt. seine grauen laken. über dem ewigen meer.
III
brannte dir nicht das wort? in der lange verstummten kehle. lag es nicht gestern noch? vor dem gerechten schlaf. in der reglosen schale? leergetrunken vom sturm.
doch als dich warf. der traum. in die sprachlose welt. hörtest du etwas. wie eine bitte. tonlos. nicht mehr gemessen. und dein gesicht lag. in der fremden bergung. zweier älterer hände. und in ihnen: die linien derer, die nicht zurückkehren werden.
aber das ungesagte. zwischen all dem unsagbaren. barg einen letzten wunsch: die bleibe einer erinnerung. vor jener stunde. da das licht – das einst deinen namen schrieb – sich löschte aus der welt.
singe die gärten, mein herz, die du nicht betratest
für Alexandra von der Weth
nicht mehr. ganz. beisammen. nur reste. auf den ziegeln: gezweig. unter dem blattwerk: das wissen um die letzten leeren seiten.
gestrandet. hier oben. im entwachsenen. in der wuchernden stimme.
hierhin gekommen. so weit. ausgegangen. abgerechnet. ganz. zum schluss. im endlosen abschied.
gehst du mit mir? durch das stille haus. das ganze. umschlossen von gärten. von jahren. vom rascheln gelöst. von den geräuschen. vom glas der verhangenen fenster. von den kalten mauern. und ihrer haut. vernäht aus den fetzen der zerrissenen. der entspiegelten. der einsam bewohnten. von wind. von wasser. der von sich entwöhnten. und ihren wünschen.
vorbei an der offenen tür. an jenem einen spalt. dem letzten. vielleicht. zwischen herz und leib. laib. und saite. schwingend. im augenblick unserer teilung. im durchgang: zur ganzheit. zur ganzen gewesenheit.
hinauf über die kargen berge. zur kleinsten, jüngsten blüte. wenn das jahr schon alt und krumm dasteht: vor der zeit, die nicht stillsteht.
trotz der stille. es ist immer: als hätte jemand gerufen. der trotzt: den lautlosen orten. der sitzt: an den gestaden der vergessenen träume. der lässt: den tag ans ende gehen. der sich findet: im echo. der sich erfindet: im schlaf. im anfang: des frühlings. immer. im trotz: der stille.
⸻
doch auf der anderen seite des endes: trotzt ein klang. getragen vom hauch, der keine wunde scheut. wie dein letztes lied, das aus den zerschellten lippen floss: an das ufer der nacht.
auf bahnhöfen fühle ich mich sicherer. unter den vielen. bleibt bei mir. was ich ließ. hier höre ich die erzählungen der anderen. und weiß. weshalb ich schweige. vom traum. eines gottes. wohnrecht zu haben. in der seele der unvollendeten. vom hunger. der vom essen kommt. glück der dunkelheit. innehalt vor einer brücke. klanglose zwischenzeit. leben. abrieb einer erinnerung. wenn ein flüchtiger blick mich streifte. da. wo ich stand. als sei ich das boot. auf das die ufer gewartet haben. etwas zu glauben. etwas. dem nicht widersprochen wird. hingabe eines schattens. dem die sonne verbrannte das gesicht. und die sicht versperrte. auf die landschaft. die durch mein fleisch gewandert ist…
wer wir waren. was wir sind. gleich. gekommene. gleich. geschaffene. immer anders. verglichen. mit den verblichenen | wer? wenn nicht wir. wie die sintflut | gegen. rede | generation abgang | postkommunistisch. zervikogenial | im irrsinnsgeäst | heute: bioabfall. morgen, vor dem sonnenaufgang: ab-holung zur inventur
gewinsel der gefeuerten. gesindel der gefeierten
wir hängen fest. im zahnfleisch der dinge. wir: die uneigentlichen. wir: die in stramplern verpackten. auf die schiffe gerufen. zu den inseln nicht begabt. wir kamen nach. und einen tag zu spät.
wir tragen adidas. statt schicksal. trinken cappuccino. statt geschichte. ziehen die wolle. der willigen. über unsere waghälse.
wir sind normal. parat. getrieben. ins gestein der undenkmäler. der undankmale. im putz der unentschlossenheit.
wir jobben. statt zu fühlen. wir angeln. statt zu fischen. wir tanzen primitiv. zwei mal die woche. wir tanzen den tod der fichten. auf den garagendächern.
einmal. als das vergessen begann
das schleifen. und kratzen. die geißel der wörter. die uns die haut von den sinnen schlägt. die fragen bilden blasen auf unseren lippen. die fragen faulen in unseren kehlköpfen. weiß noch einer? was da pochte. als der besoffene pförtner mit der vollgepissten jeans. und dem bauarbeiterdekolleté. und die olle des mörders am brunnen. die sich die fingerspitzen blutig knabberte. die ritze hatte sich auch so ne fratze geschnitten. von ohr zu ohr. joker. und die ungeborenen fischlein braten lassen. in der arschbreiten pfanne. villabajo. weiß das noch einer? säue gewürgt. die gesichtslosen leiber. die laiber. mit den pfirsichbacken. knallchargengebäck. der fraß eben. mit dem sie die schreie verschlucken.
Vor-Schriften | Rück-Versicherung
Sie dürfen, während Sie beten, nicht vergessen, Ihre Plastiktüten zu kauen! Atmen Sie tief den Dampf der Heißmangel ein! So lassen Sie sich doch endlich die alten Reste abschaben, die noch nach Ihnen stinken! Träumen Sie weiter von Käfigen und Ketten! Essen Sie Ihre Zelluloseschlangen vollständig bis zur bitteren Rassel auf! Gehen Sie weiter; hier gibt es nichts zu glotzen! Basteln Sie Himmelsleitern aus den Knochen und Haaren der Zertretenen! Legen Sie sich in den noch weichen, feuchten Beton! Wir werden Ihre sieben Sinne versiegeln! Wir werden Ihre wüsten Gedanken versieben! Das versichern wir Ihnen!
jetzt erzählt aber mal
mondverschlungene. schatten des fleisches. die nester der schaben. auf den verödeten adern. ach. der muffige verschlag unserer sprache. weh. die verschlossen krater. wie nun? die vernichtung der namen.
es war aber auch. ach. alles: ein mühsames durchsägen. der gesteine. nichts war mehr flüssig. tränen nicht. eiter nicht. stimmen nicht. hoffnung nicht. und das blut schmeckte wie klumpige laugensuppe. wie atem der dampfenden schöße. vom vampiristischen saugreflex. und ein jeder hunger. und eine jede vor-freude. ein hohler zahn. ein spröder zuckerknochen. und wenn wir schliefen. wohnten heimchen in unseren kehlköpfen. eine armee von kreaturen bevölkerte unsere schädel und gerippe. und kichernde wolpertinger saßen im kreis. während wir in der jammerkammer. im kummerschlummer. die rostigen drähte spürten, wie sie durch unsere lippen und wangen wuchsen. wir kauerten uns. auf dem letzten geklüft. das aus dem reglosen meer gen himmel stach. wir: die verhafteten. die anti-haftbeschichteten. doch unsere stachel hatten etwas verbindendes. wir rammten sie uns gegenseitig in die seiten und in die fersen. weil es nur eines gab, das uns erhalten konnte, das uns enthielt: der sinnlose schmerz.