how old am I? I had to wait a long time for a feverish heart. my life as an emergence of childhood. as a different form of indecision. there, everything is simpler and more confusing at the same time. there, the sound of the unbelievable has its beginning. and yet, there is the place, where no one has to be lost in empty hope. on lonely evenings, the mothers return and stand on the thresholds between restlessness and peace. the eyes must be closed. no longer dreaming. not yet awake. in order to see what is to come. arduous paths that no longer cause fear. Forests through which one can roam loosely, joyfully awaiting the clearings or the hidden lakes. because one is no longer forced to be a grown-up. but because one has begun to grow.
ich stelle mir vor wie das Licht des ziehenden Mondes die Kiefern wachsen lässt die am Abgrund ragen als bliese ihr Atem die Wolken weiter und hinter den Horizont…
und wenn du dann heimkommst: blühende Winden an den geschlossenen Pforten einsamer Gärten
und dennoch wird mit dir der Morgen ein anderes Gesicht haben und das Haus wird dir scheinen als hätte es deinen Besuch erwartet
und wenn der Tag deiner Ankunft sich neigt und du bist durch die Tür gegangen wirst du an seinem Ausgang verschlungen sein
durch Spalten. Sonne | hinter der Mauer ein schöner Tag | drinnen: Vorhang aus Staub | ich könnte die Sachen packen | fortgehen durch die Landschaft hindurch | … | bevor die Landschaft fortgeht durch mich hindurch…
Phlebas, der Phönizier, zwei Wochen tot, vergaß den Ruf der Möwen und die mächt‘ge Brandung unterm Kiel und Gewinn und Verlust. Die Drift nah dem Grunde zerrte flüsternd am Gebein. Wie er so aufstieg und wieder fiel zog er abermals durch alle Lebensalter, vom Greis zurück zum Jüngling, und rutschte in den Strudelschlund. Ob gottesfürchtig oder nicht, Oh, du, der das Rad bewegt und windwärts schaut, Gedenke Phlebas, der einst, wie du, so stattlich war, so licht.
Wär‘ doch nur Wasser und kein Fels Wär‘ doch nur Fels und Wasser zugleich und Wasser ein Quell ein Weiher zwischen Felsen Wär‘ doch ein Klang des Wassers nur nicht die Zikade und dürres Gras summend aber der Klang des Wassers über dem Fels wo der Drossel Lied hoch in den Föhren falle Tropfen falle tropf tropf tropf tropf Doch Wasser ist nicht
dann stelle ich die Bilder auf. von allem, was ich erfahren habe. und wenn es Frühling wird, gehen sie auf wie junge Blüten. und werden mich darum bitten: es muss aber immer Frühling sein [wie singt die Lerche noch einmal? lang war die Zeit im Wald. sein Ende kann nicht mehr weit sein. unter den fernen Rufen der Möwen] ich träume jetzt immer davon, was ich noch nicht gesehen habe. ich bin jetzt noch einer von zwei Wanderern. ich vergesse die Wege, die gegangen wurden. ich kann nichts mehr sagen vom Verlangen, das ich einmal hatte. ich habe das Andere verloren. ich bin der Andere, der verloren ging. ich kehre nicht mehr dorthin zurück, von wo ich kam. doch alle Orte kehren heim ins Seelenhaus. und ein Jeder ist Teil seiner Stille [Rabe oder Amsel auf dem Dach des Hauses gegenüber. als wollte mir jemand zurufen, dass ich noch bleiben soll] war nicht erst Mitternacht? der Morgen brennt in den Augen. war nicht schon Mittag? die Zeit trägt jetzt die Schleier des Regens und der Dämmerung. Nacht wird kommen. wenn du die Augen schließt. wie hast du geheißen bis zum Ende des Sommers? aber war nicht zu jeder Jahreszeit die Schwelle des Lebens vor deinen Füßen? morgen ist Sankt Andreas. wie wirst du dann heißen? und wenn wieder zufrieren die Seen, in denen ihr gefischt, fließen die Schmerzen noch weiter, dem ferneren Ufer zu. dort auf der anderen Seite des Lichts, das immer noch versucht, die gegangenen Pfade zu spiegeln. und übermorgen dann ist sogar schon Sankt Stephanus, der unter den Steinen die Stücke seiner Rüstung einsammelt, falls sie noch wichtig sind, nach der ewigen Aufrichtung. und weil er sich noch nicht sicher ist, ob ein gleißendes Licht ihn verbrennt und blendet, grad so als fühle er sich verwechselt mit den Helden des Martyriums. und wollte ja nur den Erlöser als Möglichkeit in Betracht ziehen [schwarze Bücher liegen geschlossen auf leeren Kirchenbänken. das Wetter draußen ist zu schön, um hier drinnen zu hocken. die Steine halten die Stille, an die sich noch niemand so richtig gewöhnen mag. aber selbst in ihnen ist schon die Idee des Auszugs] sie sah so aus, als hätte sie eben erst den Garten betreten. sie blieb vor mir stehen wie vor einem Spiegel und sah sich selbst tief in die Augen und strich mit dem rechten Zeigefinger über die untere Lippe, als ob der neue Tag die Worte von gestern Abend nicht vertrüge. es sah für mich so aus, als würde sie das Haus anders verlassen, als sie es betreten hatte. und als eines anderen Mutter [die Bücher sind noch leer. die Lesung kann noch nicht beginnen. wir verlassen uns vorerst darauf, was uns berichtet wurde. wir fahren an den Stätten vorbei und suchen nach Erklärungen und sehnen uns nach Erzählungen, die nicht enden]