Kernower Elegien [Pendoggett-Psalter]

Pendoggett | Waka-Variation

[Fraß des Alls | über Nacht | halbe Inseln | übernachtet | Meer der Zeit | jetzt | nicht mehr | früher | am Fenster | die Streifen Regen | heute | noch nicht | in Staub verwandelt | später | aus leeren Händen | morgen | Flug der Möwe]

tot ist die Welt | wenn du dich nicht erinnerst | Augen wie Schatten welker Narzissen | unter dem Flattern der Tauben | Stein über dem Schlaf

Pendoggett | Schlummer. fortwährend. später Nachmittag. während du fort…

Wolkenzug. über den Grenzen. die Erde trinkt von der Sorge der Ewigen. dort ist immer Abend. Ausklang und Entschwinden. die Wasser spiegeln, wer den Spuren folgte. nur die Fragenden blicken zurück, um etwas zu finden, was sich vollenden ließe. weil so flüssig jeder Augenblick. zwischen den rissigen Fingern. doch sie werden das Verborgene halten. wenn es sich barg. in ihren schütteren Seelen. aber warum sollte sich nicht bergen lassen, was einmal empfangen worden sein muss? und warum sollte nicht zur Gabe werden, was ohne Bitte geschenkt war?

Pendoggett | Naxos. an jedem Ufer | Ithaka. in jeder Sehnsucht

verlasse nicht dein Haus. wie fern du auch sein magst. das Land, das deine Worte hören könnte. das Land, das du sähst. wohin du auch blicktest. allein steigst du seine Hügel hinauf. niemand wird dir begegnen. das Meer trägt dich. mit den Wehe-Rufen des Windes. du willst aus den Wellen steigen. aus den Nebeln. höher hinan. zu den Einöden.

die Menschen wollen immer fort. darum bevölkern sie die Küsten. aber hier sind schon zu viele Schiffe zerschellt. also schauen sie den Wellen zu. wie sie zurollen auf die Klippen. und sie sehen, dass das Meer sie holen will. und sie erkennen, dass das Land sie trägt. dass es erträgt ihre Müdigkeit.

nur der Wanderer geht, um einsam zu sein. an der Neige des Tages. er hat sich dazu entschieden, der Zeit zu begegnen. denn sie wird ihm sein Ende entgegenbringen. doch er will sich die Wege nicht nehmen lassen. die auf ihn zukommen werden. wenn er nur geht. bevor er vergeht.

Pendoggett | aber wenn keiner ihm entgegenkäme

er geht jetzt anders. seit die Welt vernichtet wurde. da sind jetzt andere Pfade. über dieselben Hügel gespannt. wie Seile, das Land zu halten. so nah beim hungrigen Meer. wie Seele, entrollt aus allem Verworrenem seiner Vergangenheit. um es zu wickeln um sein Übriges. das er jetzt noch halten möchte. es zu bewahren. vor der Vollendung.

was sollte ihm fehlen. wenn nichts mehr ist. aber vielleicht würde er gerne etwas teilen. vielleicht sich selbst. und geben eine Hälfte dem Anderen. der ihm das brüchige Halbe hinhält. wie gebrochenes Brot.

Pendoggett | aber wenn du ihnen entgegengingst

willst du denn nie über die Liebe sprechen? die Menschen würden aufsteigen. aus den Nebeln über der Brandung. wie Vögel der Küste. die ins Licht schießen. und müssten sie dann etwa nicht ins Herz der Stille blicken? und ziehen den Nachhall der zärtlicheren Worte aus der Stille des Herzens?

steinig waren ihre Wege. und schwer ihre Beine. auf halber Strecke. durch ihre Träume donnern ihre früheren Stimmen. aber hinter dem Schall wachsen sie noch. und ragen über die Ränder der Zeit hinaus. sie freuen sich über die Augenblicke, in denen ihre zartesten Zweige vom geringsten Wind bewegt werden. und wenn der neue Tag kommt oder der alte geht, ist ihnen, als hätte die Sonne auf ihren Augenaufschlag gewartet. doch sie werden nicht fragen nach der Jahreszeit. oder wie spät es schon ist. oder ob noch eine Stunde bleibt. denn ihre Herzen sind frei von Wünschen. und wie Teichrosen blühen ihre Wunden.

Pendoggett | Waka-Variation

[weiter. lief die Zeit. das Unsrige liegt verlassen. doch es bleibt. das Unsrige. müssen nicht mehr wissen. was geschah. an jenem Tag. uns genügt ein Erinnern. an das einsame Haus. und das Rauschen des Schilfs. das in uns Wohnende. was die Liebe tat]

abends. Heimfahrt. allein. | an unterschiedliche Ufer. | zwischen uns: Winde. | über den Klippen: Wolken – | Zug der Himmlischen | auf gebrochenen Schwingen

Pendoggett | Augenblicke | per definitionem | kurz. plötzlich und unerwartet | das schnell Vergessene | wirres Träumen | zwischen Nacht und Morgengrauen | ferner Klang von etwas Sagendem | gehe dorthin | wo du noch nicht warst | wo du noch einmal sein wirst | weil du wer anders bist | woanders | dem Tag erschienen | Schein ohne Schattenwurf | aus schäumenden Wellen gestiegen | um zu beenden | die Verschwundenheit

selten. kommt einer vorbei. immer. zu spät. wenn ein Schatten durchs Zimmer fliegt. immer schon Herbst. und die ziehenden Kraniche. Fracht der Seelen. unterm Gefieder. hinter anderen Küsten. in die winterharten Furchen gelegt.

fandst heute, was dir nicht gehört, was einer liegen ließ, damit es ein Anderer aufhebt, wie einen Stein, aufgelesen an fremder Küste und zwischen den Fingern bewegt, alle Stufen Grau, auf deiner rauen Haut.

aber was hat er gegeben? bevor er nah ans Fenster geschoben wurde. und die Hand gegen die Scheibe drückte. als ob er wegschieben wollte den unablässigen Besuch der vorbeieilenden Gegenwart. oder als ob wüchsen aus dem Glas Finger, die er früher schon einmal hat berühren dürfen. wenn er allein war. mit sich. mit einem Einzigen. der auch keine Zeit zu verlieren hatte. und nicht darauf achtete, wie das Haar lag. denn die Zeit ließ sich ja nicht aufhalten. und die Sorgen nicht vertreiben. jeden Tag der Liebe musste er an den seidenen Fasern gebrochenen Lichtes zu sich ziehen. in die Stille des einsamen Sterbens.

Pendoggett | Kelter der Öle | wachet

morgen wäre ein guter Tag. über den Tod zu sprechen [für wen freust du dich? niemand heilig. und nur einer treu. über den Morgen hinaus] wovon wir gelebt haben [kennst du einen, der nach dem Verlorenen suchte, der das Verirrte zurückbrachte?] wir schauen uns unsere Wunden an. wir schauen uns an. und wollen sehen, wer als Erster aufsteht, Salben zu holen [er kam heim. rief meinen Namen. draußen Brandung und Brausen. drinnen Knäuel von zahllosen Pfaden und Fäden. noch zu entwirrenden. zu knüpfen ein wärmeres Hemd. für den nächsten Winter] heute ist ein guter Abend, zu sich zu reden und jede Angst wie einen Keim des kommenden Leids, der künftigen Leidenschaft in die nackte, noch harte Furche zu legen

Pendoggett | Kelter der Weine | betet [Waka-Variation]

hörst du das Atmen | der Schlafenden? Einsamer. | Wald voller Schatten. | Gärten in mondloser Nacht. | Mutter. Frucht deiner Klage. | Kinder. Furcht vor dem kommenden Tag.

Pendoggett | dass er allein sein musste | dass er verstummt sei | dass er ihre Stimmen hörte | dass in ihm redete, was er nicht hatte aussprechen können

doch deine Seele soll nicht mehr mager sein. wie erfrorenes Wintergras. nicht mehr zu verachten die Früchte der Erde. die kurzen Stunden des Glücks. wenn du dich selbst überwunden hast. ohne dich selbst zu verlassen.

musst doch aber nicht traurig sein. wenn du dich erinnerst an dich selbst. hattest solch ein Glück. dass es dich gab. in den hinteren Reihen. in den verborgenen Zimmern. in den schattigen Winkeln. wo du dir hast berichten lassen vom Glanz der Sonne und vom Abglanz des Mondes. lange musstest du warten. ein anderes Licht zu empfangen. der Tod musste dir näherrücken. zu erkennen die Stunde. die dein Floß noch auf dem fließenden Wasser gleiten würde. bevor es in die Tiefe stürzte. in dem einen Augenblick, in dem du dir vorstelltest, es festzumachen an der letzten Kiefer, die schon halb über die Klippen ragt, um zu stehen im Klang der stürzenden Flut.

Pendoggett | der Schritt zurück | der eine nur | zu sehen | was hinter dir | in den Wegen versank

wer will uns sagen, wann du starbst? du konntest ja selbst kaum sagen, wann du gelebt hast.

halte mich nicht zurück. halte mich auf. im Augenblick. die steigenden Schwärme am Morgen.

Geschenke des Zeitlosen. zerknüllte Träume in Papierkörben.

halte mich zurück. halt‘ mich nicht auf. im hektischen Gerede. von fremden Ereignissen.

durch schmalen Spalt. gequetschtes Leben. das nicht mehr sagen kann, wohin es wollte.

alle waren einmal wie Küken, die losfliegen wollten. alle wurden gerupft und gestutzt. und in die feuchte Kälte gestoßen.

was will mit dem Wind der Brunnen, darin die Wellen nicht branden können?

du wohnst in der Sehnsucht. nach Himmel. nach Licht. das in die einsame Stille fällt.

Pendoggett | halbschattiges Zimmer | in der Mitte ein Tisch | gedeckt | als ob Gäste erwartet werden | geschrumpfter Raum | zu einem letzten Augenblick der Hoffnung

ich weiß nicht, wohin. ich kenne mich nicht mehr aus. die Welt rennt fort. sie nimmt die Zeit mit. ich werde nicht mehr gebraucht. dort nicht. und dann nicht. die Häuser fahren in die Nacht davon. ihre Lichter werden kleiner und kleiner. bis sie sich zusammenziehen zu Sternenhaufen. ich werde indessen durch meine Träume gejagt. und kann den Ausgang des Erwachens nicht finden. ich irre durch ein halbes Haus. durch einen halben Garten. durch ein halbiertes Leben. innerhalb dessen sich alles teilt. innerhalb einer Stunde. die ich so gern noch einmal hätte. wäre für mich noch ein Wunsch frei.

Pendoggett | so klein | das Leben unter dem Himmel | so groß | dein Schatten auf rötlicher Erde | dein Blut in den Ackerfurchen | im felsgrauen Gesicht des Wartenden | Furcht

was sagt dir die Stille. zwischen den Schlafenden. sag ihnen doch, was sie träumen mögen, wenn du über die Wasser irrst. du. ein winkender Halm. zwischen zwei Steinen. gehalten. gewachsen. zwischen zwei Blicken. Frage des Einen. Schweigen des Anderen. kämst du mit mir? nähmst du mich mit? ganz gleich, wohin.

Staub auf den Augen. wachsende Schwellen den schwereren Füßen. nichts rührt sich. unter den tickenden Zeigern. alles muss erst still und dunkel sein. um wach zu werden. und durch das graue Gewebe zu fassen. mit der Klarheit der Erinnerungen. wie sie Sterbende kennen. ohne viel Mühe entsteht schon ein Augenblick, wenn der Vorhang, halb geöffnet, das Licht in die Kammer fallen lässt und zahllos werden die Tage, an denen du dich heimkommen siehst und dich nicht sattsehen kannst an ihrer schon lange vergangenen Schönheit.

was wird man je wissen. wen wird man je gekannt haben. und erst recht Einen, der etwas wusste.

die mit dem Wissen sind nicht mehr. oder sind in den Steinen. in all den stummen Dingen. unter denen die ersticken, die noch reden könnten mit Zungen und Blicken.

Pendoggett | der Friede unter den Kiefern | jenseits der steilen Ufer | jenseits der elenden Welt | winzige Hütten aus Stein und Holz | mächtige Wildnis | bist nicht mehr draußen | noch nicht drinnen | schmal | die Pfade am Rande der Insel | immer | Schatten unter Gestein und Geäst | Stille der Frühe | tieferes Sehen | Unfassliches | e.g. | Atem der Trauer | Last der Hoffnung

und wenn du dann wieder hier warst. wirst du nicht wieder fort wollen. doch war dein erster Schritt seit jeher hinaus. und weiter. und zurück. um deiner selbst. um dein Schicksal zu vollenden.

Pendoggett | Mond im atmenden Wasser | Segel wie windmüde hingestreckt | über Bootsplanken und Ruder | nachzugehen | der Zeit | dem Fernen | Schritt für Schritt | in die feuchte Erde zu drücken | als fiele da Laub | und deckte ihre Wunden

aber für wen kehrte er zurück. und in die Zeit. die doch längst überwunden war. seine Augen sagen. ein ganzes Leben. Suche nach einer Bleibe. doch wo wäre er geblieben, wohnte nicht Einer bei ihm. er will nicht mehr dort sein, wo sonst keiner ist. wo allein der Wind die Pforten auf- und zuschlägt. wo die Pfade in Gärten und Wäldern so schmal, dass nur Einer zu einer Zeit sie beschreiten kann. in ein Leben will es ihn führen, in dem sich ein zweites Leben findet. und weil beide Leben sich füreinander teilen, werden sie sich verdoppelt haben und brauchen keine Spiegel mehr, darin ihr Eigenes zu suchen. denn sie werden jetzt wissen, was sie geworden sind. zusammen. allein. und werden sich fragen, ohne Klage, was sie noch hätten werden können.

Pendoggett | heute ist er sehr aufgeräumt | schaut auf die linke Hand | die sieht zehn Jahre jünger aus | hat die Augenbrauen lichten lassen | spricht wie geschmiert | mit weicheren Lippen | von der salzig-seifigen Luft

schleiche dich fort. am Ufer warten die Schatten der Bäume. auch deiner soll sich verbeugen. über dem fließenden Wasser. über der Mutter Erde gebeugtem Lächeln.

hier bleiben wir für drei Minuten stehen und betrachten seinen letzten Traum: er ging einen Feldweg entlang, irgendwo zwischen Wald und Meer; schroffe Küste lag geduldig in der kämpfenden wilden Brandung, wie vom Ruhen angeschwollene Beine, grasbewachsene, weil so schön das stille sitzende Schauen auf den ewig bewegten Himmel und tobendes Wasser; und aus seinen Gedanken heraus wuchert nun auf unseren Köpfen blühender Stechginster; der holt uns unter den grauen Wolken das Licht der Sonne herab und lässt es glühen auf rauer Haut.

Pendoggett | sah dich als Möwe | über stürmischem Meer | zu entkommen | den späteren Zeiten der Welt | hättest noch viel zu erzählen gehabt | von deiner Zukunft | offen zu leben | weit zu machen den Blick | gegen die Strömung des Windes | wie auf luftigen Kissen tanzend

was hast du gelernt aus den Verirrungen? wer willst du geworden sein nach deiner Rückkehr? wie jung hättest du sein wollen bei deinem Tod? weil man die Zeit gehalten wähnt. doch hattest du noch einige Aufträge abzuarbeiten. noch einige Anfragen zu beantworten. es war noch so viel zu tun. und die Zeit stieß das Untätige in Wellen an Land.

geht es dir auch nicht gut? gehst du auch trotzdem weiter? aber erst muss noch Frühstück gegessen werden oder ein Stullenbrot in der Bahn oder ein Buttercroissant auf dem Weg ins Büro.

heute sind die Wege noch keine anderen. aber morgen auch noch nicht. wir bringen uns um die Ecke, bevor es die Anderen tun. wir müssen bald fort. hinaus ins Ewige. wir nehmen den Rest von uns mit. damit nichts umkommt. damit nichts nachhallt von uns. damit man uns nichts nachhält. nichts nachträgt. und da stehen wir ja schon wieder in den Schlangen. da winden sich schon wieder die Schlangen um unsere Träume. weil der Mensch nicht immer einsam wandeln kann. weil er sich nur einsam verwandeln kann, wachsen aus seinen Augen die dornigen Ranken. und wie rostige Nägel rutschen die letzten Worte uns von der Zunge.

Pendoggett | futtern von morgens bis abends | sagen, wenn man auf Reisen ist und durch die Welt gefahren wird, könne man kaum mehr machen als das | stopfen sich voll | verstopfen sich | damit sich nichts rührt | in der Fülle

die Stunde schwillt an. die Hütte wird enger. Äste und Laub. Gräser und Blüten. durch Balken und Ziegel. durch Haut und Fleisch und Knochen. alles hat sich vereint in der Stille. aus der sich das irdische Schwere dem Himmlischen entgegenstreckt. und das Wasser zwischen den Küsten, atmend ein und aus mit den Gezeiten, nimmt ihre Stimmen zu sich.

jetzt bricht an die Nacht. für dich. du hörst den kommenden Tag. und seine Freude. hinter den Dünen. da wurden schon Blütenblätter verstreut. das Licht mit dem kommenden Regen zu gießen über die Äcker. in deinem Blick ist nur das bisschen Mond, das hängenblieb im Gestrüpp. da denkst du dir ein Leben aus. voll ruhigen Vergehens. doch das Fensterglas hält nicht fest den Schatten. des auf sein Ende Wartenden.

Pendoggett | solange du wanderst, fällst du nicht | die gleitenden Möwen | solange der Wind | bald nun ist Ruhezeit | bald wirst du uns nahe gewesen sein

alle kommenden Tage werden sich gleichen. doch du wirst verwandelt sein. andere wird es geben. die wie du sind. alle werden erblindet sein. alle werden sich in ihre Seelen schauen. alle gehen wie Kinder durch die endlosen Wälder. sie wachen nicht auf. sie wissen nicht, ob sie geschlafen haben.

wo ist mein Herz? bin nicht mehr da. sie drängen. sie stoßen. mit steinernen Händen. die von hohlen Köpfen herabhängen. ich muss jetzt fort. ich wollte ja immer woanders hin. und weit weit weg. lang sind die Züge. so lang wie die langen Strecken. ich gehe durch sie hindurch. bevor sie ihr Ziel erreicht haben. eisiger ist es da vorn. und einsamer. früher konnte ich leichter atmen, je einsamer ich war. heute drückt das Gestein von allen Seiten. ich denke, ich bin ein Gestrüpp, das noch zum Baum werden kann und über alles hinauswächst. nur nie über sich selbst. ich gehe lieber dahin. bevor ich dahingegangen sein werde. ich bin noch nicht weit gewandert. aber ich fand die Frage schon. nach der ich immer gesucht hatte.

still lag das Meer bei deiner Abreise. es hatte alles Licht zu sich genommen. alle Bitten um Frieden. dir sprach es zu das Bewahrende. auf das sonst niemand gehört hatte. dir waren gefolgt die Gezeiten. Geduldiger. du kehrst zurück zu den Wohnungen deiner Geburt. Gott hat dich gesehen. du hast ihn erkannt im Unauslöschlichen deines Namens. nun kann dein Staub über die Dünen wehen. Jegliches fließt aus den brüchigen Waben der Zeit. und ihre Wandungen hielten aufrecht den Himmel. der immer frei ist. für den, der erlöst sein will.

Pendoggett [Waka-Variation]

Spalt | in den sich das Glück gezwängt | vergesse nicht deine Gaben | Hingaben zu Aufgaben | des Überflüssigen überdrüssig | lass dir genügen | den Sang der Merle | morgens | und abends | das Rasseln der Zikade

spät öffnete sich | sein schwereloses Gefieder | blühendes Land | unter dem Flug des Scheidenden | über sein Ende hinaus

Pendoggett | nimm mich mit | was du hörtest | lasse fallen | die fremden Stimmen | lasse liegen | zwischen Steinen und Muscheln | wo deine Füße im Wasser standen | um sich zu kühlen | nach langen Wegen

wohin? bald geneigt dein Gesicht. doch dass es noch einmal lächle. doch hattest du kurz zuvor noch einmal gefragt. nach der Richtung der Schatten. entlang bewaldeten Ufers. doch solltest du dort stehenbleiben. zu sein wie die Föhre, die sich den Stürmen beugt. dort sollte die Sehnsucht beendet sein. und die Farben des Geschauten über die Wangen fließen. und das Licht gebrochen. weil du es warst.