TOMOI. Den Ufern nachgerufen… Briefe aus der Isolation

2021.1.30 | 324-SARS-CoV-2

[Tag 207 der Isolation]

Ich muss nicht am Meer wohnen, um seinen Klang zu hören, und seinen ewigen Wechsel von Branden und Ruhen, als dem künftigen Unbekannten. Und es blickt zurück auf seinen Zuschauer, als lebte er in seinem Auge und sähe sein Träumen von den Segeln und den in sein Wasser stürzenden Gewittergüssen. Und es steht vor ihm mit den vielen Gesichtern derer, denen er begegnete und die innehielten für ihn einen kurzen Moment der Frage nach seinem Namen, die unausgesprochen und also unbeantwortet blieb, weil er weiterzog wie die Wolken, die ihr Erscheinen zerreißen mit jedem neuen Augenblick.

Er also soll seine Spuren finden im rastlosen Flug der Uferschwalben, im windgewogenen Dünengras, im Spiel der Wellen mit Kiesel und Muschel und Tang, wenn er wortlos verschwand aus ihrem Gedächtnis?